"schnell ist gut, schneller ist immer besser"

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  • QDM hat sich erboten, das zu erläutern.

  • Ich  versuch mal da meine Subjektive Erfahrung zu berichten. Vielleicht sehen das ein paar Steckenflieger ähnlich. 

    Mit unseren typischen Reise Uls FK 9 C 42 etc., die meist auch in der Schulung Verwendung finden , kommt man auch später in einem Radius von 2-3 Stunden, was auch in etwa einer sehr sicheren Tankfüllung entspricht, schon mal ein ordentliches Stück durch Deutschland. So nach 2,5 und 3 Stunden ist mal  bei unbedachten Kaffee Konsum zuvor sowieso eine Landung zur Entwässerung notwendig.  

    Diese  Muster reichen durchaus schon mal einige Zeit (Jahre?) um genügend zu entdecken.  ( Nordsee Inseln oder an/ in die Alpen/ Kempten oder auch Zell am See). 

    Früher oder später werden dann die Ziele schon mal weiter gesteckt. Da wird es dann auch mal zäh wenn es über die 4-6 Stunden hinaus geht.  Ausgerechnet an dem Tag auch noch Gegenwind.

    Solange man noch ordentlich gefordert ist z B bei Crossing einer Controllzone geht die Zeit schnell rum, aber in 9 000 ft über Meck-Pomm ?  es zieht sich, nur nicht auf die ETA Zahl schaun. :) 

    Mal eine 3/4  Stunde länger fliegen macht ja gewöhnlich kein Problem weil uns das fliegen an sich Spaß macht. Aber eine 1 oder 1,5 Stunden weniger sitzen bei einem Flug nach Italien ist da schon eine Annehmlichkeit und nicht nur Luxus.  Kann man aber trotzdem mit ein bisschen Musik erträglich gestallten.  

    Da ich erst mal beim Muster bleiben wollte waren da Rotax 100 PS gegenüber 80 PS schon spürbar. ( steigt auch besser auf Reisehöhe) 

    Jetzt aber Fakt: Wer aber oft weit fliegt wird schnell feststellen das sich die VFR Wettersituation auf der Strecke  deutlich ändern kann. Da ist Geschwindigkeit schon ein Vorteil wenn  man dann noch ein Zeit-Fenster packen kann.

    Wir sind ja auch in BRD stark mit Flugplatz Öffnungszeiten limitiert.   Gerade im Hochsommer kann man an Plätzen im Ausland noch starten wenn  in BRD oft der leidige Flugleiter " schon mit dem Hufen scharrt".  

    Oder man muss warten bis endlich geöffnet ist. Da wäre man ja gerne schon weg wenn es sich später verschlechtert. 

    Oder die Nordseeinseln mit ihrer Mittagspause.  Wer musste da nicht schon mal eine Schippe zulegen damit er noch  rechtzeitig rein kommt ? Ausgerechnet dann ist schon wieder Gegenwind.    

    So eine Pioneer 300 oder eine CT -SW hilft da schon ein bisschen mit.  :) 

    Grüße 

    QDM  

  • Alles ist ansichtssache. Ich hab eine Savage. Bin nach Spanien geflogen. Ein hochgenuss. 39 landungen, teils im Hochgebirge. Bin in schlechter Wetterlage gekommen. Umkehren, einen 200 m Flugfeld nehmen, neu planen, webcam, anrufen, etc, mit erheblichem Umweg neu starten...  So machens die Tiere auch. Mit der schnellen Maschine hätt ich einen wesentlich längeren Umweg nehmen müssen. Wäre aber 1-2 Tag früher nach hause gekommen. Meine  hauptbeschäftigung wäre funken und Gps gucken gewesen. Mit Ryanair gehts noch schneller, billiger und sicherer. 

  • Moin,

    also ich fliege um zu fliegen und wenn ich keinen Bock mehr habe lande ich irgendwo und mache es mir dort für die Nacht gemütlich, so habe ich schon so manch schönen Abend irgendwo verbracht.

    Ich stand auch schon kurz davor mir eine Pioneer 300 zu kaufen, wenn der Vorbesitzer nicht so eine völlig überzogene Preisvorstellung gehabt hätte wäre es auch meine geworden, heute bin ich froh, daß ich meine Postkutsche behalten habe.

    Stefan

  • QDM schrieb:

    Jetzt aber Fakt: Wer aber oft weit fliegt wird schnell feststellen das sich die VFR Wettersituation auf der Strecke  deutlich ändern kann. Da ist Geschwindigkeit schon ein Vorteil wenn  man dann noch ein Zeit-Fenster packen kann.

    Wir sind ja auch in BRD stark mit Flugplatz Öffnungszeiten limitiert.   Gerade im Hochsommer kann man an Plätzen im Ausland noch starten wenn  in BRD oft der leidige Flugleiter " schon mit dem Hufen scharrt".  

    Kann dir nur recht geben QDM. Wenn sich der Radius der Erkundungen erweitert, dann ist eine schnelle Maschine von Vorteil, denn man muss ja erst mal die weiten Strecken überwinden, auch wenn man sich drei oder vier Tage Zeit genommen hat. Vor Ort möchte man ja nicht nur mal schnell schauen, sondern auch relaxen und sich Zeit nehmen. Auch dein Argument Wetter besser zu umfliegen oder entfliehen zu können ist schon fast eine Notwendigkeit auf langen Touren. Schon mehrfach erlebt.

    Allerdings dann vor Ort wünsche ich mir oft einen offenen, langsamen Flieger um zu genießen. Aber man kann nicht alles haben ....

    Gerd

  • Interessante Diskussion, ich bin nur neugierig ab wie viel km/h Reise gilt ein UL als „schnell“

  • Meine „magische Grenze“ sind 100kt Reise. Unter dem wuerde ich nix kaufen.

    Chris

  • QDM schrieb:
    Ich  versuch mal da meine Subjektive Erfahrung zu berichten. Vielleicht sehen das ein paar Steckenflieger ähnlich. 
    Ich gebe dir völlig recht, lieber QDM! Wie du sagst: Ein paar Flieger werden das ganz ählich sehen. Das sind in der Regel dann auch diejenigen, die bereits einen flotten Untersatz ihr eigen nennen, oder sich mit dem Gedanken daran tragen. Diese Clientel hat in der Regel auch weit mehr Stunden im Flugbuch als der durchschnittliche Flieger.

    Für die allermeisten ist daher ein Fliegerle mit 130 - 150 km/h Reise und einer Reichweite von 3 Stunden völlig ausreichend. Langeweile, wegen einer sehr langen Flugstrecke? Dann hätte das UL Fliegen - für mich zumindest - den wichtigsten Reiz verloren, denn ich will ja aus der Luft was entdecken.

    Kollegen die nur möglichst schnell von A nach B wollen,nehmen sich so selbst ein Stück weit die Freude, die sie unterwegs haben könnten. Wie Gerd schon erwähnte, ist ein langsamer Flieger manchmal durchaus praktisch.Vielleicht kann man ja doch beides haben! Dafür müsste man allerdings ein bischen quer denken. Vielleicht mit eigenem - schnellen - Fliegern hin, und dort was langsames, luftiges chartern.

    Wenn ich 2 Stunden durch die Alpen fliege, oder auch Meck.Pom mit seinen durchaus vorhandenen Sehenswürdigkeiten (Müritz, Ostsee, viele historische Orte), ist das für mich auch ganz ohne Musik ein Genuss und sehr erträglich.

    So, wie du es ausgedrückt hast, sollte tatsächlich das Fliegen an sich den Spaß bedeuten. Das ist sehr wahr! Wenn wir den nicht mehr hätten, würden wir wohl besser am Boden bleiben.

    In diesem Punkt unterscheiden wir UL Flieger uns in keinster Weise von anderen Hobbies. Auch bei Bikern oder Wassersportlern gibt es eine ziemliche Spreizung, ihre Lieblingsbeschäftigung auszuüben.

    Ich wünsch uns allen dieses Jahr schöne und sichere Flüge! Jedem Einzelnen nach seiner Fasson. (Egal ob mit 50 oder mit 250)

    Tom

  • Für mich, der viele Jahre als E-Klasse-Flieger ziemlich schnell auf langen Reisen unterwegs war (kenne also beide Welten), waren folgende Kriterien für den Kauf eines eigenen UL maßgeblich: Tiefdecker (aus Gewohnheit), Flugeigenschaften ähnlich einem Aerobatic-Flieger, aber trotzdem gute Eigenstabilität beim Reisen, entsprechende Festigkeit der Zelle, Reisegeschwindigkeit mindestens 100 kts bei festem Fahrwerk (bei Lust auf langsames Fliegen geht das damit ja schließlich auch!) und ein "ästhetisches" Erscheinungsbild. Bin sehr happy, sowas gefunden zu haben.

  • QDM schrieb:
    Oder die Nordseeinseln mit ihrer Mittagspause.  Wer musste da nicht schon mal eine Schippe zulegen damit er noch  rechtzeitig rein kommt ? Ausgerechnet dann ist schon wieder Gegenwind.
    Bei den Inseln habe zumindest ich weniger das Problem auf dem Hinflug da noch rechtzeitig zu landen. Das Problem ist der Rückflug im Frühjahr und Herbst. Wenn man z.B. auf Wangerooge ab 15 Uhr erst anlassen darf, wird es da eng vor Sonnenuntergang noch heimzukommen. Wobei ich mit "eng" nicht meine, daß ich die Dämmerung (also SS +30 Min.) voll einplane, eine Reserve ist da schon noch drin.

    Aber nach der Landung habe ich den Vogel im Hangar da auch mehrmals schon mit Beleuchtung geputzt.



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