Drehzahlmesser von Rotax mit drei Polen muss erst Warmlaufen

Forum - Technik & Flugzeuge
  • Wer hat hierfür eine Lösung:

    in meinem Flugzeug habe ich den alten, dreipoligen Drehzahlmesser von Rotax eingebaut der seine Impulse von der Lichmaschine bekommt. Das Ding hatte vor ca. 5 Jahren mal die Macke, dass es bei Volllast zwischen 5200 und über 6000 pendelte. Da das Getriebe zuvor revidiert wurde hatte ich die Rutschkupplung in Verdacht. Letztendlich war es aber nur eine Macke am Drehzahlmesser, bzw. dessen Umfeld. So mir nichts dir nichts verschwand der Fehler bis er im Jannuar diesen Jahres wieder in ähnlicher Form auftauchte. Beim Starten des Motors pendelte die Anzeige bei leicht erhöhter Leerlaufdrehzahl zwischen 3500-7000. Während dem Warmlaufen werden die Ausschläge geringer. Im Steigflug steht der Drehzahlmesser am Anschlag. Nach einer weiteren viertel Stunde ist die Anzeige wieder schwankungsfrei mit plausiblen Werten. Auch wenn ich nach der Landung den Motor kurz wieder starte ist alles normal.

    Ich habe daraufhin den Drehzahlmesser ausgebaut und an einen Frequenzgenerator und Labornetzteil angeschlossen. Die Anzeige steht bei 100 Hz wie angenagelt auf 6000. Wenn ich die Versorgungsspannung unter 11 Volt reduziere nimmt die angezeigte Drehzahl ab und schwankt geringfügig. Unter 9 Volt wird unter 2000 angezeigt. Aber wie gesagt,- durch Reduktion der Versorgungsspannung kann ich nur geringere Anzeigen simmulieren. Bei 14 Volt stehen die 6000 immer noch sauber an. Das Ding ist nach meinem Dafürhalten i.O.  Verkabelung, Streufelder, Wackelkontakte sollten auch nicht so zuverlässig reproduzierbar sein. Nach Wiedereinbau hat sich am Anzeigeverhalten nichts geändert.

    Mein Verdach geht in Richtung Lichtmaschine/Laderegler. Als Begleitumstand wäre die Belastung der Lichtmaschine nach dem Motorstartvorgang vorstellbar. Sobalt die Batterie wieder voll ist und der Ducati abregelt ist alles wieder wie neu.

    Hat jemand eine Idee? Augenscheinlich ist alles in Ordnung. Lima lädt, Batterie hat unauffällige Spannung.

  • gmw804 schrieb:
    ...dreipoligen Drehzahlmesser von Rotax eingebaut der seine Impulse von der Lichmaschine bekommt.
    Da kommt nichts von der Lichtmaschine.

    Der DZM wird mit + u. - versorgt, der 3. Kontakt bekommt sein Signal von der 5 Trigger Coil.

    • Coil gegen Masse durchmessen
    • Bei älteren 912 den Abstand zum Polrad prüfen
  • Danke an Andreas für die Antwort.

    Ich habe mich ohne bisher die Schaltung des Drehzahlmessers zu ergründen, von diesem Schaltbild leiten lassen:

    Im Motorhandbuch steht es anders, wie von Andreas beschrieben.

    Mal schauen was wirklich ist.

  • gmw804 schrieb:
    Im Motorhandbuch steht es anders...
    Zum besseren Verständnis: meine Info gilt für 912/914 (ohne IS)

    Kann es sein, dass du einen 2Takt (582,...) betreibst?

  • Unter Umständen sind die Bauteile des Drehzahlmessers gealtert. Ich vermute es enthält Kondensatoren, die gerne mit der Zeit degradieren. Das Signal ist alles andere als sinusförmig und muss entsprechend vom Drehzahlmesser gut gefiltert werden. Daher ist der Test mit dem Frequenzgenerator nicht ganz realistisch:



    Siehe auch Postings hier: https://www.ulforum.de/ultraleicht/forum/2_technik-und-flugzeuge/9998_map--und-drehzahlmessung/seite-1.html

    An deiner Stelle würde ich entweder das Signal messen und auf Fehler kontrollieren oder einfacher: probeweise einen anderen Drehzahlmesser einbauen.

    Viele Grüße, Andrés

  • @Andreas

    Es handelt sich um den 912 aus 2001. Ich habe die Haube herunter gehabt. Du hast Recht. Hier sitzt der Geber außen, links oberhalb der Zündgeber. Mit der Skizze hat Rotax anscheinend was anderes angesprochen. Massekontakt vom Geber ist sauber auf den zentralen Anschlusspunkt gelegt. Die Gegenseite vom Instrument ist jedoch über eine Kaskada von diversen Massenanschlusspunkten über den gesamten Motorüberwachungsinstrumente-Uhrenladen als letztes Element in der Reihe angeschlossen. Versuchsweise habe ich zum Drehzahlmesser direkt die Masse vom Zentralpunkt geholt. Ausprobieren folgt.

    @NovemberPapa

    Das Signal des Frequenzgenerators habe ich mir per Oszi anzeigen lassen. Das Teil generiert eine saubere Rechteck(welle) von einstellbarer Impulsdauer. Vermutlich hat der Drehzahlmesser damit, auch mit angeknacksten Kondensatoren,- leichtes Spiel und zeigt trotzdem gut an. Erklären könnte ich mir zwar damit, dass sich nach Erwärmung von elektrischen Bauteilen, das Verhalten der Schaltung normalisiert, nicht aber die Sprünge in der Anzeige. Mein alter netzbetriebener Oszi wäre jetzt nicht so praktich ins enge Cockpit der Lambada zu installieren. Aber ich denke auch per Analyse des Eingangssignals des Rätzels Lösung näher kommen zu können. (Fluke ausleihen) Vorstellbar wäre auch, dass die Geberspule schwächere Impulse von den auf tieferer Bahn kreisenden Magneten der Zündgeber so gerade noch überträgt und der Drehzahlmesser das auswertet.

    Beim nächsten (Segelflug) Wetter werde ich es ausprobieren.

    Erst einmal danke fürs Mitdenken.

    Gregor


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