Es muss wohl um das Jahr 2005 gewesen sein, als ein TV Beitrag zum MT03 meine Aufmerksamkeit weckte. Autorotation, offenes Fluggerät, verhältnismäßig langsam, SICHER (so hieß es und heißt es hier und da noch heute), nur aus Spass am Fliegen. Ich war als Kind vom Film „Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten“ fasziniert und dieses Gerät kam dem verdammt nahe, so was wollte ich auch unbedingt und will ich noch heute. Allerdings bin ich nicht besonders tollkühn und auch wenn mir bewusst ist, was es heisst, sich im dreidimensionalen Raum zu bewegen und dass meine Sicherheit in erster Linie durch mein Verhalten bestimmt wird, möchte ich keinen überraschenden Situationen ausgesetzt sein, bzw. Diese möglichkeit weitestgehend ausschließen.
Die Frage nach Sicherheit in der Fliegerei ist so alt wie die Fliegerei selbst und wird nie erschöpfend beantwortet werden, dessen bin ich mir bewusst und damit kann ich leben. Letztlich bin ich mit meinem Tun da wie dort noch vor der Maschine und äusseren Umständen Sicherheitsrisiko Nummer 1.
Wozu ich dennoch gerne Eure Meinung erfahren würde ist:
Im Vergleich von UL Tragschrauber, UL Dreiachser, Echo Klasse, in welchem Fluggerät bin ich unter sehr konservativer Einhaltung der Betriebsgrenzen am ehesten vor plötzlich auftretenden äußeren Umständen gefeit (Scheerwinde scheinen ja beispielsweise von TS Piloten eher gefürchtet). Und kann man sagen, dass je höher die kinetische Energie, je geringer die Anfälligkeit für derartiges?
Außerdem:
Ein Motorausfall ist angesichts der Gleitzahl der Fluggeräte (UL bzw. Echo) und der damit verbundenen Zeit, sich etwas passendes für eine Landung zu suchen für sich gesehen nicht so wild, aber oft ist die Notlandung dann mit dem Einsinken oder Abknicken des Fahrwerkes/Bugrades, bis hin zum Überschlag nun doch nicht so witzig. Wären fette Räder, wie beispielsweise an der Maule M7 oder zumindest eine Bereifung wie an der Diamond DA40 Tundra nicht ein Sicherheitsfeature? Liege ich da so falsch oder warum liest man darüber nichts? Klar die fetten Pellen hängen im Wind und kosten Speed, aber mir wäre das doch im Prinzip wurscht?!?
Und last not least:
(Motor)brände oder ein komplettes Zerlegen des selbigen nebst unschöner Wirkung auf Tragflächen und Zelle scheinen einerseits nicht häufig vorzukommen, andererseits scheint die Angst davor bei nicht wenigen mitzufliegen. Luftsportgeräte führen ein Rettungssystem mit, Cirrus verbaut sie auch in der Echo Klasse und nachrüsten läst sich sowas auch, aber im möchte ja auch nicht in einem brenenden Wrack zu Boden segeln. Warum führt man keinen Fallschirm mit? Klar, eine Cessna 152/172/182 ließe sich im Zweifel „eleganter“ verlassen als eine P28, Überwindung kostet es allemal, aber möglich wäre das doch. Auch hier findet man nur ganz rare Berichte über entsprechende Trainings im Web. Warum ist das so?
Freue mich auf Eure Meinung
Frank