Windmessung am Flugplatz

Forum - Wetter & Meteorologie
  • Belchman schrieb:
    Dann bleibt euch wahrscheinlich nur Windsack als kostengünstige Möglichkeit. Alles andere nicht für die gewünschte günstig machbar. Im übrigen wer meint ein Flugleiter muss Wetter ansagen der irrt gewaltig, es ist nicht seine Aufgabe alles was in der Luft ist zu kontrollieren und informieren.
    Windsack ist natürlich vorhanden, sogar zwei, an jedem Bahnende einer. Die zeigen aber zum Beispiel bei ,,böhmischem Wind" in verschiedene Richtungen. Das hängt mit der Topografie des Platzes zusammen. Wer schonmal in Brauna gelandet ist, wird wissen, wovon ich spreche. Dass wir Wetter (Wind) nicht ansagen müssen, weiß ich. Wir tun es meistens trotzdem und es hat sich bisher noch niemand darüber beschwert, im Gegenteil.

    Ich danke Euch für Eure Beiträge und werde sicherlich bald eine geeignete Station finden.

  • @EDCM-Pilot

    2 Windsäcke am Platz zu haben grenzt ja schon fast an Luxus! 

    Und genau wie du sagst, beide flattern ggf. in verschiedene Richtungen. Installierst du ein Anemometer, wird es sich wohl präzise "ablesen" lassen, aber welchen Wert hat diese Info dann für den Piloten? Wo wird es installiert werden? Vermutlich in der Nähe oder auf dem Turm. Wer will DORT schon landen?

    Meiner ganz persönlichen, bescheidenen Meinung nach genügt eine Info wie z.B.: "Wind von etwas links ca. 10kts" völlig aus. Und DIESEN Wert kann man dem entsprechend sinnvoll aufgestellten Windsack mit hinreichender Genauigkeit ablesen. 

    In den meisten Ländern ohne Flugleiter fliegt man ggf. auch nur einmal über den Platz, schaut von oben auf den Windsack, entscheidet selbstständig die Landerichtung und landet. Die einfachen Lösungen funktionieren meist am zuverlässigsten!

    Gruss,

    Jürgen

  • Hi,

    keine Ahnung, ob das robust und genau genug ist, aber die Windanzeige kann Grad und Knoten und ist im Angebot: 

    https://www.aldi-onlineshop.de/p/wlan-hd-wetterstation-mit-7-in-1-profi-sensor-1017473/

    Grüße

    Maik

  • Wir nutzen einen Windrichtungsgeber und ein Dreiflügel-Anemometer der Fa. Lambrecht, die ihre Signale via 4-20mA-Schnittstelle an eine SPS mit LCD-Display weiter geben. Sie sitzen an der Spitze eines 4m hohen Mastes auf dem Tower. Wir haben die Messtechnik damals günstig aus einer Konkursmasse erwerben können, die Sensoren sind sogar beheizt, so dass sie im Winter nicht vereisen. 

    Die SPS loggt die Messwerte und stellt sie grafisch dar. Das Programm/Benutzeroberfläche ist selbst programmiert und dient nicht nur der Windrichtungsanzeige, sondern auch verschiedenen anderen Steuerfunktionen wie Ampelsteuerung, Schrankenschaltung, Steuerung des Windentelefons, usw. 

    Wichtig ist bei so einer Lösung allerdings aus meiner Sicht, dass es ein Backupsystem gibt falls die SPS mal den Geist aufgibt. Sicherheitskritische Funktionen können im Fall der Fälle über eine Notschaltung bedient werden.

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