Sinn/Unsinn unterschiedliche Typen

Forum - Umschulung & andere Lizenzen
  • Steffen_E schrieb:
    im Ernst, ich sehe einige sehr große Vorteile in einer Aquila (und vermutlich dann auch Katana) zur PPL Schulung die ich auch begründen kann, nur passt es eben nicht für jeden.
    an der Begründung wäre ich interessiert, gerne per PN (Genau die Diskussion haben wir derzeit im Verein)
    HotelWhiskeyLima schrieb:
    Dieses Cessna bashing der Kunststofffraktion wird langweilig =)
    Hat glaube ich keiner gemacht, oder?
  • Steffen_E schrieb:
    im Ernst, ich sehe einige sehr große Vorteile in einer Aquila (und vermutlich dann auch Katana) zur PPL Schulung die ich auch begründen kann, nur passt es eben nicht für jeden.
    Bin gespannt :-) alles was mir die Entscheidung erleichtert ist wilkommen.
  • Keiner sagt das Katana oder Aquilla  schlechte Flugzeuge sind.
    Eventuell kann man das mal unter einem anderem Blickwinkel betrachten. Ein PPL erlaubt ja auch erheblich größere und schnellere Maschinen und auch international zu fliegen.
    Aquila und Katana sind eher in Deutschland verbreitet. Schon in Frankreich findet man meistens Robin oder Reims Cessna 172 für die Schulung. Eine C172 oder PA 28 findet man überall auf der Welt und kann diese oft (und meistens billiger als alles andere) mieten. Und dann wird auch erst mal geschaut ob man auf dem Typ Erfahrung hat und eine Testrunde mit dem Vermieter gedreht.
    Ich habe selber auf einer C42 angefangen. Der US PPL auf einer C172 mit einem FI der exakt auf Parameter geschult hat, hat meinen Horizont erheblich bereichert. Eine C42 slippe ich eigentlich von fast jeder Höhe runter, kann durch die fehlende Masse auch bis zu Letzt reagieren (oder alles versauen).
    Bei meinem Taildragger brauche ich auch keine Instrumente, das Ding bekomme ich immer runter. Das gilt auch (wenn man es kann) für eine C172. Aber es ist halt sehr einfach auf Ihr das Parameterfliegen zu verinnerlichen, was man definitiv für komplexe und high performance Echo Flugzeuge braucht.
    Bei einer Cirrus, Bonanza etc. muss man Sinkflug und Geschwindigkeitsmanagement beherrschen und alles schon anders einteilen. Die höhere Masse  hat halt eine höhere Trägheit und hält die Geschwindigkeit und die Bewegungsrichtung länger.
     
    Wenn ich nochmal von vorne beginnen würde, würde ich auf einer C172/oder PA 28 ähnliches, aber auf jeden Fall mit Lycoming oder Continental, obwohl ich Rotax sehr schätze. Es geht ja um die Ausbildung und um auch mit exakter Drehzahl und Gemischmanagement fliegen zu lernen.Danach andere Echos fliegen und UL Schein machen. Das ist ein gutes Rüstzeug.
    Wie gesagt, das basiert auf meinen Erfahrungen. Für mich war der PPL der Sprung auch außerhalb Europas zu fliegen (Alaska, Texas, Rußland, RSA usw. ) Will ja bestimmt auch nicht jeder, aber manchmal leckt man Blut nach den ersten Anfängen und sieht was man alles machen könnte.
  • Vernüftig ist es doch auf jedem Muster eine ausgiebige Einweisung / Vertrautmachung zu durchlaufen, bevor man damit in Eigenverantwortung fliegt. Von daher spielt der geflogene Typ bei der Schulung doch nur eine Rolle, wenn ich bereits einen Flieger habe und deshalb auf dem gleichen oder einem ähnlichen Typ schulen möchte.

    Das mit der Versicherung ist ein Argument, wurde bei meiner Versicherung aber ausgeklammert, weil diese nur Stunden auf einem Muster nach Scheinerhalt anerkennt.

  • Oliver_K schrieb:
    Aquila und Katana sind eher in Deutschland verbreitet. Schon in Frankreich findet man meistens Robin oder Reims Cessna 172 für die Schulung. Eine C172 oder PA 28 findet man überall auf der Welt und kann diese oft (und meistens billiger als alles andere) mieten.
    und jetzt mischst Du die Frage was nach dem Schein ist und wie man am besten und sichersten und best ausgebildeten zum Schein kommt.

    und das ist nicht das gleiche.

    ich bin fest überzeugt, dass ich mit der Reihenfolge Aquila/Katana -> 152/172 vielleicht etwas länger für den Schein brauche, aber mit der umgekehrten Reihenfolge mich mit allem was nicht C172 ist, sehr schwer tue.

    Die 172 kann ich in den Boden kotzen und werde nie wirklich merken, was die Details im Bodeneffekt sind.
    Flieg einfach mal mit einer 172 in möglichst exakt 20cm Höhe den ganzen Platz lang und mach es dann nochmal mit einer Aquila.

    ist aber nicht auf meinem Mist gewachsen, sehe ich nur jede Menge Beispiele für.

  • Steffen_E schrieb:
    ch bin fest überzeugt, dass ich mit der Reihenfolge Aquila/Katana -> 152/172 vielleicht etwas länger für den Schein brauche, aber mit der umgekehrten Reihenfolge mich mit allem was nicht C172 ist, sehr schwer tue.
    Das scheint sehr individuell geprägt zu sein Steffen. Ich hab auf zwei Mustern (Hochdecker C42 und Tiefdecker Pioneer 200) gleichzeitig geschult. Mir hat das kein Problem bereitet, anderen schon wie ich hörte. Da muss wohl der Fluglehrer ein sorgsames Händchen haben, wie die Ausbildung ablaufen soll.

    Allerdings muss ich auch hinzufügen, dass ich direkt zuvor meinen Gyrocopterschein gemacht hatte. Und während der Umschulung auf die Fläche hab ich aus meinem Bauchgefühl heraus vermieden, gleichzeitig mit dem Gyrocopter zu fliegen. Zu unterschiedlich fliegen die beiden Muster und zu wenig waren die Basics im Kleinhirn verankert.

    Witzigerweise haben dann 2 Jahre später bei meinem  PPL in den USA meine vielen Flugstunden auf einem schnellen UL-Tiefdecker (ich hatte jetzt eine eigene Maschine mit der in den 2 Jahren bereits 300 Stunden geflogen war) genau diese Flugerfahrungen mir ziemlich im Weg gestanden und ich musste mich erstmal an das deutlich andere Flugverhalten einer C172 gewöhnen. War für mich persönlich überraschend, weil ich 2 Jahre zuvor so gar keine Probleme hatte, auf 2 Mustern gleichzeitig zu schulen. Das ist es was ich mit "individuell" meine.

    Und noch ein anderer Punkt: aus dem Verein hörte ich von erheblichen Problemen, neugebackene Piloten, die nur auf einer C42 geflogen waren auf einen anderen Typ zu bekommen. Der Verein hatte sich auch eine Skylane zugelegt, die aber nur sehr zögernd angenommen wurde. Zu sehr fühlten sich einige Piloten nur auf dem Muster wohl, auf dem sie auch geschult worden sind. Ob man diesen Piloten einen Gefallen getan hätte, wenn man sie auf 2 Mustern gleichzeitig ausgebildet hätte?

    Gerd

  • edhs schrieb:
    Das scheint sehr individuell geprägt zu sein Steffen.
    Bei mir oder bei Dir? ;-)

    im Ernst, ich sehe das bei TMG und Segelflugschülern woran sie sich gerade beim Landen schwer tun und typischerweise sind die Probleme mit einem Tiefdecker geringer, da merkt man mit kurzer Gewöhnung sehr genau wie hoch das Rad über dem Boden ist

    Und ausnahmslos alle tun sich deutlich schwerer wenn sie dann mit einem Hochdecker fliegen.

    Ich bevorzuge Flugzeuge mit deutlicher und feinfühliger Rückmeldung und da gehört eine Cessna überhaupt nicht zu.

    Dafür hat sie halt ein Fahrwerk dem ziemlich egal ist ob man ordentlich gelandet ist oder einfach in den Boden sinkt.

  • Teil ich überwiegend...

    dafür startet eine C172 von selbst verglichen zu einer Pa28 (die aber dafür quasi von selbst landet)

    Frage mich nur, was @MtCenis nun mit diesen Sammelsorium an Input macht :-)

    Würde sagen:

    2tes Muster in der Ausbildung ist echt nice, Ausbildungsflugzeug eher Geschmackssache und viel wichtiger: Die Chemie zur Schule

  • Das ist ja das schöne an so einem Forum. Es wurden Argumente und Meinungen ausgetauscht.
    Die werten Leser können sich ja nun ein Bild machen und Ihre eigene Meinung bilden.
    Wie gesagt, es geht ja um ein PPL Schulungsflugzeug und das, wenn man die Wahl hat, Vor- und Nachteile abwägen kann.
    Wir haben in unserem Verein auch Katana und Aquila (auch für die Schulung). Das sind gute Flugzeuge und vom Stundenpreis, (auch durch den geringeren Spritverbaruch / Mogas) auch attraktiv. Wir haben aber auch Piper.

    Ich bin aber, aufbauend auf meinen Erfahrungen mit weit über 50 geflogenen Typen (von UL bis high performance und complex Echo), der Meinung das für das didaktische Vermitteln einer Art zu fliegen, welche auf größere und komplexere Typen vorbereitet (und das will man ja eventuell mit dem PPL)  eine C172,PA 28,Moran oder Robin etc. für einen  PPL Anfänger besser geeignet sind.
    Bei der Echo Ausbildung ist der Fokus auf Funknavigation, fliegen in Kontrollzonen und  Cockpitmanagement höher als im UL Bereich.
    Das ich mit einem leichteren 2 Sitzer Tiefdecker mehr Poppogefühl benötige und auch in der Schulung erwerbe, möchte ich nicht in Abrede stellen. Daher war auch meine Empfehlung nach dem PPL den UL Schein zu machen. Wenn der UL Lehrer / Prüfer seinen Job ernst nimmt, bekommt das der PPL Flieger dann ja auch vermittelt.

    Der Typ des Fliegers ist eine Sache, viel wichtiger ist aber der Lehrer.
    Es gibt viele gute Piloten aber nur wenige, welche das Wissen auch vermitteln können.
    Daher ist der Typ des Schulungsfliegers die zweite Auswahlgrundlage.
    Der / die Lehrer-in ist entscheidend. Das ist aber für einen Anfänger noch schwieriger zu beurteilen.





  • Oliver_K schrieb:
    der Meinung das für das didaktische Vermitteln einer Art zu fliegen, welche auf größere und komplexere Typen vorbereitet (und das will man ja eventuell mit dem PPL)  eine C172,PA 28,Moran oder Robin etc. für einen  PPL Anfänger besser geeignet sind.
    aber warum denn? Was genau ist denn der Unterschied der den Vortel bringt?
    Oliver_K schrieb:
    Bei der Echo Ausbildung ist der Fokus auf Funknavigation, fliegen in Kontrollzonen und  Cockpitmanagement höher als im UL Bereich.
    das hat aber mit Instrumentierung zu tun, nicht mit dem Muster.

    Beziehst Du Dich darauf, dass eure Katana und Aquila kein sixpack und kein VOR und NDB haben?

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