Hallo zusammen,
ich höre immer wieder, dass für den Betrieb eines UL geplant ist, das Triebwerk als "On Condition Part" zu behandeln.
Das würde ja bedeuten, dass es keine TBO gäbe und die Wartung jeder nach seiner Auffassung durchführen dürfte.
Ich bin ja, was Wartung des Triebwerkes angeht, eher ein "Hartliner" und berufe mich daher immer auf die Herstellervorgaben.
Nun ist es in der Regel ja so, dass in den Betriebshandbüchern der LFZ-Hersteller, wenn es um die Motorwartung geht, meist auf die Vorgaben des Triebwerksherstellers verwiesen wird und diese somit Bestandteil der Dokumentation sind.
So steht z.B. im Flughandbuch von BREEZER:
"Die Wartung des Motors hat gemäß Motorhandbuch des Herstellers zu erfolgen.
Der Rotax 912S hat gemäß dem Hersteller eine Gesamt-Betriebszeit (TBO) von 1500 Stunden (Motoren ab 2009: 2000 Std.) oder 15 Jahren.
Nach dieser Zeit sollte der Motor Grundüberholt werden."
Unabhängig davon ist es so, dass es bei Rotax im Wartungshandbuch (Line) das Kapitel TIME LIMIT gibt und dort die Motorlaufzeit in einer Tabelle auf Seite 45 auch für die UL-Motoren begrenzt wird.
Das widerspricht aber komplett der Auffassung, dass das Triebwerk im UL "on condition" betrieben werden darf.
Weiß jemand etwas genaueres zur derzeitigen Rechtslage und ob in der Richtung von den Verbänden oder Behörden etwas geplant ist?
Viele Grüße
vom Bodenpersonal im Unruhestand
Ralf