BZF - ein Prüfungsprotokoll / BNA Bremen

Forum - Umschulung & andere Lizenzen
  • also, aktuell ist es wirklich nicht ganz einfach, wegen der Umstellung auf EASA etc. Dennoch, bislang war es so, dass in D Luftsportgeräteführer keinen LP benötigten, um Englisch funken zu dürfen.

    Eine Anfrage beim franz. Verband vor gut zwei Jahren (Ergebnis wurde auch hier im Forum gepostet) hatte seinerzeit ergeben, dass für einen Anflug auf einen kontrollierten oder AFIS-Platz der LP (Englisch) benötigt wird. Alle anderen Plätze konnte man ohne LP anfliegen (außer Militär).

    Wie man hört, sieht die Sache heute auch in France etwas anders aus, werden dort die ausländischen Luftfahrer tlws. nach dem Französischen LP-Eintrag gefragt, sofern es sich um einen Platz handelt, an dem Funk nur in franz. Sprache vorgesehen ist.

    Rein praktisch wurde ich in den letzten Jahren kein Mal nach einem Sprechfunkzeugnis gefragt und auch nicht nach einem LP, egal für welche Sprache. 
  • Hallo!

    > Die Teilnahme am Flugfunkdienst setzt in allen ICAO-Mitgliedsstaaten
    > für
    alle Luftfahrzeugführer ein LP-Test mindestens Level 4 für die zu
    benutzende Sprache voraus!

    Diese Mitgliedsstaaten werden diese Vorgaben in anwendbare nationale Gesetze u.
    Verordungen umsetzten müssen - erst wenn es diese dann gibt, dann werden wir es
    genau dort nachlesen können.   :-)


    > Wie man hört, sieht die Sache heute auch in France etwas anders aus,
    > werden dort die ausländischen Luftfahrer tlws. nach dem Französischen
    LP-Eintrag gefragt,

    ja... man hat irgendwie davon gehört... Die Frage bleibt: in wieweit unterscheiden die
    Kollegen in F hier zwischen "Flugzeug" und "Luftsportgerät"?


    > Rein praktisch wurde ich in den letzten Jahren kein Mal nach einem
    Sprechfunkzeugnis
    > gefragt und auch nicht nach einem LP, egal für welche
    Sprache. 

    Nützt zwar wenig zur Klärung der Sachlage, aber trotzdem kann ich dem nur 100% Zustimmen
    :)))


    BlueSyk9
  • Hallo zusammen,


    heute hatte ich Prüfung in Köln.
    Insgesamt 14 Leute.
    Zunächst Theorie, 100 Fragen aus dem bekannten Katalog, die Antworten etwas durcheinandergewürfelt, so dass es - glaube ich - 8 Varianten gab. Man konnte also beim Nachbarn nicht abschreiben. Wenn man fertig war, konnte man abgeben. Ansonsten 1 Stunde Zeit.
    Anschließend konnte man sich in 4er-Gruppen formieren und in die praktische Prüfung gehen. Die Prüfungskommission bestand aus einem Vertreter der Bundesnetzagentur und einem Fluglotsen der DFS. Letzterer kam aus Düsseldorf, dennoch wurde Köln-Bonn bearbeitet.
    Zwei von uns sollten zunächst abfliegen, zwei anfliegen. Die Prüflinge saßen an Tischen den Prüfern gegenüber. Nur der Lotse hat von den beiden "gefunkt", der andere nur protokolliert. Dann ging es munter los. Man konnte einfach "drauflosfunken", ohne natürlich den Funkbetrieb zu stören. Man musste also immer sehen, dass man in der Lücke dazwischenkommt, sonst wäre man nicht vom Fleck gekommen.
    Beim Funken wurde natürlich Wert darauf gelegt, die erforderlichen Sprechgruppen zu wiederholen. Dann hat er uns immer korrigiert, wenn wir versehentlich "zwei" statt "zwo" gesagt haben. Ich hätte gedacht, dass ich immer "zwo" sage, der Prüfer hatte aber offenbar mitgezählt und gesagt, ich hätte fünfmal "zwei" gesagt. Das war offensichtlich die Nervosität. Zwischendurch wurde immer mal der aktuelle Steuerkurs erfragt, den man sich zum Beispiel im Queranflug auf irgendeine Piste schon ausrechnen sollte.
    Einer von uns ist leider durchgefallen, da er wohl eine Kursansage nicht befolgt hat und in eine andere Richtung geflogen ist. Habe das im Detail gar nicht mitbekommen, da ich mit meinem eigenen Funken gut beschäftigt war und zugegebenermaßen auch etwas angespannt war.
    Zusammengefasst kann man sagen, dass man gut zurecht kommt, wenn man die Sprechgruppen draufhat und die besonders wichtigen Dinge wie Startfreigabe und so weiter abwartet.
    Die Prüfer waren so mittelmäßig entspannt. Die Atmosphäre war nicht unangenehm, aber auch nicht locker. Die beiden strahlten schon eine gewisse Trockenheit aus und ließen keinen Zweifel daran, dass sie die Prüfung sehr ernst nahmen.

    Als jeder einen Ab- und einen Anflug hinter sich hatte, war für uns die Prüfung zu Ende. Der durchgefallene Kandidat wurde nochmal hereingebeten zur Besprechung seiner Prüfung. Anschließend wurden wir hereingebeten und haben unsere Scheine ausgehändigt bekommen. Ob die anderen Prüflinge nach uns (aller 4er-Gruppen hintereinader weg) alle bestanden haben, weiß ich nicht, da wir dann abgereist sind. Es waren auch noch etwa drei Kandidaten dabei, die das BZF 1 machen wollten. (Ich selbst BZF 2.)

    Noch Fragen?

    Gruß

    Michael


  • Wen es für Frankreich interessiert: hier ist das Formular welches ich als Fluglehrer meinen Schülern ausstellte. Damit durften sie dann, nach Eintrag in ihren Schein,  natürlich überall im kontrollierten wie im unkontrollierten Luftraum funken.





    ATTESTATION D’APTITUDE A LA   



    RADIOTELEPHONIE EN LANGUE FRANCAISE 



    POUR  PILOTE D’ULM 




    Je, soussigné …………………………………………………………………………… 



    Instructeur de pilote ULM CLASSE : ……………………………………………... 



    Qualification instructeur  N°…………………………. 


                                             valable jusqu’au………………… 



    Licence de pilote ULM N°UL……………………………………… 





    ATTESTE QUE LE CANDIDAT SUIVANT : 




    NOM …………………………………………………………………………………….. 



    Prénom …………………………………………………………………………………. 



    date et lieu de naissance …………………………………………………………….. 



    Adresse ………………………………………………………………………………… 



    Téléphone ……………………………………………………………………………… 





    EST DECLARE(E) APTE, APRES CONTROLE AU SOL ET EN VOL,  


    (Conformément au programme défini dans l’arrêté du 04 mai 2000, article 7, annexe III.)  



    A LA PRATIQUE DE LA RADIOTELEPHONIE EN LANGUE FRANCAISE 





    fait à................................. le..................................... 




                   ( signature de l’instructeur et cachet du club / de l’instructeur ) 







    La présente autorisation doit être présentée, accompagnée de la licence,  aux 


    services de l’Aviation Civile dont relève l’intéressé(e) aux fins de mise à jour de sa 


    licence. 


    Grus Stephan



     

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    Michael
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