Diskussion zur Umfrage: Ist das Medical für UL-Piloten wirklich sinnvoll?

Forum - Umfragen

Ja
50.5 % - 204 Stimmen
Nein
49.5 % - 200 Stimmen

404 Stimmen - Umfrage geschlossen

  • @Teejay 
    Ich plädiere dafür das alle die bei der Umfrage mitmachen erst meine Ausführungen lesen müssen und dann abstimmen. 
    Ich denke ich könnte eine zweite Umfrage günstig beeinflussen. 
    :) 
  • @QDM: Ich kann nur für jene Umfragen meine Hand ins Feuer legen, die von mir selbst kommen ;-)


    @alle: Auch eine gute Datenbank zum Nachlesen von Flugunfällen ist die von der AOPA, natürlich nur bezogen auf die USA, aber dort kann man als Keyword Medical und Drugs/Alcohol Abuse angeben und sich die Unfälle aufzeigen lassen.
     
    http://www.aopa.org/asf/ntsb/search_ntsb.cfm

    Interessant dort sind auch die Unfallberichte mit "spatial disorientation"
  • Als Leser von BFU Berichten, Unfallakte und Co. gibt es sehr wohl einige Unfälle, die auf eingeschränktes menschliches Leistungsvermögen oder "Decision Making" zurückzuführen sind.
    Ich rede nicht von menschlichem Leistungsvermoegen, sondern von Unfaellen, die nachweislich durch ein Gesundheitsproblem verursacht wurden. Na, keinen gefunden?
    Und wenn Du einen findest: Waere dieser Unfall durch ein Medical verhindert worden?

    Aber völlig ohne Medical haben wir - man verzeihe mir bitte diesen einen Satz - noch mehr Rentner und Flug-Legastheniker unter uns, die nicht in die Luft gehören.
    Jetzt muss ich mich wirklich extrem zusammenreissen, um nicht persoenlich beleidigend zu werden.
    Schaem Dich fuer diese Einstellung! Unglaublich, sowas hier lesen zu muessen.


    Chris
  • Chris_EDNC Jetzt muss ich mich wirklich extrem zusammenreissen, um nicht persoenlich beleidigend zu werden.
    Aber warum denn nur, einfach nur kurz eloquent

    - man verzeihe mir bitte diesen einen Satz -
    einfügen und alles ist gut.

    Bye Thomas
  • TeeJay schrieb:
    Flug-Legastheniker
    ???
    Was soll das sein? Piloten die Checklisten nicht lesen können oder Schwierigkeiten haben einen Flugplan auszufüllen?
    Wahrscheinlich meintest Du aber Piloten, die mit dem "Fliegen" an sich nicht (mehr) zurechtkommen. Diese müsste man dann wohl korrekterweise als Volastheniker bezeichnen.

    Und wo wir gerade bei den Asthenikern sind.
    In vielen Internetforen und natürlich auch in diesem, outen sich einige User immer wieder von einer besonders schweren Form der Cogitasthenie betroffen zu sein!
    Ist aber auch kein Wunder, entwickelt sich diese Krankheit doch schon lange zu einer Epidemie, die vorwiegend unter den sogenannten Führungseliten grassiert und dort schon eine beinahe 100%ige Durchseuchung erreicht hat, wogegen der gemeine Untertan zu einem größeren Prozentsatz noch völlig gesund, zumindest aber symptomfrei geblieben ist.

    Michael
  • @Chris und @FD: Ich meine mit dem natürlich überspitzten Begriff Menschen, die mit dem Fliegen an sich nicht mehr zurechtkommen und in Ihrem menschlichen Leistungsvermögen aufgrund vielfältiger Gründe einfach nicht mehr mitkommen. Und ja menschliches Leistungsvermögen korreliert mit dem körperlichen Befinden und dem Gesundheitszustand. 

    Es gibt einfach gewisse Leute, die gehören nicht mehr in die Luft. Wenn diese das nicht selbst merken und es ihnen auch keiner sagt, dann sag ich es ihnen.  Da nehme ich kein Blatt vor den Mund und bin direkt, denn alles andere bringt nix. In Vereinen scheint die korrektive Kraft noch zu funktionieren, wenn einem - egal ob jung oder alt - gesagt wird: "Du fliegst besser nicht alleine". 

    Ich kenne Fälle - und großer Respekt vor diese Entscheidung - die haben von sich aus gesagt, nein ich fliege nicht mehr. Vermutlich nach Aha oder Schreckerlebnissen das kann ich nicht sagen. Aber es gibt nunmal auch einige, die schlafwandeln in Ihren über Jahrzehnte fest tradierten Flugwegen und Routinen ohne nach links und rechts dabei zu schauen. Und wehe es kommt etwas Neues, Unerwartetes dazwischen. Dann kann man bereits am Funk mithören und vom Boden oder anderen Flugzeug aus miterleben, wie diese unsicher völlig aus dem Konzept geworfen sind und es zu mit Sicherheit zu Unfällen gekommen wäre, wenn nicht jeweils der andere aufgepasst und diesen durch seine Reaktion verhindert hat. Diese Analogie zeigt sich übrigens auch im Strassenverkehr, wo es meist mit kleineren Blechrempern und Dahintuckern mit Tempo 30 in Tempo 70 Zonen äußert.

    Anstelle nach Unfällen, die aufgrund eingeschränkter körperlicher Leistungsfähigkeit entstanden sind zu suchen, wäre eine andere statistische Größe interessanter: Die Zahl an den aus dem Verkehr gezogener Piloten, die kein Medical mehr oder von Anbeginn bereits gar kein Medical bekommen haben.
     
    An die Vernunft und Einsicht Einzelner zu appellieren und zu glauben, dass alle Menschen rational handeln klingt für mich in etwa wie die Selbstverpflichtung einer Industrie, bestimmte Grenzwerte einhalten zu wollen.
  • Na dann passe ich ja in das Bild der Auszusortierenden.

    Ich bin älter, habe schon das eine oder andere Zipperlein...... Schade, muss ich nun weg?

    Anderseits fliege ich seit ich 14 bin. Ich bin auch noch lernfähig und nicht mehr leichtsinnig.

    Ich kann auch bei erhöhtem Verkehr noch durchsehen weil das Fliegen von allein klappt.

    Erfahrung.

    Rüdiger

  • Es gibt einfach gewisse Leute, die gehören nicht mehr in die Luft. Wenn diese das nicht selbst merken und es ihnen auch keiner sagt, dann sag ich es ihnen.
    Ja gibt es. Die meissten merken es selber, manche erst wenn man es ihnen sagt, aber der entscheidende Punkt ist doch: Alle diese haben zu diesem Zeitpunkt in Deutschland das Medical. Und genau darum geht es hier doch die ganze Zeit, das Medical macht flugtaugliche Leute zu Fussgaengern und fluguntaugliche werden trotzdem nicht aussortiert. Es ist keinerlei Nutzen nachweisbar. Was soll das also?

    Diese Analogie zeigt sich übrigens auch im Strassenverkehr, wo es meist mit kleineren Blechrempern und Dahintuckern mit Tempo 30 in Tempo 70 Zonen äußert.
    Danke fuer die Bestaetigung meiner Auffassung: Wer Auto fahren kann, kann auch fliegen.

    Anstelle nach Unfällen, die aufgrund eingeschränkter körperlicher Leistungsfähigkeit entstanden sind zu suchen, wäre eine andere statistische Größe interessanter: Die Zahl an den aus dem Verkehr gezogener Piloten, die kein Medical mehr oder von Anbeginn bereits gar kein Medical bekommen haben.
    Wozu sollte diese Erkenntnis gut sein? Der Schluss, dass hier die Fliegerwelt vor fluguntauglichen Leuten bewahrt wurde, ist kompletter Kaese.
    In z.B. Frankreich wird niemand von einer hoeheren Instanz aussortiert. Nach Deiner verqueren Auffassung muss es dort vor lauter Tattergreisen in den Cockpits nur so wimmeln. Macht bloss einen grossen Bogen um Frankreich, nicht dass dieses Rentnergesindel Euch in die Kiste fliegt!

    Ich warte immer noch auf den Verweis auf einen Unfall, der medizinisch begruendet war und durch ein Medical verhindert worden waere. In Frankreich muessten diese en masse zu finden sein. Wieso findet man die nicht? Kannst Du mir das erklaeren?


    Chris
  • Bleib Du uns nur lange erhalten, Rüdiger.... :-)

    Und TeeJay, ich sag′s Dir jetzt mal etwas deutlicher, was eigentlich nicht so meine Art ist.
    Ich finde Dich einfach nur noch überheblich und menschenfeindlich. Denn Du weigerst Dich offensichtlich mit den eventuellen Schwächen anderer fertig werden zu wollen und sie zu akzeptieren.
    Ich schreibe hier bewusst eventuellen Schwächen. Denn ich bin mir sehr sicher dass etliche diese älteren Fliegerkameraden Dir noch einiges beibringen könnten. Angefangen bei etwas Demut, weniger Arroganz und Bescheidenheit. Wie Rüdiger richtig bemerkte kann man mit Erfahrung sehr viel wieder wettmachen. Ich wünsche Dir dass Du sie irgendwann auch einmal erlangst. Dann wirst vielleicht auch Du vernünftig daherreden anstelle dauernd wie ein Halbstarker diesen überheblichen Quatsch hier preiszugeben.

    Mit freundlichen Fliegergrüssen

    Stephan
  • @Stephan: Du brauchst jetzt nicht beleidigend persönlich oder enttäuscht zu reagieren nur weil ich eine andere Meinung habe, die nicht in Dein Werte-, Welt- oder Menschenbild passt. Leben und Leben lassen... und ich bin es gewohnt Tacheles mit meinem Mitmenschen zu reden und erwarte gleiches auch von denen. Und ich kann Dir versichern, dass ich schon die gewisse Erfahrung habe, um zu beurteilen, ob jemand selbst fliegt oder vom Gerät eher geflogen wird.

    Ich bin nunmal gegen die Aufhebung des Medicals - so wie offensichtlich 50% der weiteren schweigenden Teilnehmer dieser natürlich nicht repräsentativen Umfrage. Und ich gehe bei meinen Annahmen nach dem Prinzip a minori ad maius aus da mir eben Beispiele bekannt sind, die besser nicht mehr fliegen sollten. Tendentiell bin ich sogar für eine Verschärfung durch z.B. die Hinzunahme eines Tox-Tests wie FD ins Feld geführt hat. Denn das ist eine Problematik, die offensichtlich unter den Jüngeren ein Problem ist. Aber dann würden mir wohl noch mehr Leute an die Gurgel gehen wollen.

    Und ich habe Euch das Beispiel aus der Schweiz angeführt, wo ein Medical nach einer Häufung von Todesfällen 2008 - und offensichtlich war das Alter ein Kriterium - in einem Aktionsplan für Segler wieder eingeführt wurde. Die Unfallzahlen sind anschliessend signifikant zurückgegangen, wenngleich auch ich die Zahlen für eher dürftig halte und mehr oder besseres Zahlenmaterial gerne sehen würde.


    Wer unbedingt Unfälle aufgrund medizinischer Gründe, Drogenkonsum oder dem allgemeinen Verlust der Kontrolle oder Orientierung sehen will, der möge die von mir angeführte AOPA Datenbank durchsuchen, wo man genau nach diesen Keywords sehr gut für Nordamerika recherchieren kann und auch fündig wird. Nur bin ich nicht der Depp, der Euch dieses abnimmt.
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