Grundplatte für Transponderantenne

Forum - Technik & Flugzeuge
  • RPILOT Die Frage ist auch inwiefern beispielsweise die Durchführung der Transponderprüfung im Rahmen der JNP Aufschluß über den Optimierungsgrad geben kann.
    Hie klinke ich mich mal kurz mit ein:

    Was wird bei der Prüfung eigentlich gemacht? Aufbau der Datenpakete, Empfang- und Sendeleistung kann ich mir ja noch vorstellen, aber Abstrahlwinkel und die Höhenencodierung? Gehört das dazu? Wenn ja, wie läuft das ab?

    Bye Thomas
  • Hallo,

    dazu hab ich mal in das letzte Prüfprotokoll reingeschaut - getestet wird mit entsprechenden Prüframpen für AC und S, die den Arbeitsdatenbereich einmal durchfahren. Verglichen werden hier die Testwerte mit den für den jeweiligen Gerätetyp hinterlegten Toleranzwerten.
    Beurteilt wird auch die Feldstärke bzw. abgeleitet die Sendeleistung in dBW. Prüfwerte im Bereich von 20 dBW repräsentieren eine Sendeleistung über 100 Watt. (Pulsleistung abhängig von der Länge der Datenpakete). Wenn ich das richtig sehe, ist die an der Rumpfunterseite angebrachte Stabantenne prinzipiell ein Rundstrahler ohne ausgeprägte Richtwirkung.

    Gruß aus Köln
  • Danke für die Info. Wie wird denn die Höhe simuliert? Muss der Unterdruckeingang des Transponders/Encoders zugänglich sein?

    Bye Thomas
  • Transponder übermitteln immer nur die auf den Standardwert von 1013 hPa bezogene Höhe, die man beim TRIG zumindest auch im Display angezeigt bekommt. Auf die individuelle QNH wird erst in der Flugsicherungstelle  umgerechnet.
    Insofern glaube ich wird die AD Wandlung des Drucks nicht erfasst, sondern nur die Qualität der Datenrange in der Ausgabe.
    Praktisch ist es ja so, daß bei relevanten Abweichungen von der angewiesenen Flughöhe entsprechende Korrekturanweisungen vom Controller kommen werden.

    Gruß aus Köln
     
  • Danke für die ergänzenden Infos!

    Bye Thomas
  • Hallo miteinander,




    ich habe damals ein Alublech von ca 25 x 35 cm am Rumpfboden installiert. An der Kontaktstelle zur Antenne ist nicht lackiert. Platz- und einbaubedingt musste es an dieser Stelle auf die Außenseite, was allerdings nicht viel zur Sache tun sollte. Jetzt funktioniert das ganze oft sehr gut, allerdings passiert es mir immer wieder, dass in Gebieten mit schlechter Radarabdeckung (auch in großen Höhen) oder tief vor oder in einer Kontrollzone (2500 ft Portoroz bzw letztens 2800 ft München beim Crossing) der Radarkontakt abreißt. Stecker, Kabel und Transponder scheinen eig ok zu sein. Ich habe bemerkt, dass es oft an der Fluglage liegt, wie gut sich Radarkontakt herstellen lässt. ZB konnte die Lotsin in München kurz vor Foxtrot1 keinen Radarkontakt herstellen und ich musste abdrehen, beim abdrehen flog ich eine steile Linkskurve, dabei war die Antenne also etwas aufgerichtet. Dann hats gleich geklappt und ich konnte durch. Der Radarkontakt ist dann komischerweise auch nichtmehr abgerissen.. Hat jemand eine Idee, was an der Installation der Groundplane so suboptimal ist? Komisch ist auch, dass dann manchmal nur Mode C anstatt Mode S gesendet wird. Der VT-01 Ultracompact hat eig einen umfangreichen Selbstcheck und zeigt keine Fehler an.

    Grüße Sandro
  • Hallo Sandro,

    an Antenne und Groundplane kann es eigentlich nicht liegen, solange die sauber elektrisch miteinander verbunden sind. Die "Richtwirkung" dürfte eher eine Folge eines zu schwachen Signals sein. Die Abstrahlung der Antenne ist natürlich nie perfekt - aber solange das Signal stark genug ist, fällt das nicht weiter auf. Dass manchmal nur Mode C statt Mode S ankommt, passt meiner Meinung nach auch dazu (der Transponder sendet in Mode S ja beides und ich denke, dass die Mode-S-Pakete dank mehr Dateninhalt störanfälliger sind).

    Ich habe bisher zwei Transponder-Antenne ("Haifischflosse") ausgemessen, eine davon mit einer eigentlich zu kleinen Groundplane (Maße weiß ich nicht mehr). Beide waren mit einem Return-Loss von mehr als 20 dB perfekt.

    Ich hätte da vor allem Kabel oder Stecker in Verdacht. Ich selbst hatte auch mal einen stark korrodierten BNC-Stecker an einer Antenne - das war auf den ersten Blick aber nicht zu sehen.

    Wenn es nicht offensichtlich das Kabel ist, hilft wohl nur jemand mit passender Messtechnik weiter...

    Gruß
    MCRider
  • Hallo MCRider,

    danke für deine Antwort, ich werde dann als nächsten Schritt am besten mal das Antennenkabel tauschen und mit neuen Steckern versehn... und dann vielleicht mal von einem LTB alles ausmessen lassen. Mal sehen obs dann funktioniert :)

    Grüße Sandro
  • Ich möchte noch einen Aspekt hinzufügen, der neben der Erreichbarkeit der jeweiligen FIS-Stelle mit unserem Transpondersignal, den Piloten selbst betreffen kann.

    Wie wir spätestens seit dem Bundeswehr-Skandal um die vielen Krebserkrankungen unter den Soldaten, welche auf den Radarüberwachungsstationen Dienst getan haben, wissen, können Radarstrahlen in vielfacher Form Krebs auslösen. Dort war es der Primärstrahl auf den unsere Transponder ihrerseits antworten. Unsere Antwortfrequenz ist noch leicht höher als die des Primärstrahl, wodurch sie keinesfalls weniger gefährlich ist. Der gängige Transponder Filser TRT 800 hat eine Sendeleistung von 71 Watt. Wer in einem Mikrowellenofen durch das Fenster mal zugeschaut hat, was mit biologischem Gewebe bei einer Leistung von 500 Watt Radarbestrahlung geschieht, möchte sicher nicht gerne mit seinem Allerwertesten direkt über der unabgeschirmten Antenne sitzen.

    Die Transponder und Antennen, die wir verwenden, sind primär für Blechflugzeuge entwickelt worden. Darin sind sie gut. Wir sitzen meist in Tuch- oder Kunststofffliegern, die keine Faradayschen Käfige sind. Wir sollten drum den Transponder sparsam verwenden, und wenn, dann nur mit einer möglichst großen Grundplatte. Schließlich gibt es zur Kollisionswarnung noch das völlig ungefährliche FLARM.

    Allseits guten Flug
    Bertram
  • Hallo Bertram,
    deine Bedenken in allen Ehren, nur ist die Grundlage physikalisch unsinnig. Die Radargeräte um die es bei den Strahlenschäden ging, haben eine mehrere Größenordnungen höhere Leistung.

    Die energetische Wirkung der Strahlung nimmt mit der dritten Potenz des Abstandes ab. Also 10 cm Abstand bei der Mikrowelle und 100 cm bei der Transponderantenne unterscheiden sich in der physiologischen Wirkung um den Faktor 1000. Außerdem ist die Frequenz der Mikrowelle genau auf die Schwingungen der Wassermoleküle abgestimmt. Das Gewebe erwärmt sich durch die Resonanz der Wassermoleküle. Andere Frequenz, geringere Wirkung.

    Die ausgesprochene Warnung: "Transponder nur wenn nötig" ist jedoch hochgradig gefährlich. Ein Verkehrsflieger, ein Radarlotse, FIS, ein TCAS-System sehen dich nur, wenn du einen Transponder aktiv hast. All die genannten sehen auch dein Flarm nicht.

    Ulf
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