Netter Exkurs! Tatsächlich bezeichnen wir heute die Evoution als stastistischen Erfolg der erfolgreichen Abweichung über die Erfolglose. Wenn Du also nicht zur See fährst, weil du Angst vor Wasser hast, wirst du nie Amerika finden aber wahrscheinlich auch nie ertrinken. Das Individuum wird belohnt (Überleben durch Vermeidung der Gefahr), aber die Gemeinschaft stirbt an Inzest, weil das Blut nicht aufgefrischt wird. Der Teil deiner Aussage ist zweifellos richtig. Was mich an Teilen der Diskussion stört ist aber etwas anderes. Das man Angst for dem Wasser hat und deswegen nicht schwimmt, ist ja noch nachvollziehbar. Die Bezugs-Diskussion allerdings hat eine Qualität wie Angst vor Spinnen - deshalb kein Schwimmen nach Amerika. Eine Diskussion über vermeidbare Risiken wäre ja durchaus o.k., was aber sind Risiken, die keinen Bezug haben und trotzdem diskutiert werden?
Das man gerne mal alle möglichen Risiken auf einen Zettel schreibt und dann wegstreicht, was für den aktuellen Fall noch in Frage kommt, ist eine im Prinzip richtige Vorgehensweise. Aber vor dem Wegstreichen schon Angst zu entwickeln, ist deutlich an der Sache vorbei und nicht zielführend. "Brainstorming" ohne Brain. Angst zu haben wird als Artigkeitsprinzip entwickelt. Dann wäre es eigentlich nur konsequent, mit der Fliegerei aufzuhören.
Ganz kurz dazu, was ICH wahrnehme um mich herum. Im Bereich zertifizierter Luftfahrt sehe ich Standzeiten, Probleme und Ausfälle aus Technologien deren Kernargument die Vermeidung des Einflusses eines Batterieausfalls ist. Eine aus- oder abgefallene Batterie habe ich aber in 20 Jahren noch nicht gesehen, wohl aber sehr viele Probleme in den Vermeidungsstrategien.
Pete