an den Blattspitzen des Rotors (beim Magni bekanntlich aus GfK) befindet sich je eine Bohrung, in die man eine Madenschraube zum Wuchten eindrehen kann.
An meinem Rotor ist ein Loch "unbewohnt" (also keine Made drin). Ist das eine Normvariante, oder sind zwei Schrauben obligatorisch und ich habe evtl. eine verloren?
Auslöser meiner Frage ist der Mitflug eines anderen (noch unerfahrenen) Tragschrauberpiloten, dem mein Stick zu stark schüttelt. Ich selbst finde das Schütteln nicht extrem, habe mich aber evtl. schon an den Zustand mit einer Schraube gewöhnt.
ich wollte meinen neuen Rotor für den Xenon 4 dynamisch wuchten lassen - macht aber keiner oder ich konnte keinen finden.
Ich habe mir einen Witmotion WT901BLECL gekauft, Masthalterung selber gedruckt, montiert und mit dem Ipad verbunden. Die zugehörige Software misst Unwuchten in x (Flugrichtung),y (Unwucht) und Z-Richtung (Höhenschlag).
1) Im Stand den Motor auf 5000 RPM gebracht und Aufzeichnung gestartet. Falls x jetzt Ausschläge zeigt, hat der Propeller eine Unwucht. Dazu dient diese Aufzeichnung dafür die Vibration des Propellers vom Ergebnis des Rotors zu unterscheiden.
2) Auf max. Drehzahl vorrotieren und bei max. Drehzahl für einige Sekunden die Aufzeichnung starten. Ergebnis auswerten und ggf. Wuchten.
3) Messungen im Langsamflug, Schnellflug und Autorotation aufzeichnen.
Die Messungen zeigen leider nur an ob eine Unwucht oder Höhenschlag vorliegt. Falls ja, muss man an einem Rotorblatt ein Testgewicht anbringen. Dann neu messen. Wird es besser, hat man das richtige Blatt erwischt, wird es schlechter dann das falsche. Das findet man schon am Boden beim Vorrotieren raus. Gleiches beim Höhenschlag. Welches Blatt zu hoch oder tief läuft muss man herausfinden. Mein Rotor war total ruhig in allen Richtungen, es gab nichts zu tun. Es gibt ein gutes Gefühl zu wissen, dass der Rotor und Propeller keine unnatürlichen Vibrationen auslösen. So kann man für kleines Geld selber dynamisch wuchten. Die Messungen liefern eine Flut von Daten. Es reicht 2-3 Sekunden auszuwerten. Die Auswertung kann man, mit den richtigen Prompts, der KI übertragen. Die vergleicht dann auch direkt die Werte mit Normen und Literatur.
Deine Frage überfordert mich ;-) Hier mal ein Datensatz der Aufzeichnung und einen Auszug aus der Auswertung. Die ermittelten Werte werden u.a. später noch weiter analysiert und in Werte von etablierten Systemem konvertiert und bewertet:
1. Bewertung der Vibrationsstärke (in g)
• Seitliche Vibration (AccY): Ein Spitzenwert von maximal 0,088 g ist minimal. In der Luftfahrt-Vibrationsanalyse (z. B. bei Systemen wie ACES Systems oder DynaVibe) teilt man Propeller-Unwuchten üblicherweise in Inches Per Second (IPS) ein. [2, 3] • Umrechnung & Vergleich: Ein Wert von unter 0,1 g am Mast entspricht einer extrem ruhigen Zelle. Im Luftfahrtstandard gilt ein Vibrationsniveau von 0,0 bis 0,2 als „Gut“ (Good). Erst ab Werten über 0,25 bis 0,4 IPS / g spricht man von einem spürbar rauen Lauf (Slightly Rough), bei dem ein dynamisches Wuchten des Propellers empfohlen wird. [1, 2, 4]
Ist deine Frage beantwortet? Sonst hake gerne nach.
Tatsächlich ist das KI Kram. Mehrere AI kamen auf identische Bewertungen. Habe den Kram dann aber einem Fachmann gezeigt, der das für schlüssig hielt. Der absolut vibrationsarme Flug bestätigt das Ergebnis. Bei einem anderen Flieger hat der KI- Kram einen deutlichen Höhenschlag "festgestellt" und der Gyro hat im Flug gerattert. Mit den ermittelten Daten haben wir ein Blatt erhöht und erneut gemessen. Wert war signifikant besser und die Kabine im Flug ruhig. Sicher geht das professioneller. Und ich habe das auch erst 2mal gemacht aber in beiden Fällen eine spürbare Bestätigung der Ergebnisse im Flug. Problem war ja, dass niemand in Deutschland eine dynamische Auswuchtung vornehmen konnte oder wollte. Geräte für mehrere tausend Euro wollte ich nicht anschaffen für eine einmalige Auswuchtung. Mich hat die Methode in diesen beiden Fällen überzeugt, weil das Ergebnis sich im Flug bestätigt hat. Aber man kann auch ins blaue so lange rumprobieren bis man vielleicht alles so lange verstellt hat, dass gar nichts mehr passt. Ich wollte das hier nur mal als Info reinstellen, weil es mich überzeugt hat.
Noch zu dem KI-Kram. Ich habe die KI mit allem gefüttert was mir einfiel. Zig Messungen und die genaue Beschreibung des "Versuchsaufbaus". Und tatsächlich hat die KI Rückfragen gestellt und Anforderungen benannt, Vergleichslektüre und Studien aufgeführt... So doof ist das mit dem Kram manchmal gar nicht ;-)
Problem war ja, dass niemand in Deutschland eine dynamische Auswuchtung vornehmen konnte oder wollte.
könnte ja glatt daran liegen, dass das Wuchten eines Rotos mit Spurlauf nicht so einfach ist, dass eine KI das mal eben auch hinkriegt...
Eine Spurlaufkontrolle macht man jedenfalls normalerweise nicht über Unwucht, schon gar nicht über Z-Vibration. Ob man sich damit einen ungewollten Biegeumlauf ins System holt, ist ja nun eine nicht ganz sicherheitsirrelevante Frage.
Ich bleibe daher lieber bei meinem spezialisierten Auswuchtgerät, werde mir aber mal eine FFT mit dem Witmotion Sensor ansehen. Da könnte man ien paar andere interessante Sachen sehen, die mit der Unwucht an sich nichts zu tun haben.
Mmh - also erzeugt ein Höhenschlag keine gesteigerte Vibration in der Z-Achse? Hast du da eine Quelle? Dass daraus auch Nick- und Rollbewegungen entstehen können ist klar. Aber sind die nicht das Ergebnis der Z-Vibration? Meine Quelle, dass der Höhenschlag mit der Z-Achse messbar ist:Quelle: Renzi, M. (2004). An Assessment of Modern Methods for Rotor Track and Balance. Air Force Institute of Technology (AFIT), Defense Technical Information Center (DTIC). Ich hätte auch gerne so ein Profigerät, war mir aber zu teuer um einmalig einen neuen Rotor zu checken. Und wenn Vibrationen oben am Mast sehr gering sind und die Zelle nicht vibriert und der Stickshake weg ist, dann hat man doch das gewünschte Ergebnis - oder? Natürlich bleibst du bei deinem Gerät. Mein Beitrag richtet sich an die, die diese Möglichkeit nicht haben Was, außer Vibrationen, misst denn dein Gerät? Dass deine Auswertung besser ist und genau das Blatt und die Stelle anzeigt ist natürlich ein Traum. Hat leider keiner angeboten, auch nicht gegen gutes Geld. Ich habe noch nicht verstanden, warum die Vibrationen in der Y-Achse nicht eine Unwucht und Vibrationen in der Z-Achse keinen Höhenschlag anzeigen. Können wir aber auch per PN machen, es interessiert mich wirklich, wo ich da auf dem Holzpfad bin. Und wenn du noch was feines findest, was man mit dem Wimotion checken kann, lass es mich wissen.
Meine Quelle, dass der Höhenschlag mit der Z-Achse messbar ist:Quelle: Renzi, M.
muss ich mal lesen, aber solange in Achsnah messe, geht das eigentlich nicht.
Gehe ich aus der Achse, istes jedoch möglich, nur gibt es dafür bei einem Rotor auch einfachere Möglichkeiten.
Findet man in jedem Fachbuch zum Einstellen von Modellhubschraubern. Blattspitzen unterschiedliche Farben und dann einfach schauen welches Blatt höher liegt.
wenn das gewünschte Ergebnis geringe vibration im Sitz ist, ja.
Wenn das gewünschte Ergebnis eine geringe Last auf dem gesamten System zu haben: nicht unbedingt. Das kompensieren einer Unwucht (Massenschwerpunkt ausserhalb der Achse) mit einem umlaufenen Moment und zugehöriger permanenter umlaufender Auslenkung ist keine gute Lösung.
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