Marvin_0 schrieb: mir ist nur nicht klar ob das so im Stratux Europe funktioniert, oder ich den ermittelten PPM wert in die Stratux Settings hätte schreiben sollen, statt in die SDR Serial
Kannst du machen wie du willst. Ob es klappt siehst du beim Start wenn du ins Log schaust:
2019/07/18 13:28:23 ===== ES Device Serial: stx:1090:23 PPM 23 ===== 2019/07/18 13:28:23 Entered ES read() ...
ich bewundere ja nach wie vor Euer Können sowie Euer Engagement.
Für mich hat sich in den vergangenen Tagen öfter die Frage aufgetan, wie Ihr programmatisch die Entfernung von non-ADS-B-out Transpondern bestimmt/schätzt. Ich weiß, es hängt mit der Stärke der empfangenen Signale zusammen. Wenn ich mir aber jetzt vorstelle, dass es Transponder gibt, die mit einem Vielfachen der Leistung anderer Transponder ausstrahlen, stelle ich mir - als Laie - diese Aufgabe ziemlich unlösbar vor.
Also, worin liegt die Lösung bzw. Annäherung zur Lösung? Ich würde gerne verstehen, wie der Stratux arbeitet.
Ja, ist schwer bis unöglich und daher ist auch die Qualität der Abschätzung mit sehr viel Vorsicht zu genießen. Letztendlich ist es nicht mehr als eine Faustformel (alle 6dB doppelte Distanz), multipliziert mit einem Faktor von initial 3000. Anschließend wird anhand der ADS-B Targets gelernt. Sprich: Es wird auch für die ADS-B Targets die Distanz geschätzt und mit der echten Distanz verglichen. Haben wir uns überschätzt wird der Faktor leicht nach unten korrigiert, haben wir unterschätzt dann leicht nach oben. Der Faktor wird also permanent etwas korrigiert.
Heißt letztendlich: Flieger mit wenig Sendeleistung werden etwas weiter entfernt geschätzt, Flieger mit viel Leistung etwas näher dran. Lässt sich nicht vermeiden. Insbesondere im Nahbereich <5nm scheint das aber doch halbwegs zu funktionieren Alles > 10nm ist dann hingegen mehr oder weniger Raterei..
Man muss dazu sagen: Ein Fehler von z.B. Faktor 1.5 klingt vielleicht nach viel (statt 30nm werden 45 geschätzt), ist aber im Nahbereich eben weit weniger gravierend (statt 1nm werden 1.5 geschätzt).
Wie dem auch sei, es ist und bleibt Raterei. Die Distanz ist mit vorsicht zu genießen. Im Wesentlichen kann man daran vielleicht ablesen ob ein Flieger näher kommt bzw. sich entfernt. Viel mehr nicht.
EDIT: Ah, und das Signal wird über die Zeit etwas geglättet, um nicht zu viele Sprünge zu haben. Insbesondere bei Airlinern die normal zwei Antennen haben (eine oben, eine unten) würde sonst permanent zwischen weit weg und nah dran alternieren. So ist es eben ein Mittelwert.
EDIT2: So ist das bisher nur beim NMEA-Out. Das Radar ist derzeit noch etwas anders. Im wesentlichen ohne den "lernenden" Faktor, sondern ein fixer. Bin mit TomBric im Gespräch ob wir das angleichen sollen.
svenelk schrieb: Nebenfrage, wenn der Transponder Code auf default "F00000" bleibt, scheint die Anzeige der Transponder Mode-S eingeschränkt zu sein. Ist mit der Default Einstellung etwas im Stratux Code verbunden, das irgendetwas in der Übertragung "abklemmt"?
Nur falls diese Frage noch nicht beantwortet wurde: wenn Stratux die Kennung des eigenen Fliegers nicht kennt, wird er diesen Transponder als stärkstes Signal interpretieren und andere deshalb gar nicht anzeigen.
Marvin_0 schrieb: mir ist nur nicht klar ob das so im Stratux Europe funktioniert, oder ich den ermittelten PPM wert in die Stratux Settings hätte schreiben sollen, statt in die SDR Serial
Ich mach das wie folgt (alles auf der Stratux Kommandozeile):
Ermitteln des stärksten GSM900 Kanals (in Deutschland): kal -d 0 -s GSM900 -g 0 (ergibt z.B. Kanal 45)
Ermitteln des SDR 0 PPM: kal -d 0 -b GSM900 -c 45 (ergibt z.B. 24)
Ermitteln des SDR 1 PPM: kal -d 1 -b GSM900 -c 45 (ergibt z.B. 15)
Programmieren der SDR 0: rtl_eeprom -d0 -s stx:1090:24
Programmieren der SDR 1: rtl_eeprom -d1 -s stx:0:15
Stefan G. schrieb: Ich mach das wie folgt (alles auf der Stratux Kommandozeile):
Ja, ich hatte das auch in der Tat ziemlich genau so gemacht. Nur dass ich für jeden SDR jeweils einen kompletten Kanalsuchlauf durchgeführt habe. Aufgrund der unterschiedlich abgestimmten Antennen sind da auch ander Kanäle am Ende herausgekommen.
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