Ziel LSA: welcher Weg ist der beste?

Forum - Umschulung & andere Lizenzen
  • Peter hat es, aus meiner Sicht, gut auf den Punkt gebracht. UL Fliegen kann man sich - noch - leisten. Mit einem teilzertifizierten LSA/ELA Gerät sieht es da schon ganz anders aus. Da muss nicht nur deutlich mehr Geld beim Kauf über den Tresen wandern sondern auch beim Unterhalt. Zudem bleiben dir kleine UL Pisten verwehrt, im Gegenzug gibt es deutlich mehr Regelungen und mehr Kosten. Das fängt schon bei jeder Landung an.

    Sicher wer im Verein fliegt und einen Flieger nur ein paar Stunden pro Jahr chartert dem kann es möglicherweise egal sein. Wer so ein Gerät selbst betreibt der schaut vielleicht doch noch mal in den Geldbeutel. Ganz wichtig auch, und das wurde auch bereits benannt, auch in der ELA und der Echo Klasse ist Gewicht ein Thema. Und von den Flugleistungen so mancher UL kann man dort häufig nur träumen.

    Bleibt noch die Frage sind Echo Piloten die besseren Flieger, das hört man ja allzu gerne wenn man also UL Pilot mal wieder als fliegerischer Bodensatz bezeichnet wird. Klare Antwort: Definitiv NEIN! Wenn man so sieht was so mancher ECHO Pilot am Wochenende zusammengurkt weil er gerade mal auf 12 Stunden pro Jahr kommt, oder hört was dann in einer CTR oder bei FIS manchmal so rumgestammelt wird, fragt man sich gern woher diese Überheblichkeit kommt.

    Richtig ist sicher, UL fliegen ist noch immer die preiswerteste Möglichkeit in die Luft zu kommen. Wenn man eine Reisemaschine braucht, um mehrere Wochen mit Kind und Kegel zu verreisen, dann sollte man sich wo anders umschauen. Aber das war nie das Ziel der Klasse. Ziel der Klasse ist wie es der Name Luftsport schon mehr oder weniger impliziert Spass am Fliegen zu haben. Und Spass kann man mit den meisten UL jede Menge haben, da kommen den wenigsten Echos hin.

    Eine Fakt den ich nicht verstehe ist wie es die Gyros zu einer Auflastung auf 560kg geschafft haben. Das kann nur hervorragende Lobbyarbeit gewesen. Aus meiner Sicht ist das nicht OK. Gleiche Klasse gleiche Pflichten. So stellt sich das für mich als klare Benachteiligung der Fläche dar. Mit 560kg MTOW für Dreiachser wäre diese Diskussion obsolet.
  • Hi Stefan,


    da es bei uns nicht so viele schöne reine Ul Plätze gibt wie bei Euch in Frankreich, kann man es ev. verschmerzen, auch landet sich ein als LSA verkappter UL Flieger da genauso, nur ist das Vergehen gegenüber einer Überladung  nicht ganz so schlimm. Es kommen ja auch ein paar Echo Plätze dazu ;-). Aber das ist doch auch jedem selbst überlassen, muss aber als Argument dazu! Da hast Du natürlich Recht.


    Auch die Bastelei wird uns nicht genommen, sondern die ist schon fast beendet, nachdem die Prüfer Klasse 5 angewiesen wurden die Orginalität des Fliegers zu überprüfen, noch wird es zwar zahm gehandhabt, noch!


     


    Hi Peter,


    Warum jetzt ein LSA 600kg Flieger, die ja fast alle den gleichen Rotax drin haben, nur noch Mogas oder UL91 für 2,50€ braucht? am LAPL kanns nicht liegen!


    Ich denke wer mittlerweile gut 100T€ für ein UL ausgibt, der kann sich auch ein LSA leisten!


    Ob man einen Flieger jetzt für 14 Tage charten kann oder nicht, kann kein Kriterium für oder gegen einen Flugschein sein, allenfalls für den Verein oder den Vercharterer!


    Was spricht jetzt aufeinmal technisch gegen die CTLS, als UL ja als LSA nein?????


    Klar muss ich die 12h zur Scheinverlängerung fliegen beim UL mit dem UL beim LAPL zb. mit dem LSA. Ein LAPL gilt aber lebenslang und ist mit einem Prüfungsflug wieder auflebbar! Somit ist es nicht so schlimm wenn man nach Erhalt des LAPL und der UL Einweisung nur noch UL fliegt, da man ja Praxis hat, ist der Prüfungsflug für den LAPL dann kein Thema.


    Es geht hier nicht um "Wer ist der besser Flieger" nein , nur da sich die Ausbildungen mittlerweile so stark angenähert haben, sollte man gut Überlegen was man macht!


    Ansonsten sollen das doch nur Denkanstösse für einen Anfänger sein, das jeder für sich selbst entscheiden muss ist doch klar.


    Peter


     

  • Ok, wer € 100 000 hat  der hat ja auch  € 150 000, der kann auch die Cirrus ( gebraucht) kaufen.   Und wenn er nur  € 40 000 hat ?  Für den bleibt der Flieger ein Traum ?  Ab € 30 000 kannst Du schon sinnvoll gebraucht UL fliegen. 

    Da träumt der  LAPL Pilot noch  wenn der UL Pilot das Flugbuch voll hat. 

    Echo wie auch immer, ist deutlich teurer, in allem. Und nicht nur 10%  Das ist Fakt.

    Immer mehr Piloten aus der Echo Szene wollen ins UL.

    Geh mal zum Tannkosh. Vor ein paar Jahren Echos satt. Mittlerweile ein UL Treffen, wenn man die Oldtimer abzieht.

    LALP ist der krampfhafte Versuch noch ein paar Echo Piloten wieder preiswerter in die  Luft zu bekommen.

    Leider zu kurz gesprungen.

    Freue mich auf Deine Erfahrungen als LAPL Flieger. 

    Grüße

    Peter

  • DMSSS schrieb:

    Was spricht jetzt aufeinmal technisch gegen die CTLS, als UL ja als LSA nein????? 


    Hallo Peter,

    im Gegenteil. Wenn man jetzt eine CTLS als LSA fliegen kann ist das Konsequent. Dann bitte aber die Zulassung als UL verweigern, weil die gibt es nicht unter 340 KG. Das ist der eigentliche Unsinn. In meinen Augen darf man das in Zukunft erst gar nicht zulassen. Das würde dazu führen das die Halter wieder umdenken. Dann verstehen wir alle den Sinn der LSA und UL würde wieder etwas mehr UL sein......

    LG
  • Genau... Und in zwei Jahren lesen wir dann im LSA-Forum die Geschichte von den 600 kg die für einen Flug mit zwei Mann Besatzung, Sprit und 14 Tage Gepäck einfach nicht reichen! Ach ja.. Und von der guten alten Zeit in der man mit einem UL noch ohne die regelmäßig zu wiederholende Englischprüfung sogar nach Österreich fliegen konnte. Das sogar ohne Flugplan und eine ZÜP hatte man auch nicht gebraucht. 

    Hm... Aber mit 250PS, Einziehfahrwerk, Verstellprop. und 400 km/h könnte das auch leicht überladen echt Spass machen!
  • QuaxC42 schrieb:

    Ok, wer € 100 000 hat  der hat ja auch  € 150 000, der kann auch die Cirrus ( gebraucht) kaufen.   Und wenn er nur  € 40 000 hat ?  Für den bleibt der Flieger ein Traum ?  Ab € 30 000 kannst Du schon sinnvoll gebraucht UL fliegen. 

    An diesem Punkt sollte man nochmal ganz klar ansetzen. Die Ausbildungen mögen in etwa den gleichen Aufwand bedeuten, letztendlich ist das Fliegen in der Echo-Klasse aber tatsächlich teurer. Echo Maschinen sollte man als Privatperson wohl eher chartern, da die Unterhaltskosten einfach zu hoch sind.

    Während man eine etwa 10 - 12 Jahre alte C42 A heute bereits für 22.500 Euro bekommen kann, hast Du in der Echo Klasse für den gleichen Preis mit etwas Glück noch eine Cessna 150 aus den 70ern oder 80ern im Hangar stehen. Die hat dann vermutlich so zwischen 4.000 und 6.000 Stunden auf dem Buckel. Was da an Wartung und Reparatur anfällt, möchte ich persönlich gar nicht wissen. Da würde ich mir doch lieber eine C42 A gönnen, das, was gemacht werden muss, weitestgehend selber machen und habe ein Flugzeug, mit welchem ich günstig und noch viele weitere Jahre nahezu alle Plätze in D anfliegen kann...

    Just my 2 cents :)

    PS.: Ich würde gerade deswegen immer zur UL-Fliegerei raten. Eine Lizenz zu machen ist das eine, Fliegen ist das andere. Und nur darum mache ich die Lizenz doch überhaupt. Eine größere Lizenz bringt Dir faktisch nichts, wenn Du sie nur erwirbst, um ständig irgendwelche Prüfungsflüge zu machen. Das ist meiner Meinung nach Unsinn. Außerdem wird sich in den Jahren, in denen der Lappen brach liegt, sicherlich noch etwas in puncto Anrechnung vom UL-Schein ausgehend tun. Abwarten, Tee trinken (die ULer können in der Zeit auch fliegen gehen ^^).
  • sukram schrieb:
    An diesem Punkt sollte man nochmal ganz klar ansetzen. Die Ausbildungen mögen in etwa den gleichen Aufwand bedeuten, letztendlich ist das Fliegen in der Echo-Klasse aber tatsächlich teurer. Echo Maschinen sollte man als Privatperson wohl eher chartern, da die Unterhaltskosten einfach zu hoch sind.

    Während man eine etwa 10 - 12 Jahre alte C42 A heute bereits für 22.500 Euro bekommen kann, hast Du in der Echo Klasse für den gleichen Preis mit etwas Glück noch eine Cessna 150 aus den 70ern oder 80ern im Hangar stehen. Die hat dann vermutlich so zwischen 4.000 und 6.000 Stunden auf dem Buckel. Was da an Wartung und Reparatur anfällt, möchte ich persönlich gar nicht wissen. Da würde ich mir doch lieber eine C42 A gönnen, das, was gemacht werden muss, weitestgehend selber machen und habe ein Flugzeug, mit welchem ich günstig und noch viele weitere Jahre nahezu alle Plätze in D anfliegen kann...

    Just my 2 cents :)

    PS.: Ich würde gerade deswegen immer zur UL-Fliegerei raten. Eine Lizenz zu machen ist das eine, Fliegen ist das andere. Und nur darum mache ich die Lizenz doch überhaupt. Eine größere Lizenz bringt Dir faktisch nichts, wenn Du sie nur erwirbst, um ständig irgendwelche Prüfungsflüge zu machen. Das ist meiner Meinung nach Unsinn. Außerdem wird sich in den Jahren, in denen der Lappen brach liegt, sicherlich noch etwas in puncto Anrechnung vom UL-Schein ausgehend tun. Abwarten, Tee trinken (die ULer können in der Zeit auch fliegen gehen ^^).

    Grundsätzlich hat Sukram völlig recht. Will man allerdings zu zweit Wochenend-Touren oder gar Urlaube mit dem UL machen, passt einfach zu wenig rein. Ich sehe das bei mir. Ich bin allein prima mit der C42 ins Ausland geflogen und habe den Beifahrersitz mit Gepäck vollgepackt. Mit Freundin geht das so nicht. Vor allem, wenn der Flug auch noch über das Wasser geht und man Rettungswesten und Sicherheitsequipment braucht.

    Mit LAPL muss man ja nicht unbedingt eine Cessna 172 fliegen, sondern kann auch auf Muster wie die MCR4s oder eine Jabiru-Maschine oder eine Rotax-Katana ausweichen. Dann liegt man mit den Kosten sicher nur moderat höher und hat etwas mehr Zuladung.

    Gruß

    LeCiel

  • Mein segelflugorientierter Verein betreibt seit diesem jahr auch die Ausbildung zum LAPL(A).

    Da dafür kein Flugzeug im Bestand war, haben wir eine Morane MS880 gekauft. Dieses Echo-Klasse-Flugzeug kann nun bei uns für deutlich unter 100 Euro / h/ Nass geflogen werden. Gekostet hat das Flugzeug etwa 11000 Euro, mit einem frisch grundüberholtem Motor und voller CVFR-Ausrüstung (für die Schulung halt...). Der Verbrauch liegt bei etwa 22 Litern Mogas.

    Die Steigleistung einer C42 erreicht das Teil sicher nicht, die Reiseleistungen sind aber durchaus vergleichbar. Und der Hammer: Ich hab etwa 200 Kilo Zuladung, bei VOLLEN Tanks! Und wirklich ausreichend Platz für jede Menge Gepäck.

    Wartung machen wir unter den ELA-Regeln im PART M selbst, da gibt es eigentlich nicht so viele Unterschiede zum UL.

    Echo-fliegen muss also nicht zwangsläufig teuer sein.
    Und: Der LAPL(A) ermöglicht mit wenig Aufwand auch das Fliegen von Motorseglern. Und da findet die wirklich presiwerte Fliegerei statt!

    Wer heute als absoluter Fussgänger mit dem Fliegen beginnen will, sollte tatsächlich übelegen, den LAPL(A) zu erwerben und anschliessend den SPL. So arg viel teurer ist der LAPL tatsächlich nicht und hinterher verfügt man halt über beide Berechtigungen, den LAPL hat man sogar sein Leben lang. Macht man erst den SPL, muss bei  Bedarf mit viel finanziellem Aufwand der LAPL gemacht werden.

    Einen kürzeren Weg zum UL-Fliegen mit Passagierberechtigung als über den LAPL gibt es nicht!

    Grüsse
    Thomas
  • GTi schrieb:

    Wer heute als absoluter Fussgänger mit dem Fliegen beginnen will, sollte tatsächlich übelegen, den LAPL(A) zu erwerben und anschliessend den SPL. So arg viel teurer ist der LAPL tatsächlich nicht und hinterher verfügt man halt über beide Berechtigungen, den LAPL hat man sogar sein Leben lang. Macht man erst den SPL, muss bei  Bedarf mit viel finanziellem Aufwand der LAPL gemacht werden.

    Einen kürzeren Weg zum UL-Fliegen mit Passagierberechtigung als über den LAPL gibt es nicht!

    Grüsse
    Thomas

    Danke Thomas,


    Du bringst auf den Punkt was ich ständig hier Versuche darzustellen. Ich bin "nicht" gegen UL fliegen und ich habe auch nie behauptet UL fliegen sei nicht günstiger wie Lappl fliegen. Es ist auch völlig gleich ob ich später mal nur UL-fliege oder LSA oder 2t Echo's. Was ich später mache ist jedem selbst Überlassen! Nur wer heutzutage vom Fussgänger zum fliegen kommen will, sollte es sich sehr gut Überlegen ob er nicht gleich den LAPL macht! Für ein paar mehr Euros hat er viel mehr Möglichkeiten, und das müsste jedem Anfänger auch klar gesagt werden.


    Es ist unsinnig auf den günstigern Sprit, das mehr an UL-Plätzen, ein vieleicht mal leichteres Uppgrad des Scheins zum LAPL, eine vieleicht mal kommende Auflastung, oder gar den Preis von Gebrauchtmaschinen ins Feld zu werfen, darum geht es hier nicht!!!!!


    Die einzigen die das bedauern dürften die UL Schulen und Lehrer sein, die alten Echo Schulen werden sich darüber freuen!


    Aber wenn man den UL Schein mittlerweile schon Ausbildungtechnisch so hoch anpasst, muss man sich über die Konsequenzen nicht wundern, vieleicht geht dahin auch das Kind der Grundgedanken? Oder kommt es durch die vielen Echo Flieger die mittlerweile die UL Szene überfluten?


    Egal es iss halt jetz mal wie es iss!! 


    Gruss Peter 

  • GTi schrieb:
    Echo-fliegen muss also nicht zwangsläufig teuer sein.
    Und: Der LAPL(A) ermöglicht mit wenig Aufwand auch das Fliegen von Motorseglern. Und da findet die wirklich presiwerte Fliegerei statt!

    Wer heute als absoluter Fussgänger mit dem Fliegen beginnen will, sollte tatsächlich übelegen, den LAPL(A) zu erwerben und anschliessend den SPL. So arg viel teurer ist der LAPL tatsächlich nicht und hinterher verfügt man halt über beide Berechtigungen, den LAPL hat man sogar sein Leben lang. Macht man erst den SPL, muss bei  Bedarf mit viel finanziellem Aufwand der LAPL gemacht werden.

    Einen kürzeren Weg zum UL-Fliegen mit Passagierberechtigung als über den LAPL gibt es nicht!
    So sehe ich das auch. Bei uns im Verein liegt das UL mit knapp unter 100 Euro und 170KG Zuladung nur unwesentlich weit entfernt von der ECHO-Maschine (4-Sitzer), die knapp über 100 Euro kostet und 400KG Zuladung bietet.
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