Dies soll jetzt kein Flame-Thread werden, auch wenn er dafür wohl mehr als prädistiniert ist. Mir hatte nur ein Flugzeugkenner 1000%ig versichert das so etwas unmöglich sei. Jetzt habe ich aber vorhin in einem anderen Beitrag ein Video gesehen und Youtube hat folgendes zusätzlich vorgeschlagen.
In dem Clip verliert ein Flugzeug beide Tragflächen und es soll auch kein Fake sein. Im Text steht das an der Wartung gespart worden sei. Ich verstehe nicht ganz wie so etwas überhaupt passieren kann. Das Motor, Fahrwerk, Ruder oder ähnliches bei fehlender oder unterlassener Wartung zu Problemen führen ist wohl wahrscheinlich, aber Tragflächen? und dann auch noch beide?
Strukturversagen ist einer der häufigsten Absturzgründe NACH menschl. Versagen.
Das die Struktur bleibende Schäden davonträgt geht Ruck Zuck wenn man z.B. die max. Böengeschwindigkeit überschreitet und dazu noch die MTOW etwas optimistisch gerechnet hat.....
Wenn man Glück hat, viel Glück, dann verbiegts den Holm und man landet mit nem krummen Flieger. Wenns beschissen läuft kommt nach Falte oder Beule in der Bespannung/Blech ein "knack"
Im Modellbau kannst Du das sehr häufig sehen. Steiler Abfangbogen gepaart mit zu hoher Geschw. Kannst Du auf manntragend 1:1 übertragen
Wenn man das Manöver vom BlueSky9 fliegt ist es menschliches Versagen bzw. bricht der Flügel über Vne ab ist es menschliches wenn es unter Vne passiert strukturelles Versagen?
Dass das im Modellbau passiert hab ich schon oft gesehen, wobei die ja dann noch mit einem Flügel landen oder sogar noch rumfliegen aber ich bezweifle dass das da oben auch so einfach funktioniert.
Menchliches Versagen fängt da an wo Du die Herstellerseitigen Vorgaben überschreitest oder die Prozeduren missachtest. Bewusst oder unbewusst.
Die Betriebsgrenzen für jedes Flugzeug findest Du im Handbuch aber das solltest Du wissen.
Was fliegst Du?
Es soll einen Fall einer Faszination gegeben habe, die einen Flügel verloren hat. Wohl dokumentiert ist die Geschichte mit der C42 die in die Wirbelschleppe eines Kampfjets geriet und beide Flügel eingebüßt hat. Hier hat zuerst das Rettungssystem funktioniert und danach die Bundeswehr einen neuen Flieger spendiert. bb hei
fliegermann schrieb: Wo ist den die Grenze beim menschlichen Versagen?
Hi Fliegermann,
-Die Grenze ist bei einer Unfallanalyse fast immer genau zu erkennen. Aber hinterher sind alle sowieso immer schlauer oder tod.
Mal ist es Übermut, mal ist es fehlende Aufmerksamkeit oder falsche Einschätzung einer (Wetter-) Situation.
Hier mal ein paar Beispiele : Du kannst in eine Wolke geraten und die Orientierung (Vertigo) verlieren. Dann geht die Maschine in den Sturzflug über und erreicht problemlos den roten Strich. Jetzt in Panik am Knüppel ziehen und dann gehts wie bei BlueSky9 beschrieben. Oder da wird dann doch mal im Spaß ein Looping oder ein Turn geflogen und falsch abgefangen. Wieder knacks. Alpenflieger haben schon starke ( Auf- und Ab-) Winde und Thermik unterschätzt. Wieder knacks. Oder Abstieg aus 10000ft zum Heimatplatz in 500 ft . Macht richtig Spaß, da kommt der Geschwindigkeitsrausch und leider in 3000 ft auch die Thermik. wieder knacks und auch ungesund für den Rotax :).
Ich würde mir wegen Struckturversagen aber nicht so viele Sorgen machen. Zu langsames Fliegen, besonders in Kurven (Verwandenbesucherkurve), in der Platzrunde oder Holding halte ich eher für ein Thema. Diese Unaufmerksamkeit trifft Anfänger wie erfahrene Piloten gleichmäßig.
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