Stand Elektrofliegerei in der Schweiz

Forum - Technik & Flugzeuge
  • Chris_EDNC schrieb:
    Dann nimm den E-Up. 25.000 Grundpreis. -6.000 BAFA und -3.500 Zuschuss von VW landen wir bei 15.500.
    No brainer...
    Der Basispreis für den e-up liegt sogar nur bei 23.000€. Mit Förderung bekommt man den Wagen dann für 13.500€. Minimale Verbrauchskosten, kein Ölwechsel, keine Motorwartung, keine neuen Bremsbelege, Steuerfrei. Wie du sagst: ein No brainer.

    Das haben sich natürlich viele gedacht. VW wurde von der Nachfrage überrannt. Das Problem: Derzeit ist der e-up bis Ende 2021 ausverkauft, das heißt nicht mehr bestellbar. Alternativ kann man natürlich auch die baugleichen Skoda Citigo E oder den Seat Mii nehmen. Da sieht es mit der Verfügbarkeit aber auch nicht besser aus. 

  • Chris_EDNC schrieb:
    Dann nimm den E-Up. 25.000 Grundpreis. -6.000 BAFA und -3
    Maßstab für die Supermarktkassiererin sind 4-stellige Neupreise, und natürlich unsubventioniert. "Förderungen" wie du und @Nordseepilot wie selbstverständlich einfordern, bedeuten ja Sozialisierung der Kosten, geben mir damit Recht dass es volkswirtschaftlich eine Verlustrechnung darstellt, und können nie solche Größenordnungen erreichen dass es massentauglich ist. Solche Fördersummen müssen ja erarbeitet werden, von genau denselben Leuten, die das natürlich dann auch nicht können.

    Außerdem unterschlagt ihr beide einen wesentlichen Kostenfaktor: Die Abschreibungen auf das teure Verschleißteil Akku, die jedes Elektroauto im Unterhalt teurer machen als einen sonst identischen Benziner.

    Zuletzt nehmt ihr eine weitere, versteckte "Förderung" und damit Sozialisierung von Kosten als gegeben: Die Nichterhebung von Mineralölsteuer. Solange der Elektroautofahrer nicht äquivalent (zB durch hohe Besteuerung des Ladestroms, oder eine irgendwie anders erhobene Extrasteuer auf gefahrene Kilkometer) an den Kosten der Unterhaltung des Straßennetzes beteiligt wird, schmarotzt er von den übrigen Verkehrsteilnehmern. Das geht solange es eine kleine Minderheit macht (wenn es auch sozial ungerecht ist), aber nicht wenn es alle machen.

  • wosx schrieb:
    "Förderungen" wie du und @Nordseepilot wie selbstverständlich einfordern
    Nein, da missverstehst Du mich. Ich fordere sie nicht ein, sondern nehme sie zur Kenntnis.
    wosx schrieb:
    Die Abschreibungen auf das teure Verschleißteil Akku
    Bei z.B. Tesla verschleisst der Akku kaum und hält _locker_ mehrere 100.000km. Wohingegen moderne Verbrennungsmotore kaum so lange halten. Stichworte: Thermische Hochbelastung, Direkteinspritzung, Abgasrückführung. Man möge ein bisschen auf youtube die Videos von Redhead Zylinderkopftechnik schauen. Gruselkabinett sage ich da nur.
    wosx schrieb:
    Die Nichterhebung von Mineralölsteuer
    Nehme ich auch zur Kenntnis. Wird nicht ewig so bleiben, ich bin mir sicher, dass die Strompreise wegen Merkels bescheuerter "Energiewende" weiter steigen und auch PV-Anlagen künftig besteuert werden. Aber derweil würde ich mit einem E-Auto günstiger und vor allem(!) mit deutlich mehr Fahrfreude unterwegs sein.

    Fahr′ mal einen Tesla. Das hat mir die Augen geöffnet und mich vom E-Autogegner zum -Beführworter transformiert.


    Chris

  • Chris_EDNC schrieb:
    Nein, da missverstehst Du mich. Ich fordere sie nicht ein, sondern nehme sie zur Kenntnis.
    Gut, dann gewinnt per Definition das am höchsten subventionierte Produkt. Auf einen politischen Status Quo kann man aber keine Prognosen basieren, denn Politik ist änderbar. Und gesellschaftliche Entscheidungen darf man darauf erst recht nicht basieren, denn das sind dann Zirkelschlüsse.
    Chris_EDNC schrieb:
    Bei z.B. Tesla verschleisst der Akku kaum und hält _locker_ mehrere 100.000km. Wohingegen moderne Verbrennungsmotore kaum so lange halten.
    Bist du sicher dass du da nicht Marketing- und Fanboy-Übertreibungen auf den Leim gehst? Haben die die Physik ausgehebelt?Alle Akkus verschleißen, das ist nunmal Fakt. Und teuer sind sie auch, die von Tesla am allerteuersten. Das ist also a priori nicht plausibel. Stimmt es was ich mal wo gelesen habe, dass die in den ersten Modellen einfach Unmengen von Laptop-Akkus verbaut haben, Motto "viel hilft viel"? :)

    Dass der Kolbenmotor eigentlich ein Unding und jeder Elektromotor ihm vorzuziehen ist musst du mich nicht von überzeugen, hab ich selber oben geschrieben. Aber der Energiespeicher Akku ist so schlimm, dass bisher die Entscheidung der Gesellschaft aus guten Gründen für den Verbrenner als das kleinere Übel fiel. Und das scheint immer noch zuzutreffen, andernfalls würden sich Elektroautos auch ohne Sozialisierung der Nachteile wie geschnitten Brot verkaufen. Das ist aber nicht der Fall. Und die Befürworter wissen das insgeheim, sonst würden sie für die Abschaffung der Förderung eintreten. Ist wie bei .. ah, ich darf ja nicht politisieren :)

  • @wosx

    Du solltest Deinen Internet Zugang dazu nutzen und Dich über die aktuelle Entwicklung in der Autobranche informieren.

  • wosx schrieb:
    Gut, dann gewinnt per Definition das am höchsten subventionierte Produkt.
    Das kann und darf nicht das Ziel in einer freien Wirtschaft sein.

    Ich habe aber nichts dagegen, wenn Technologien eine Anschubsubventionierung erhalten. Photovoltaik war so etwas, sobald es lief und die Preise immer weiter gefallen sind, wurden die Subventionen immer weiter zurückgeschraubt.

    Aber auch wenn eine an sich teurere Technologie gesellschaftliche Vorteile bringt, könnte ich mir sowas vorstellen.

    Heikles Thema, Subventionen sind immer Wettbewerbsverzerrung.

    wosx schrieb:
    Bist du sicher dass du da nicht Marketing- und Fanboy-Übertreibungen auf den Leim gehst?
    Ganz sicher sogar.

    Natürlich verschleisst ein Akku (Degradation). Je nach Ladeverhalten mehr oder weniger. Das reicht von kaum messbar weil immer mit wenig Strom geladen bis zu mehreren Prozent im Jahr. Aber ein Akku mit 10 oder 20% weniger Kapazität ist ja nicht unbrauchbar. Der kann weiter gefahren werden, Reichweite nimmt halt um den Betrag ab. Bis einen das wirklich nervt, vergehen viele Jahre, wenn grossteils schonend geladen wird derer sehr viele.

    Der Preis für die Akkus im Tesla hat sich in den letzten Jahren drastisch reduziert und wird weiter fallen. Ein Austausch kostet nicht mehr die Welt, ca. 10-20.000. aber vor 500.000 km wird das kaum nötig, wenn überhaupt. Was kostet bis dahin ein Verbrenner an Unterhalt? Welcher Verbrenner erreicht heute diese Laufzeit und was kostet ein neuer Motor?

    Über die damalige Wahl von Tesla zugunsten von Laptop-Zellen haben viele gelacht. Inzwischen lacht niemand mehr.

    Chris

  • wosx schrieb:
    Außerdem unterschlagt ihr beide einen wesentlichen Kostenfaktor: Die Abschreibungen auf das teure Verschleißteil Akku
    Nun ja - Der Energieträger Erdöl ist nach dessen Verbrennung unbrauchbar (dessen Produkte der Umwandlung fallen eher unangenehm auf)

    Bei den Akkus bleiben (mittlerweile) sehr gut recyclebare Wertstoffe übrig und stünden der erneuten Verwendung zur Verfügung.

    Das größte Problem bei den Akkus und deren Verwertung ist jedoch: Die Dinger halten 500.000 km und länger. Dies zum Teil sogar garantiert ;-)

    Und zur zitierten Verkäuferin im Supermarkt. Wenn sich diese Käuferschicht einen Neuwagen zulegt, so ist dieser doch in den meisten Fällen geleast. Finanziell betrachtet ein Irrsinn (als Privatperson), aber die Automobilindustrie hält sich doch so am Leben. 

    Für diese zitierte Verkäuferin spielen dann vor allem die monatlich anfallenden variablen Kosten eine wesentliche Rolle. Welcher Antrieb weniger Spritkosten, weniger Verschleiß u. Wartungskosten verursacht liegt auf der Hand. Simples Bsp.: Durch die Energierückgewinnung werden selbst Bremssysteme weniger beansprucht -> Weniger Energie in Wärme u. wesentlich weniger Verschleiß.

    Dass diese Verkäuferin dann beim Ampelstart auch noch ihren Chef im dicken Brummbrumm daneben abledern könnte hat auch noch etwas für sich :-)

  • Unser Model 3 hat jetzt 57.000 km.  Die Reichweite ist von 495 km auf 480 km degradiert, die Batterie ist für 300-400.000 km mit Sicherheit gut. Eine neue Batterie wird in ein paar Jahren 5 bis 6.000 Euro kosten.

    Kosten bis jetzt: Keine Inspektion, keine KFZ-Steuer, ca. 500.- Euro Stromkosten (entgangene Einspeisevergütung + Supercharger). Sommerreifen sind jetzt runter und den Innenraumfilter wechsle ich jetzt selbst.

    Wir sind völlig begeistert von dem Auto, 1000 km an die Ostsee, 700 nach Südtirol, und unzählige andere Strecken nach Nürnberg oder Salzburg, uneingeschränkt Langstreckentauglich. Fahren macht Freude ohne Ende, auf kurviger Landstraße ein Genuss (gell Chris :-)).

    Tesla wird allein in diesem Jahr ca. 400.000 Model 3 weltweit verkaufen, 2019 waren es ca. 300.000. VW wird mit den ID Baureihen endgültig die Kehrtwende bringen, Porsches meist verkauftes Modell ist der Taycan.

    Der Drops ist gelutscht.

  • Smackopa schrieb:
    auf kurviger Landstraße ein Genuss (gell Chris :-)).
    Ich hatte letztens wieder ein Model S Performance für 4 Tage und bin die Alpenpässe jeden Tag(!!) hoch und runter gepest, nur unterbrochen von Ladepausen. Also wirklich von morgens um 7 (Strassen schön leer) bis zum Abend. Ich bin schon viele Autos gefahren, auch wirklich sehr gute und in die Kategorie Traumauto passende. Aber tagelang wie gestört mit einem Auto "nur so" rumgefahren bin ich noch nie zuvor. Habe dafür mein Flugzeug stehen gelassen, obwohl geiles Flugwetter war! ;))

    Chris

  • Zur Zeit werden E-Autos beim Kauf stark subventioniert, das ist richtig. Das ist aber aus meiner Sicht völlig in Ordnung. Fast jede neue Technologie benötigt eine Anschubfinanzierung, bevor sie wettbewerbsfähig wird. Das Beispiel Photovoltaik wurde ja bereits genannt: die Anlagen aus den 2000er Jahren wurden mit über 50ct je kwh bezahlt, heute ist der PV-Strom neuer Anlagen je kwh der günstigste auf dem Markt.

    Durch die stark sinkenden Akkupreise werden E-Autos in maximal 4 Jahren billiger als vergleichbare konventionelle Autos. Bis dahin werden auch die Subventionen sukzessive zurückgefahren.

    Man muss auch bedenken, dass diese Subventionen die deutsche Autoindustrie mit mehreren 100.000 Jobs retten sollen. Das wird leider nicht vollständig gelingen, aber zumindest der VW-Konzern hat ganz gute Überlebenschancen. Für Mercedes und vor allem für BMW dagegen sehe ich schwarz.

    Nochmal zu den Kosten für die Autokäufer: Meine Frau hat sich jetzt den ID3 bestellt. Der braucht real 15kwh im WLTP-Mix. Wenn ich die Kosten unserer PV-Anlage auf 20 Jahre umlege, kostet eine kwh etwa 6Cent. Das heißt, der Wagen hat reale Verbrauchskosten von 90ct auf 100km. OK, nicht jeder hat ein Haus mit PV-Anlage. Aber bei Hausbesitzern ohne PV-Anlage und ohne E-Auto frage ich mich mittlerweile ernsthaft, ob die Leute zu viel Geld haben.

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