Sprachausgabe-Höhenmesser (Laser / Radar / Ultraschall) für Landeanflug

Forum - Technik & Flugzeuge
  • Quantil schrieb:
    Müsste eigentlich recht easy zu programmieren sein.
    Es gibt zahlreiche Park-Distance-Control-Projekte auf Arduino-Basis. Das wäre im Grunde genommen nichts anderes. Nur, dass man das System halt nicht horizontal sondern vertikal einbauen würde...

    Für die Reichweite sollten 40 Meter locker (!) ausreichen. Das wären 130 ft. Da schließt doch gerade erst der Bordshop und man macht noch ein bisschen Sightseeing oder nicht? Aber Spaß bei Seite, wäre schon eine feine Spielerei: "One hundret, fifty, fourty, thirty, twenty, ten, five, retard, two".

    Ich würd′s echt feiern! ;)

  • sukram schrieb:
    wäre schon eine feine Spielerei:
    Ja, etwas Airliner-feeling im UL :-)  Aber neben den "Bastlern" die sowas feiern fällt mir noch eine weitere Gruppe der Interessierten ein: UL'er die ihr Gerät IFR-tauglich machen wollen. Hab ich mir nicht ausgedacht, ich kenne ein UL und ein Experimental mit so einer Ausrüstung. Und das sind keine Bastler... 
     
    Zum Thema: Ich glaube es wird nicht einfach eine gewisse Glättung und Referenzierung reinzubekommen. Die Ansage soll ja nicht alle Unebenheiten melden, vielmehr ist ja eigentlich die Piste die Höhe null. 
  • sukram schrieb:
    Es gibt zahlreiche Park-Distance-Control-Projekte auf Arduino-Basis. Das wäre im Grunde genommen nichts anderes. Nur, dass man das System halt nicht horizontal sondern vertikal einbauen würde...
    Ja, aber da liegt denke ich das Problem. Beim Park-Distance-Control wird ja "in langsame Fahrtrichtung" gemessen, während beim schnellen Fliegen und dabei nach unten messen.
    ronnski schrieb:
    ich kenne ein UL und ein Experimental mit so einer Ausrüstung. Und das sind keine Bastler... 
    Ist ja eine Preisfrage - die Systeme gibt es ja fertig zu kaufen, allerdings für mehrere 10.000 Euro....

    Möchtest du mal fragen, wie die es gelöst haben?

  • HansOtto schrieb:
    Aber dazu wäre noch ein Absolutdrucksensor (Abgleich Höhe, Sinkgeschwindigkeit, für Berechnung der retard Ausgabe), sowie einen Gyro für die Lage des Fliegers, da man beim Abfangen/Anflug ja nicht direkt Waagerecht ist, und somit ja der Abstand zum Boden ja falsch berechnet wird, wenn der Lida (übertrieben) aufs ende der Piste zeigt und die Entfernung nennt
    Die kommerziellen Lösungen haben meines Wissens nach nur einen breit streuenden Sender, der dann die Antwort auch bei geneigtem Flugzeug einfängt. Ich denke dies wäre auch die einfache und gute Lösung für den Eigenbau.
    nibbler schrieb:
    darf man fragen, wozu das ganze sein soll? Reine Spielerei, oder habt ihr Leute, die die Höhe nicht so einschätzen können?
    Reine Spielerei, wobei es bestimmt bei Vereinsmaschinen und in der Ausbildung etwas Verschleiß verhindern könnte.
    Quantil schrieb:

    Brüller, aber nur weil ich seit Monaten an sowas denke. Fände ich einfach witzig aus einem Lautsprecher oder halt Bluetooth, die natürlich auf UL Masstab bezogenen Ansagen (10,5,2, retard....), zu bekommen. 

    Habe bisher an Raspberry+Ultraschallsensoren gedacht. Müsste eigentlich recht easy zu programmieren sein. 

    .........ja - ist total sinnfrei - aber witzig

    Schön zu sehen, dass ich nicht der einzige bekloppte bin. :-)
  • Ein RTK GPS einbauen und vorher die Höhe der Schwelle damit exakt vermessen scheint mir der einfachere und erfolgversprechendere Ansatz zu sein. Funktioniert dann allerdings nur auf bekannten (vermessenen) Pisten gut.

  • FlightControl schrieb:
    Möchtest du mal fragen, wie die es gelöst haben?
    Die sind selten am Platz aber ich versuche es mal. 
    FlightControl schrieb:
    allerdings für mehrere 10.000 Euro....
    Geld war da nicht so das Thema...
  • Ich denke, mit Ultraschall wird das Projekt nicht wirklich umsetzbar sein.

    Angenommen, der Sender/Empfänger hat einen Durchmesser von 10cm: bei einer horizontalen Geschwindigkeit von 30 m/s (ca. 100 km/h) überfliegt man diese Distanz innerhalb von 3,3 millisekunden. In dieser Zeit würde Schall einen Hin-und Rückweg von ca. 0,5m schaffen... :-)

    Sprich, sobald ein Sensorwert käme, wärs schon "Retard!" :-)

    Da ich ein wenig aus der Airliner-Welt komme, kann ich ein bisschen dazu beitragen (zumindest wie es high-level funktioniert).

    Der "Radio Altimeter" nutzt Funkwellen, die vertikal in einem Konus nach unten gesendet werden und die Zeit gemessen wird, um die Höhe unter 2500ft AGL zu messen (darüber ist das System deaktiviert bzw. reagiert nicht). Sprich, es ist ein autarkes System was weder von einer Datenbank noch vom GPS abhängig ist. Oft gibt es auch mehrere Sensoren, um Pitch/Bank Effekte zu minimieren. Also wirklich ähnlich zum PDC beim Auto (oder Echolot beim Boot), nur halt eben mit Funkwellen statt Schall. Licht ist halt ein bisserl schneller :-)

    Lidar könnte ein interessanter Ansatz sein, aber man müsste das Signal ein wenig filtern (z.B. beim überfliegen von Hindernissen wie Bäumen und generell Sensorrauschen).

    Alternativ nutzt man eine Terrain-Datenbank (die man sogar kostenlos herunterladen kann). Diese gibt es in unterschiedlichen Auflösungen, von grob (30 Arc-Seconds Auflösung, entspricht ca. 925m am Äquator) bis hin zu 30m oder gar noch höhere Auflösung. Mit einem GPS Empfänger könnte man also die Höhe über Grund einigermaßen abschätzen. Vermutlich aber nicht exakt genug, um wirklich das Abfangen zu timen (die meisten GPS Empfänger haben eine Updaterate von 1 Sekunde).

    Aber ein countdown wie beim Airliner vom GPWS (Ground Proximity Warning System) wäre damit schon machbar, denk ich.

    Genauso spannend fände ich ein selbstgebautes RAAS System (Runway Advisory) - das ist das System, was akustisch die Runway ansagt - z.B. "Approaching Runway 13 L" oder "Runway Ahead". Aber dazu bräuchte man eine Liste von Flugplätzen mit den Koordinaten der Schwellen und Ausrichtungen. Für Verkehrsflugplätze mit ICAO Kennung ist das nicht das Thema, aber ich denke an die ganzen UL Plätze... Aber sorry, Threaddrift :-)

  • marcom schrieb:
    Ich denke, mit Ultraschall wird das Projekt nicht wirklich umsetzbar sein.
    Ok, also zunächst einmal bietet sich Ultraschall nur unterhalb von ca. 5m an, das sind zumindest im Standardbereich die weitesten Reichweiten einfacher Ultraschallsensoren.

    Darüber würde ich einen industriellen optischen Sensor nehmen. Sagen wir mal mit einer Messrate von 10 kHz hast Du dann 3 mm horizontale Bewegung pro Integrationszeit, da solltest Du noch ein verlässliches Signal kriegen. Wenn Du eine Messrate von z.B. 100 Hz hast, überfliegst Du 30cm pro Messung, und wenn das dann kein glatter Asphalt ist kann es sein, dass der Sensor kein Peak mehr im Messignal sieht. Tendenziell ist eine gute Auflösung des Sensors nicht unbedingt besser. Ich würde eher einen mit höherer Reichweite nehmen, weil der dann mehr Intensität hat.

    Ein normaler Ultraschallsensor hat eine relativ breite Messkeule von grob 30°, naturgemäß weil die Wellenlänge größer ist. Wenn Du in Etwa mit Mach 0,1 unterwegs bist wird die Flugzeit des Signals daher eher weniger relevant sein, zumal das reflektierte Signal ja auch seitlich etwas gestreut wird. Du kannst natürlich den Sensor auch etwas nach vorne richten. Das Problem könnte eher der Dopplereffekt sein, weil Du ja den Schall an einem bewegten Objekt streust und es sein kann, dass der Sensor einen recht engen Frequenzfilter hat. Überschlagsmäßig könnte der Dopplereffekt im Bereich von 1% sein, was schon ordentlich ist. 

  • sukram schrieb:
    Ich würd′s echt feiern! ;)
    ich gehe jede Wette mit Dir ein, dass Du das zwar bei erfolgreicher Installation als totel geil nerdig feierst, aber nach wenigen Landungen wieder abschaltest.

    Ich hab ja sowas ähnliches im MGL, und das "200ft, 100ft, pull up, pull up, woop woop" hat echt genervt und ich habe das Genöhle schnell abgeschaltet.

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