Freut mich für Roland! Damit hat er offensichtlich seit einigen Jahren stabiles Geschäft da dies ja nicht die Abverkäufe für Benelux und Frankreich beinhaltet. Da gehen sicherlich nochmal 5-6 Maschinen im Jahr rein.
Auch wenn es optisch nicht die ausgefeilteste Maschine ist, bleibt sie in meinen Augen eins der reisetauglichsten UL′s mit super angenehmen Sitzkomfort und absolut unproblematischen Flugeigenschaften. Einfach und grundweg solides Modell.
Soviel wie ich mitbekommen habe, wurden in Deutschland 2017, 3 VL3 als UL zugelassen. Weiterhin gab es einige Experimental Zulassungen (nicht über D. ), damit geht dann 600kg und AP.
Somit sollten es ca. die gleichen Zulassungszahlen wie in den Jahren zuvor sein.
Zur Zeit werden 4 bis 5 Maschinen jeden Monat gebaut. Siehe Hier
Mir klingt die Darstellung in den Ohren, dass die UL-Fliegerei wegen der niedrigen Kosten quasi die Zukunft der Sportfliegerei darstellt. bin überrascht, wie wenig Dynamik (nicht der Flieger :-)) in der Zulassungsstatistik zu erkennen ist, und das die Zahl der Neulizenzen sogar rückläufig ist. Ich denke, man kann bei den Zahlen eher von einem seit Jahren stagnierenden Markt sprechen.
Außerdem erstaunlich, wie stark die Aerospool Dynamic abschneidet. Hätte nicht erwartet, dass der Markt für hochpreisige ULs so groß ist (auch die Roko NG-6 ist ja ein flotter Vogel). Umgekehrt erstaunt mich das vergleichsweise schlechte Abschneiden des Skylane UL.
für einen wirklichen Massenmarkt sind die Dinger einerseits etwas teuer und andererseits, viel wichtiger, fehlt die Infrastruktur. Einen Sportwagen für 1oo.ooo,- € kann ich in die Garage stellen und sofort nach Lust und Laune los. Bei einem Flugzeug muß ich erst zum Flugplatz, da dann das Gehuddel im Hangar und dann noch die Frage, ob der Flugplatz, den ich anfliegen will, gerade offen hat oder nicht.
Außerdem ist es bei den Fliegern ja häufiger so, daß eine Maschine von mehreren Personen geflogen wird. Schimpft sich dann Haltergemeinschaft, Verein, ...
Was mich wundert ist die Tatsache, daß die c42 nicht mit Abstand die meisten Zulassungen eingeheimst hat. Hätte damit gerechnet, daß die ganz weit vorne weg marschiert, auch wenn ich persönlich sie nicht mag.
Vergleicht man uns mit Ländern wie den USA, dann hängen wir um Lichtjahre hinterher was Pilotenfreundlichkeit der Gesetze und Infrastruktur betrifft.
In den USA:
- kein Flugplatzzwang, man kann eigenverantwortlich entscheiden ob man die nächste Graspiste zum Starten/Landen nutzt
- Landen auf Gewässern problemlos möglich (mit passendem Untersatz natürlich)
- keine Medical-Pflicht für Ultraleicht-Piloten, auch hier wird auf Eigenverantwortlichkeit gesetzt
- keine Flugleiterpflicht
- Preisniveau in der GA ist generell niedriger als hier, dementsprechend kostet auch das Fliegen weniger
- schon seit langem 600kg-Gewichtsgrenze
Die hohen Preise für Neuflieger liegen im Grunde nur an den niedrigen Stückzahlen. Würde mal schätzen: Würden sich 10x so viele Modelle verkaufen, wäre der Neupreis pro Flieger nur halb so teuer.
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