heute Morgen hab ich mir beim Kaffee mal wieder ein paar BFU Untersuchungsberichte angeschaut. Dabei sind mir gleich drei Berichte aus der jüngsten Vergangenheit aufgefallen, in denen die Unfallursache offensichtlich im Spritmangel lag.
Wenn ich solche Berichte lese, bin ich zunächst immer erstaunt von der Leichtsinnigkeit mancher Piloten. Letztlich tun wir so viel für unsere Sicherheit, dass genug Sprit im Tank eine Selbstverständlichkeit sein sollte. Wenn man dann aber mal über das eigene Spritmanagement nachdenkt, komme ich schnell ins grübeln, ob mir so etwas auch passieren könnte.
Bei Streckenflügen ist eine ordentliche W&B-Berechnung und Spritkalkulation obligatorisch. Auch bei lokalen Platzflügen und Platzrunden sollten Selbige vom verantwortungsvollen Piloten bedacht sein. Und doch wurde ich gerade zu Beginn meiner (motor)fliegerischen Tätigkeit einige Male von den Verbrauchsabweichungen insbesondere im Streckenflug überrascht. Da sind mal 100 oder 200 U/Min mehr auf der Uhr und schon glucken ein paar Liter mehr Sprit durch die Leitungen. In Anbetracht dieser Umstände - die nicht immer mit den Einträgen im Flughandbuch der ULs begründet wurden - habe ich mit der Zeit den persönlichen Sicherheitsaufschlag entsprechend angepasst.
Gerade bei den Charterern/Vereinspiloten unter uns, die nicht immer das gleiche Muster fliegen und den Verbrauch des eigenen Fliegers nicht auf 100ml genau bennen können, ist das doch bestimmt kein unbekanntes Thema - oder?
VG
expl0rer