Schwimmerproblem Bing-Vergaser beim Rotax 912

Forum - Technik & Flugzeuge
  • BlueSky9 schrieb:
    das passiert durchaus - aber erst dann, wenn die Schwimmer soweit
    abgesoffen sind, dass sie das Schwimmerventil nicht mehr gegen den
    Benzindruck geschlossen bekommen...   Dann sabberts...
    ...und dann stottert der Motor, die Kerzen sind schwarz vor Ruß, genau wie der Auspuff und die Frage ist, wie lange das noch gut geht.

    Meine neuen Kerzen sind jedenfalls 9 Std nach der 200h-Kontrolle und 3. Austausch der Schwimmer rabenschwarz. Als nächstes werde ich wieder wiegen und mich ggf. dazu entschließen, die MS-Schwimmer einzusetzen. So geht′s nicht weiter.

  • Jetzt eine Frage an euch alle: Wenn die Schwimmer ok sind, was habt ihr dann im Steigflug für EGT Werte? 

    (...ich gehe davon aus, dass die EGT als Referenzwert für die Fettigkeit des Gemisches recht gut geeignet ist.)

  • Im mäßigen Steigflug um die 740 Grad, WOT bis 800 Grad.

    Thomas


    Schade, ist hier unscharf, Die Werte liegen in dieser Konfiguration zwischen 711 und 740 Grad. War ein Sommertag.

  • auf meinen 914 hatte ich mit dem alten Display max 920 grad.

    Dann Display gewechselt, und schon sind es 50 Grad weniger.

    Natürlich sind total verrusste Kerzen ein Zeichen, aber um die Kerzen richtig zu lesen, müsste man nach dem man 10 Minuten lang den richtigen Lastzustand/Höhe fliegt, den Motor Ausschalten und dann die Kerzen lesen. Was natürlich suboptimal ist.

  • Ich denke auch, dass diese Werte nicht besonders zuverlässig sind. Eher so was wie ne Hausnummer. Das Kerzenbild ist sicher interessanter. 

    Mein Motor ist ein 912 mit 80PS  

    Thomas

  • Hier mal ein Bild vom Schwimmer (ca. 15 Jahre alt) und vom Taucher (war neu).

    Wichtig sin die beiden Messingschörpel die über die Brücke das Ventil schließen

    .

    Otto 1692

  • BlueSky9 schrieb:
    Aber nur, wenn das Volumen der Schwimmer auch genau gleich ist :)
    Ein "etwas größerer" Schwimmer (mehr Verdrängung) darf natürlich auch "etwas schwerer" sein.

    Zudem ließe sich ein etwas höherer Benzinpegel (fetteres Gemisch) sicher
    durch andere Maßnahmen (z.B. keinere Hauptdüse) kompensieren, denke ich  ;-)

    Im Grunde könnte man schonmal auf die Schnelle einen einfachen EGT Vergleich
    machen:  "nicht Taucher BING Schwimmer" vs. "Marvel Schebler Schwimmer"...
    1)  - logisch....

    2) - besser ist es den Betriebsschwimmerstand einzustellen, indem man den Konstruktionsschwimmerstand verändert. Mit anderen Worten die Höhe des Hebels (Bezeichnung bei Rotax = Schwimmeraufhängung) anders einstellt.

    3) - beim EGT-Vergleich stellt sich zuerst die Frage, an welchem Krümmer man das messen sollte um aussagefähige Werte zu erhalten. Das größte Problem beim Rotax sind die nicht vorhersehbaren Abgaswerte ( CO und HC ) der einzelnen Zylinder über den gesamten Drehzahl- und Lastbereich und folglich auch die damit einhergehenden Abgastemperaturen.

    Viele Grüße vom Bodenpersonal im Ruhestand
    Ralf

  • Hallo,

    >
    > 2) - besser ist es den Betriebsschwimmerstand einzustellen, indem man
    > den Konstruktionsschwimmerstand verändert.
    >

    Ja - aber wenn ich z.B. Fremdfabrikat-Schwimmer (mit mglw. anderer Dichte)
    einbauen möchte, dann habe ich ja dazu erstmal keinen Konstruktionsschwimmerstand.
    Dann wäre ein Vergleich der Betriebsschwimmerstände ein gutes (das einzige) Mittel.


    >
    > Das größte Problem beim Rotax sind die nicht vorhersehbaren
    > Abgaswerte ( CO und HC ) der einzelnen Zylinder über den gesamten
    > Drehzahl- und Lastbereich und folglich auch die damit einhergehenden
    > Abgastemperaturen.
    >

    Dem kann ich zustimmen - die EGTs sind schon bei verschiedenen
    Installationen sehr unterschiedlich - warum auch immer.

    Was aber im Grunde viel besser geht als das Feststellen von "absoluten" Werten
    ist ein "relativer Vergleich" bei ein und dem selben Flieger.

    Wenn man seine EGT Installation im Flieger unverändert lässt, dann
    lassen sich aus den Veränderungen schon "Trends" ablesen / ableiten.

    Dazu muss man natürlich ganz individuell erstmal EGT Werte erfliegen -
    mit *guten* Schwimmern.  Dann kann ich mit "Tauchern" oder "Marvel Schebler
    Schwimmern" vergleichen...   ;-))


    BlueSky9

  • Wenn der Pegelstand sich um ein Paar mm verändert, dürfte sich die EGT bei Reiselast kaum verändern. Signifikante Änderungen dürfte es erst geben, wenn das Ventil nicht mehr schließt. Von mir aus braucht es 120 mm Höhenabweichung um 0,01 Lambda zu verändern. 

  • @Werner1966

    120mm? Echt so viel?

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