Gefährliche Annäherung im Endanflug

Forum - Unfallprävention
  • Gerd, wenn man sich in den Queranflug einreiht, weil es so am besten passt und niemanden behindert, dann macht man das doch auch nicht stumm, sondern teilt den anderen Fliegern seine Absicht mit. Ich weiß nicht, was an Euren Plätzen für eine Funkstille herrscht aber an unserem Platz ist eigentlich immer genug Kommunikation vorhanden. Ich hoffe nur, dass Du Dein Ausscheren aus der Platzrunde dann auch über Funk ankündigst.

    Gruß Lucky

  • edhs schrieb:
    ??? Du sprichst Dich also allen Ernstes in einer vollen Platzrunde dafür aus sich nicht an die Regeln zu halten, um durch "Abweichungen" die anderen Piloten auf einem erhöhtem Aufmerksamkeitslevel zu halten?
    Nein das meine ich natürlich nicht. Ich spreche mich dafür aus, Common Sense anzuwenden und zu kommunizieren, statt starr auf ein einzig und allein zu handhabendes Verfahren zu spezifizieren.

    Ich spreche von abgesprochenem Verkehr. Nicht mehr, nicht weniger.

  • Mr. Lucky schrieb:
    Gerd, wenn man sich in den Queranflug einreiht, weil es so am besten passt und niemanden behindert, dann macht man das doch auch nicht stumm, sondern teilt den anderen Fliegern seine Absicht mit.
    Jup, so isses.
  • Steffen_E schrieb:
    Nein das meine ich natürlich nicht. Ich spreche mich dafür aus, Common Sense anzuwenden und zu kommunizieren, statt starr auf ein einzig und allein zu handhabendes Verfahren zu spezifizieren.

    Ich spreche von abgesprochenem Verkehr. Nicht mehr, nicht weniger

    Sorry aber so hatte ich Dich verstanden. Sich an die Flugregeln zu halten beinhaltet auch die Kommunikation. Ein echtes Problem angesichts unserer Flugleiter-Problematik.

    Und Common Sense? Gerne natürlich, aber wir sprachen über Einflug in volle Platzrunden, oder? Und da kann es nur gemeinsame Regeln geben. Common Sense ist nämlich nicht festgelegt und nicht jeder beurteilt eine Sachlage gleich. Also über was sprechen wir hier eigentlich? Common Sense könnte auch bedeuten an einem leeren Platz nach Feierabend ohne Flugleiter auch ohne Funk zu landen. Die Blindmeldungen hört doch sowieso keiner, oder? Und wenn da doch ein zweiter im Anflug ist mit derselben Einstellung?

    Und an einem leeren Platz ohne Platzrundenverkehr fliege ich nach Absprache auch je nach Gegebenheit an. Es sei denn ich komme müde von einem langen Überlandflug zurück. Da benutze ich trotzdem die Routine eines normalen Anfluges um die Landung in Ruhe vorzubereiten und Zeit für doppelte Kontrollen zu gewinnen.

    Wir hatten die Diskussion doch schon an anderer Stelle, an der Raller von Complacency schrieb. Genau das Thema.

    Gerd

  • Wozu diesen unscharfen "Common Sense" in diesem Thread, wenn es doch um ziemlich eindeutige Verfahren geht? Wenn sich alle an diese hielten, wäre echt viel gewonnen, anstatt solche Threads immer wieder zu zerreden. Eindeutige Verfahren gibts in der Fliegerei genug. Bitte daran halten. Danke.    

  • edhs schrieb:
    Gerne natürlich, aber wir sprachen über Einflug in volle Platzrunden, oder?
    Nein, wir sprechen über alle Einflüge.

    In volle und leer Platzrunden.

    Der am Anfang genannte Fall war ja auch nicht voll, nur zwei Flugzeuge...

    Und auch in einem vollen Platz gibt es Verfahren die deutlich vom starren Einflug unter 45 Grad abweichen, zB Fallschirmspringer.
    Die werden irgendwelchem von aussen kommenden Verkehr was husten, wenn der verlangt sie sollten unter 45 in den Gegenanflug.

    (ich stelle mir gerade vor jemand in Hildesheim würde den Dropper in die Platzrunde zwingen wollen, hihi)

    Luftsportgeräteführer schrieb:. Eindeutige Verfahren gibts in der Fliegerei genug. Bitte daran halten. Danke.

    aber nicht mit eindeutig mit alleinstehend verwechseln.

    Wozu diesen unscharfen "Common Sense" in diesem Thread, 

    Weil jedes "das machen wir immer genau so und nie nicht anders" das Problem ist.

    Und der ursprüngliche Vorfall genau gerade eben auch.

  • Für den Blick über den Tellerrand. Ein Beispiel für sichere Prozeduren auf einem großen, unkontrollierten Platz:

    https://www.birrfeld.ch/pilotenbriefing/#1538636647459-99637584-d2c5

    https://www.birrfeld.ch/pilotenbriefing/#1540562605091-5e12411d-492b

  • Steffen_E schrieb:
    Wozu diesen unscharfen "Common Sense" in diesem Thread, 

    Weil jedes "das machen wir immer genau so und nie nicht anders" das Problem ist.

    Darum geht es nicht. Aber da ist die ′Diskussion′ ja jetzt schon wieder weg von.

    Man sollte halt kapiert haben, wie die Spannbreite zwischen eindeutigen Verfahren und möglichen und nötigen Ausnahmen zu handhaben ist. Um das zu kapieren müsste man aber einen gewissen Anspruch an sich haben was lernen angeht. Der ist oft nicht vorhanden. Deshalb gehe ich davon aus, dass es einen gewissen Prozentsatz von Idioten gibt, die es zu meiden gilt. Daher mein Rat: Im Anflug auf den Platz Doppelt rausgucken. Take it or leave it.  

  • Vielleicht nochmal zum mitdenken: Das Problem in solchen Diskussionen sind Leute, denen nach einem Jahrhundert Luftfahrt, in dem sich bestimmte Verfahren herausgebildet haben die allen Beteiligten helfen, nichts anderes einfällt als herumzunölen man dürfe aber doch bla bla bla auf keinen Fall vergessen, dass dieses eine Verfahren auf keinen Fall, aber auf garkeinen Fall, also hundertprozentignich, dazu führen darf, dass man sich dann sklavisch daran hält! Ne ne ne, das darf nicht sein!! Nie und nimmer!!! 

    Als ob es nicht Kompetenz gäbe, schon mal gehört?, die sich herausbildet, wenn man was einübt, und aus der heraus auch wieder eine Flexibilität möglich wird, um mit unerwarteten Situationen gut umzugehen. Das ist in jedem Berufszweig so, in allem was man tut. Aber nein, hier muss immer gleich einer mahnend und überflüssig im Weg rumstehen.

    In emanzipierteren Kreisen nennt man sowas Mansplaining. Männer die nichts besseres zu tun haben, als anderen dauernd was zu erklären – auch wenn es nichts beiträgt, nichts nützt, nur Egogepumpe ist, sinnlos und einfach überflüssig.             

  • edhs schrieb:
    2 Fragen: was machst Du direkt vor dem Queranflug, da gehörst Du bei einem Einflug in eine Platzrunde garnicht hin. Hast Du nicht 5 min vorher Dich gemeldet und erfahren dass Platzrundenverkehr ist? Und wieso planst Du Deinen Anflug nicht wie es sich gehört? Du hattest 5 Min Zeit, die Höhe abzubauen und Dich korrekt von Süden oder Südost dem Platz zu nähern. Immerhin weißt Du, dass sich südlich ein lärmsensibles Gebiet liegt.
    Ich denke du interpretierst da verkehrt, da ich von einer Momentaufnahme gesprochen habe und du den gesamten Ablauf zuvor hinterfragts.

    Ja natürlich gibt es Basics zu beachten und ich erlebe ehrlich gesagt auch, dass sie i.d.R die Piloten zumindest daran halten rechtzeitig zu kommunizieren, dass sie sich auf den Weg in die Platzrunde befinden (Das "Wie" und ob die Kommunikaton zielgerichtig und vollständig ist - anderes Thema)

    Du bist also in diesem Prozess drin und bekommst permanent neue Informationen und Parameter, sei es die eigene Geschwindigkeit oder Positionsmeldungen whatever, die wir eben zu berücksichtigen haben.

    Ich kann damit beeinflussen wo und wie ich mich in die Platzrunde einpflanze insbesondere um mich a) zu staffeln und b) uneindeutige Situationen zu vermeiden, bevor sie zum Problem werden

    Und natürlich macht es Sinn sich etwa 45 Grad in die Platzrunde einzusortieren auch wenn die örtlichen Gegebenheiten es erlaube sich direkt in den Queranflig einzusortieren. Der Hintergrund ist hier klar See&Avoid

    Wie immer natürlich mit entsprechender Kommunikation und Sicht der anderen völlig klar.

    Ich halte es eben für wesentlich immer eine Vorstellung u haben, was derzeit und in der nächste Zeit in der Platzrunde passieren wird und eine Idee zu haben was ich tue, wenn das nicht eintritt oder ich z:b Flieger aus der Sicht verliere.

    Deine Beispiele wären genau so passiert, wenn handelnde Piloten trotz 45° Einflug inmitten des Gegenanflugs einfliegen ohne eben genau die beschrieben Idee zu haben was da gerade vor sich geht

    Ich will dir ja nicht zu nahe treten, aber würde mir schon wünschen, dass du das Geschriebene noch mal überlegt und reflektierts, was war Ursache und was war Wirkung

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