Markus wir sollten CBK dankbar sein für seine Infos, er geht oft an die Grenzen
des machbaren und auch drüber! Wenn ich das hier so lese bin ich ja 😀 froh
9 Jahre Edlo überlebt habe . Das die eine oder andere Echo im Sommer bei guter Beladung vor dem Berg etwas nach rechts oder links abdreht um den Bäumen nicht zu nah zu kommen ist doch hier alltäglichen .Da habe ich jetzt mit meiner neuen Topaz das Problem sie gleitet ohne Ende und über die 22 muss man sehen
sukram schrieb: Manchmal frage ich mich... Tja... Und dann geht das Kopfkino irgendwie los...
Natürlich rein fiktiv, aber manchmal stelle ich es mir so vor:
Du ziehst Deine "gelbe Bierkiste" gekonnt (also gekonnter als jeder andere) aus irgendeinem Hangar, der eine Nummer auf der Seite aufgedruckt hat, die hier absolut niemanden interessiert. Dann schaust Du im ulForum nach, was man als nächstes tun muss und postest nebenbei die erste Schreckensgeschichte von den mächtigen Rotoren des Teutoburger Waldes die den armen Windsack malträtiert und Deine Frisur fast zerberstet hätten. Noch schnell ein Blick in die Wetter-App: "CAVOK, Wind Calm, NOSIG". Das kann ja "heiter" werden.
Nun setzt Du Dich in Deinen Flieger und versuchst mit einem "ordentlichen Slip" zur 22 zu gleiten. Dann sagst Du Dir: "Nein ihr Leute und Pauker da draußen, heute nicht. Ich brauche heute Adrenalin.". Mutig drehst Du um, winkst cool durch Deine Sonnenbrille blickend den nicht anwesenden Menschen auf der Terrasse zu und rollst doch lieber zur 04, weil das alles so krass spektakulääääääääääääär ist. "Wuhu!", entgleitet es Dir kurz, "Das war ein Abenteuer. Davon werde ich gleich im Forum berichten...".
Oh, hab ich Dich zum Kopfkino animiert und Dir damit regelmäßig den Tag versüßt?
Kann man im Hintergrund den Teuto sehen und steht der Windsack nicht total neben sich, sollte es fliegbar sein. Wolkenuntergrenze 1400ft msl ist so mein persönliches Minimum, weil wir im Gegenanflug noch eine Stromleitung stehen haben.
Aber was der Slip mit "Ich brauche heute Adrenalin." zutun haben soll, ist mir schleierhaft. Slipst Du so selten, daß die Fluglage Dir Angstzustände bereitet? Für mich ist das jedenfalls ein ganz normales Verfahren, um Höhe abzubauen. Fertig. Und ja, es macht Spaß. Warum es die anderen nicht auch häufiger machen entzieht sich meiner Kenntnis.
sukram schrieb: Danach fliegst Du die sauberste Platzrunde, die je gesehen wurde. Du misst sie in Echtzeit mit einem Laser aus, um sie keinen Millimeter zu verfehlen. Im Endanflug angekommen, setzt Du die Klappen auf Stufe 1 und dann auf Stufe 2. Dann setzt Du sie auf Stufe 1 und dann auf Stufe 2. Und dann setzt Du sie wieder auf Stufe 1 und dann slippst Du den Slip des Todes und setzt die Klappen auf Stufe 2. Dann setzt Du die Klappen auf Stufe 1 und dann auf Stufe 2. Dann setzt Du die Klappen auf Stufe 3, danach auf Stufe 1 und dann auf Stufe 2. Du willst die Klappen eigentlich gern auf Stufe 4 setzen. Aber es gibt keine Stufe 4. Du setzt die Klappen auf Stufe 1. Und dann setzt Du sie doch wieder auf Stufe 2, weil Du nicht möchtest, dass sie auf Stufe 1 einen unordentlichen Eindruck machen.
Nee du ich wedele nicht mit den Klappen wie mit der weißen Fahne. Kapituliert wird nicht. ;-)
Also Anflug auf die 22: Zuerst einmal nehme man im Queranflug auf Platzrundenhöhe so grob über dem Freibad das Gas komplett weg, auf das die Mädels beim Blick nach unten auf die Wiese nicht flüchten, weil sie merken, daß da jemand kommt... ;-P
Nee, das mit den Mädels lassen wir an der Stelle mal. Also Gas raus, gleiten, Tempo rausziehen, irgendwann nach Gefühl Klappen 1, im Endanflug Klappen 2 und der genaue Gleitwinkel wird dann mittels Slip geregelt. Slippen kann man ja stufenlos. Motto während der Phase: "Ich bin hier, da unten ist die Piste, dann mal rein mit dem Otto." Laservermessung, Radar-Höhenmesser, ... alles überflüssig. Die Ausrichtung muß auch erst wirklich passen, wenn man aufsetzt und nicht vorher schon.
Ergebnis vor ein paar Tagen:
14 Anflüge auf die 22, alle gleitend ins Ziel gebracht, also ohne Schleppgas. Danach wurde es leider viel zu früh dunkel. Ok, das Wetter war echt Cavok.
12 davon reingeslipt
einer paßte so mit den Klappen
einmal die Klappen wieder eingefahren, um nicht zu kurz zu kommen
Aber soviel und her, wie von Dir beschrieben... also so sportlich bin ich dann auch nicht, um das in dem kurzen Endanflug hinzubekommen. ;-)
Bei den 10 der 14 Landungen konnte ich schon vor der Halbbahnmarkierung abrollen. Habe extra gerade für Dich bei Google-Maps nachgemessen. Zwischen Schwelle und Rollweg sind 280m Piste. Wir sind hier ja so auf die Zahlen scharf.
Warum ich da so verbissen bin? Weil ich irgendwann mal die Pax-Berechtigung machen will und ich selber der Meinung bin, daß ich dafür nicht gut genug bin. Also andere Piloten mitnehmen, damit hätte ich auch jetzt schon moralisch kein Problem. Aber einen wirklichen Füßgänger einsteigen zu lassen, der wirklich blind darauf vertraut, daß ich ihn wieder heile runter bringe? Nee du, dafür muß das noch besser werden. Da lege ich meine persönliche Meßlatte noch ein ganzes Stück höher, auch und gerade was das Fliegen in schlechtem Wetter und Landen mit boeigem Seitenwind angeht.
Eine schöne Beschreibung der Platzrunde in EDLO. Ein Teufelsritt sozusagen. Aber eins musst du mir erklären @cbk? Wieso slippst du so viel und so oft? Das Manöver ist doch für den raschen, kontrollierten Höhenverlust gedacht? Wenn du eine gute Einteilung in der Platzrunde hast, dann brauchst du doch im Normalfall nicht bei jeder Landung slippen? Oder werdet ihr bei euch am Platz im Endanflug in die Höhe geblasen?
@BlueSky9 Könnte man so sagen. Zumindest an den Tagen, an denen die Segelflieger die Sandkuhle im Endanflug der 22 einkreisen, kannst davon ausgehen, daß es da dann aufwärts geht. Aber wenn man alle Register zieht, normalerweise fliege ich nicht mit voll gesetzten Klappen an, hat der Vogel ja nicht bloß Gleitzahl "Backstein" sondern Gleitzahl "Betonklotz", wenn man da nach dem Hangsoaring im Queranflug den Hang runter fliegt.
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