Ich finde es OK, dass GPS in der Fliegerei bislang nur sozusagen Backup zu Kompass (und Funknavigation) ist, auch wenn das ′Backup′ im Alltag hauptsächlich genutzt wird, weil bequemer und bessere Tools im Alltag damit vorliegen, vor allem in der GA. ABER: GPS ist militärisch kontrolliert, war lange nicht so gut zivil nutzbar (Störsignal => 100m Genauigkeit) und durchaus mal am Rande der Einsatzfähigkeit (defekte Satelliten, kein ausreichender Nachschub usw.). GLONASS kam später, auch militärisch kontrolliert, erst 2011 zivil nutzbar. Galileo seit Ewigkeiten in der Planung/Aufbau, immer noch nicht operational (daher sind die Chinesen auch ausgestiegen und haben ihr eigenes aufgebaut, Beidou). Also noch vor 15 Jahren gab es NUR das amerikanische GPS, militärisch kontrolliert. Wer von Euch hätte damals (oder auch heute) einem Trump nicht zugetraut, das GPS als Druckmittel gegenüber NATO oder anderen Nutzern in der Welt oder im Falle eines Konfliktes komplett der zivilen Nutzung zu entziehen? Andere gefahren sind: Ausfall eines GPS (wenn Eure Navigation nur das US-Ameriksnische GPS nutzt/nutzen kann oder es wie vor wenigen Jahren noch gar nichts anderes gab) aufgrund Meteorideneinschläge, space debris, Terroranschlag (GPS Jammer) usw. Dann möchte ich aber nicht in einem rein GPS-geführten Flieger über Europa sitzen... Die Situation verändert sich zunehmends in den kommenden Jahren, aber noch vor 10 oder 20 Jahren war es IMHO absolut richtig, GPS nur als Zusatz anzusehen.
VG Mike