Vielen Dank für die zahlreichen Beiträge. Das ist dann doch äußerst erhellend geworden. Die Rede von Bruno Gantenbrink kenne ich, großartig und grob auf alle Arten der Fliegerei irgendwo und irgendwie zutreffend. Was wird sich beim Thema Sicherheit nicht alles in die Taschen gelogen. Ich kenne beispielsweise auch tatsächlich niemanden der bei einem Autounfall ums Leben gekommen wäre, aber 5 Menschen, die in den letzten 30 Jahren beim Fliegen tödlich verunglückt sind.
Deshalb ist mir das Thema passive Sicherheit beim Fliegen wirklich wichtig, aber deswegen sehe ich nicht „in allem was fliegt eine Gefahr“, dazu habe ich mich über Jahre zu intensiv mit den Unfallbereichten der BFU oder des DHV befasst (Gleitschirm fand ich hoch spannend, mehere Tandemflüge in den Alpen mitgeflogen, mich aber letztlich dagegen entschieden, da zu selten in den Bergen, Windenstart nicht so mein Ding ist und ich es schon für wichtig halte, Erfahrung zu sammeln) Lediglich auf meine etwas naiven Fragen zu Bereifung und Fallschirm hatte ich bis vorgestern eben keine befriedigenden Antworten bekommen. Darüber hinaus frage ich mich auch, mit WEM ich fliegen möchte, als nur in WAS ich fliegen möchte. Einen meiner PPL Freunde hätte man beinahe auch vom Berg kratzen können, weil 3 ahnungslose Mönner mit „Macher“ Attitüde zur Alpeneinweisung geflogen sind, anstatt umzukehren. Und diese Spezies habe ich wirklich zu Hauf schon live erlebt (auch am Gleitschirm) oder bin auf sie in den einschlägigen Foren getroffen.
Ich sehe mich ganz ehrlich auch nicht als Pionier, der bei der Weiterentwicklung von Fluggeräten aller Art seinen Teil durch Praxissammlung beitragen möchte, weshalb ich das Thema Tragschrauber auch letztlich schweren Herzens verworfen habe. Ich möchte zukünftig schlicht und ergreifend ausgereifte Produkte fliegen, so dass ich mich nur über mich ärgern muss (so ich es dann noch kann) wenn was schief gelaufen ist. Natürlich ist mein Anspruch an mich selbst, später im Stande zu sein, jeden Vogel ohne Motor souverän sonstwo zu landen, aber ich habe in geschätzten 1 Million Kilometern nicht ein einziges Mal Probleme mit einem automobilen Motor gehabt, und der Anspruch sollte in der Fliegerei doch entsprechend höher sein, wo ich eben nicht einfach rechts ranfahre und den Warnblinker anschalte.
Da Tragschrauber bis auf weiteres keine Rolle in meinen Überlegungen spielen, scheint es mir das beste, eine LAPL oder PPL Ausbildung zu absolvieren, die lässt einem Optionen in alle Richtungen offen, wenn ich das richtig interpretiert habe.
Gruß
Frank