• d-mike schrieb:
    Und die sterben alle weil sie gegen ein landendes Flugzeug fahren?
    Ich dachte, dass die "im Zweifelsfall Rettung schießen"-Mentalität so sehr vor Ironie strotzt, dass man auch ohne Smileys auskäme. War wohl nicht der Fall und bevor jemand seinen Fallschirmflug nach Motorausfall mit "hab ich im UL-Forum gelesen" begründet, stell ich das besser mal klar.
  • Moin,
    d-mike schrieb:
    https://www.aopa.org/news-and-media/all-news/2019/february/05/gps-adsb-may-be-unavailable-in-southeast-during-interference-tests
    Nett was sich das Militär in den USA so ausdenkt. Und das bei der GA-Dichte dort drüben.

    Zurück zu unserem Thema. Was bedeutet ein GPS-Ausfall? Eigentlich nicht viel. Es entfällt nur die Moving-Map-Funktion, die Karte bleibt auf dem Display mit allen Informationen, so dass man wie mit einer Papierkarte weiterfliegen kann. Und sollte die Darstellung "einfrieren", dann eben umschalten auf Planning Mode.

    In den drei Jahren mit dem eigenen Flieger und ca 400 Flugstunden habe ich noch nie einen GPS-Ausfall erlebt. Weder bei kräftigen Wolken über mir und auch nicht in den Alpen. Das Geräte "ausstiegen" hab ich dagegen zu Beginn mehrfach erlebt. Lag aber am damals benutzten AirNav Pro auf Apple und seiner teilweisen Inkompatibilität nach Updates, oder an Überhitzung des Ipad 2, was aber sehr schnell behebbar war.

    Mit SkyDemon habe ich mit Updates bisher noch kein Problem gehabt. Weder unter IOS noch unter Android. Die haben das gut unter Kontrolle.

    Foreflight hat gerade vor ein paar Minuten das IOS-Update auf 12.1.4 freigegeben. Das Problem für uns Piloten scheint mir demnach weniger ein Geräteausfall oder GPS-Ausfall, sondern die Updates der Betriebssysteme. Da wartet man besser mit dem Aufspielen, bis die Tests/Erfahrungen erfolgreich sind.

    Gerd

  • d-mike schrieb:
    Das RG benutze ich nur wenn es ums Überleben geht und nicht in Fällen wo ich Zeit habe für eine Sicherheitsaussenlandung (Wetter, Dunkelheit, Orientierungsverlust usw.).
    Dem pflichte ich mit einer Ausnahme bei: Bei Motorausfall über offener See würde ich versuchen den Motor zu starten und wenn das nicht klappt die Rettung rausfeuern, auch wenn ich noch Zeit habe.

    Begründung:
    Ich denke einfach mal, daß ich mit dem Tiefdecker keine Notwasserung hinbekommen werde, bei dem der Vogel keinen Überschlag macht. Wenn der Vogel dann auf dem Dach bzw. auf der Kabinenhaube liegt und langsam versinkt, bekomme ich die Haube gegen den Wasserdruck nicht mehr auf.

    Daher im Falle der Notwasserung die Rettung schießen, um mit null Fahrt und offener Haube ins Wasser einzuschlagen.

    Und zur Navigation:
    Das ist da meine größere Sorge als der Motorausfall. Wenn man auf offener See an der avisierten Insel vorbeifliegt, fliegt man einfach vorbei. Auffanglinien oder so gibt es da nicht.

  • Ich frage mich, was ist daran so schlimm, wenn das GPS ausfällt? Eine Luftfahrtkarte in Papierform (z. B. als Ausdruck der Openflightmaps) habe ich als Ergänzung zu meinen bunten Bildschirmen immer dabei.  Mit Hilfe zweier Funkpeilungen (QDMs oder VORs) kann ich innerhalb von zwei Minuten meinen Standort genau bestimmen. Ja, ich weiß: Die VDF-Peilsender und VORs werden in Deutschland sukzessive abgebaut. Aber gerade im Ausland ist das Peilverfahren sehr nützlich. Nur im Gebirge wird's damit schwierig; dort sollte man/frau sich topographisch halt sehr gut auskennen.

    Conny

  • aviatrix schrieb:
    Ja, ich weiß: Die VDF-Peilsender und VORs werden in Deutschland sukzessive abgebaut.
    Du beschreibst das Problem gerade selber: VORs werden stillgelegt und QDMs bekommt man auch kaum noch. Die Anlagen dafür werden auch abgeschaltet. Wobei ich denke, daß ein Großteil im Zuge der Umstellung auf das 8,33 kHz Frequenzraster gleich mit entsorgt wurden. Ich bin jedenfalls auf die nächste ICAO-Karte gespannt, wie viele Kanäle dort noch unterstrichen sein werden.

    Ich habe mit der Navigation im Gebirge auch weniger ein Problem als viel mehr in der Norddeutschen Tiefebene. Da gibt es im Vgl. kaum wirklich markante Punkte.

  • cbk schrieb:

    Daher im Falle der Notwasserung die Rettung schießen, um mit null Fahrt und offener Haube ins Wasser einzuschlagen.

    Diesem speziellen Fall stimme ich voll zu. Und beim Motorausfall über geschlossenen Wald gehen die Meinungen ja auseinander. Ich bin mir da auch uneins. Hängt auch bisschen vom Flieger ab in dem ich sitze wenn es mir passierte. Generell bin ich aber sehr konservativ eingestellt was die Nutzung des RG betrifft, dass in vielen Fliegern ja nicht als (Gesamt-)System getestet wurde (also real in verschiedenen Situationen).
  • Jetzt mal wieder ne Kurve zum Thema finden: Ich glaube, wir sind da alle ganz schön vom Kurs abgekommen 🤔 Vom Nordpol habe ich jedenfalls lange nichts gelesen😎 Klimawandel, schneller wandernde Pole und wir als Navigationsexperten mit unseren kleinen Fliegern mitten drin.🤦🏻‍♂️

    Ist schon eine spannende Zeit, in der wir leben.😁



Jetzt anmelden

Passwort vergessen

Umfrage Archiv

Werdet Ihr Euer UL im Zuge der 600 kg MTOW auflasten lassen?

Ja, bei Kosten bis max. 5.000 Euro
54 %
Nein
22 %
Ja, unabhängig von den Kosten
10 %
Ja, bei Kosten bis max. 7.500 Euro
8 %
Ja, bei Kosten bis max. 10.000 Euro
6 %
Stimmen: 50 | Diskussion
Anzeige: Roland Aircraft
Statistik Alle Mitglieder

Aktuell sind 32 Besucher online.

Anzeige: VFR Sprechfunk Simulator


Anzeige: Pocket FMS