Medical jetzt 5 Jahre gültig

Forum - Fliegerische Tauglichkeit
  • >Ab 2013 sind die Dinger sogar beim Hausarzt verlängerbar...

    Das finde ich interessant! Woher kommt die Info? Wäre toll, wenn es mehr als nur ein Gerücht ist!
    2. für Klasse 2:

    Der aktuelle Stand zu den Fristen:
    § 24d Erteilung und Gültigkeit eines Tauglichkeitszeugnisses60 Monate
    bis zur Vollendung des 40. Lebensjahres, danach 24 Monate bis zur
    Vollendung des 60. Lebensjahres und danach zwölf Monate.(Was für mich eine deutliche Verbesserung bedeutet! :-) )
  • Habe ich letztens in einem Fachmagazin gelesen. Ich weiß nur nicht mehr welches. Ist schon länger her. Sollte ich den Artikel finden, werde ich den mal hier zitieren. Da ging es auf jedenfall um die Änderungen insgesamt:

    Sprich ELA I, ELA II und Medical... Ich such mal...
  • Achtung: Zwischen diesen beiden Beiträgen liegen mehr als 8 Monate.
  • Medicalverlängerung ab 2013 auch beim Hausarzt !? Schön wärs. Ich muss, da über 60, jedes Jahr zum Fliegerarzt.

    Woher stammt denn diese Mär ???

    Danke schon mal für ne Antwort.

    Oldiefl.
  • Hi Oldi,

    schau mal hier. http://www.fla.mydoktor.org/@de/aktuelles/20060104KommentHusek01.htm. Also die Diskussion um das Hausarztmodell geht schon ewig umher. Die Vereine der einzelnen Länder haben natürlich ein massives Interesse ihre Mitglieder zu halten. Wer bleibt schon im Verein ohne gültiges Medical?

    Gibts es denn nun eine Entscheidung???
  • Achtung: Zwischen diesen beiden Beiträgen liegen mehr als 6 Monate.
  • Hallo Steve,

    bei der Thematik bin ich doch deutlich anderer Meinung!

    > Die Verlängerung des Medicals zum fliegen beim Hausarzt
    > finde ich
    persönlich etwas doof. Ich weiss nicht wirklich
    > ob ein Hausarzt richtig
    beurteilen kann/will, ob man
    > gesund genug fürs fliegen ist.

    Das sollte in der privaten VFR-Fliegerei als aller erstes
    nur einer entscheiden, nämlich der Pilot!

    Irgendwie sind die Deutschen immer gerne dabei, Verantwortung
    abzuschieben. Der "Stempelhörige" sagt dann: Jaaaa, wenn
    mein Fliegerarzt das OK gibt - mit Brief und Siegel, dannnnn
    ist ja alles OK...

    Nein!! So geht das nicht! Ein Flieger braucht vor allem eines:
    Eigenverantwortung. Sonst überlebt er nicht lange - ob mit
    oder ohne Medical.

    > Wenn es zahlen gibt, die das belegen, ist Deutschland doch
    > auf dem richtigen Weg, oder.

    In dieser Regelungs-Wahn Hinsicht ist Deutschland alles - nur
    nicht auf dem richtigen Weg!
    Die einzigen Zahlen, die es gibt deuten wohl eher darauf hin,
    das es (weltweit) keine nennenswerten Unfälle gibt, die wirklich
    medizinisch begründet sind!
    Die Franzosen haben gar kein Medical für ULer und trotzdem
    keine höheren Unfallzahlen - im Gegenteil.

    > Ein Kumpel von mir hat auch das Tauchmedical erhalten,
    > obwohl er unter
    Epilepsie leidet. Er kannte halt den Arzt ganz gut.
    > Es ist dann auch
    wirklich etwas passiert.

    Da kann ich nur sagen: Er konnte wohl mit seiner Eigenverantwortung
    nicht richtig umgehen - leider Pech für ihn - aber sein freier Wille!
    Und lange noch kein Argument für die "Überkontrolle" die
    hierzulande gerne um sich greift und alle Verantwortungsbewust
    handelnden Menschen auf alberne Art und Weise bevormundet.

    Du bist doch kein Baby - Du weisst doch selbst am besten,
    ob du fit bist zum Fliegen. Wenn du krank bist, dann fliegst Du
    nicht - wenn Du wieder gesund bist, dann fliegst Du wieder.

    Und wenn Du meinst, mit einem Gipsbein ein Flugzueg steuern zu können,
    bitteschön - mach es doch! Aber lerne mit den Kosequenzen Deines
    Handelns umzugehen - wenn Du bei der Aktion runterfällst, dann heul′
    halt nicht! So einfach ist das.

    Deshalb:
    Im Bereich der nicht gewerblichen VFR Fliegerei gehört
    das Medical abgeschafft.

    BlueSky9

    P.S.: Um mit einem 200 PS Mopped mit 300 km/h über die Autobahn
    zu bolzen breauche ich kein "Medical"...Ich darf sogar Kinder in die Welt
    setzen, ohne das mich vorher mal jemand auf meine soziale Kompetenz hin
    untersucht - nur für ein 472kg Fliegerchen soll ich ein Medical brauchen??
    Lächerlich!
  • Ich kann Dir in vielerlei Hinsicht Recht geben. In den USA fliegen Leute zum Mond, die in Deutschland aufgrund des Medicals nicht einmal die Möglichkeit hätten mit dem Segelflieger eine Platzrunde zu drehen. Es werden viele Menschen gegroundet, obwohl es eigentlich gar nicht nötig ist das zu tun. Das Paradoxon an der Sache ist im Grunde, dass man ein Ultraleichtflugzeug (Dreiachser) ohne Medical nicht in die Luft bewegen darf, wir mit einem Dreiachser der 120 kg Klasse (ZJ Viera, SD1 Minisport) aber sehr wohl den Luftraum "unsicher" machen könnten, obwohl man doch aufgrund des nicht erteilten Medicals eine große Gefahr für die Menschheit wäre. Man sieht oder hört unter Umständen ja gar nichts... :)

    Meiner Meinung nach ist ein Medical auf der anderen Seite trotzdem sinnvoll, jedoch nicht in dem aktuellen Umfang. Mit Hilfe des Medicals hat man unter Umständen die Möglichkeiten Krankheiten frühzeitig zu erkennen und bekommt damit die Chance diese evtl. in deren Anfangsstadien erfolgreich bekämpfen zu können. Das ist meiner Ansicht nach der einzige Vorteil dieses von den meisten eher als Hindernis empfundenen Gang zum Arzt.

    Ich bin daher für folgendes. Ein Medical sollte meiner Meinung nach die folgenden meines Erachtens nach sinnvollen Dinge abprüfen. Nicht mehr und nicht weniger:
    - Anamnese
    - Untersuchung des Sehvermögens
    - Untersuchung des Hörvermögens

    Alles andere, wie z.B. die Bewertung der allgemeinen und aktuellen körperlichen Verfassung, sollte in der Eigenverantwortung des Piloten liegen. Ein "komplettes" Medical sollte man hingegen nur machen, wenn es deutliche (!) Indizien für eine evtl. einschränkende Krankheit gibt, welche entweder aus der Kankenakte oder der vorherigen Anamnese hervorgeht und wirklich (!) das Führen des Flugzeuges teilweise oder ganz unmöglich machen könnte. Ich verstehe z.B. nicht, warum ein Diabetes-Patient nicht fliegen sollte, wenn er seine Krankheit durch Medikamente nachweislich seit Jahren erfolgreich im Griff hat. Gleiches könnte man z.B. für HIV-Patienten folgern, wobei man diese Liste noch endlos fortführen könnte...

    Aber die Bürokratie bietet wie eigentlich in nahezu jeder Vorschrift komische Sachverhalte, die man nicht wirklich verstehen kann. Schaut man sich z.B. mal die aktuellen "Permit to Fly" Zulassungen an. Wir UL Piloten müssen akribisch darauf acht geben, dass wir in jedem Fall unter den 472,5 kg MTOW bleiben. Lässt man das unter Umständen gleiche Flugzeug mit der Möglichkeit "Permit to Fly" zu, darf man es, sofern darauf ausgelegt, auf einmal mit max. 600 kg herumkutschieren. Ist ja auch alles schön und gut. Bescheuert ist nur, dass man als SPL Inhaber ein und dasselbe Flugzeug im Grunde nicht fliegen darf, nur weil es eine andere Kennung hat. Denn für die PTF Flieger ist der PPL-A erforderlich. Andersherum können die PPLer jedoch plötzlich "schwere ULs" fliegen, obwohl sie eigentlich gar keine Schulung darauf haben. Interessant, oder?
  • Die heute gültige JAR FCL3 ist nach langen Diskussionen und einigen Änderungen ein schwieriger Kompromiss zwischen den beteiligten Ländern geworden. Ich sehe bei denen keinen Drang nach neuerlichen Änderungen, da man irgendwann mal in Europa gleiche Pflichten für alle haben will. 

    Der Sinn von medizinischen Untersuchungen für Lenker von Fahrzeugen ist absolut unstrittig. Die lebenslange Gültigkeit von deutschen Führerscheinen ist längst aufgeweicht. Schaut Euch die Regularien für die regelmäßigen medizinischen Pflichtuntersuchungen der Klassen C1, D.... in Deutschland an. In einigen anderen Ländern Europas ist die  regelmäßige medizinische Untersuchung zur Verlängerung einer Fahrerlaubnis auch für PKW eine allgemein anerkannte Pflicht, die in den nächsten Jahren auch in Deutschland kommen wird. Das Jahr habe ich nicht im Kopf, lässt sich aber googeln.
    Qualifizierung: In Spanien z.B. gibt es auch eine Pflichtuntersuchung für Besitzer einer Fahrerlaubnis. Diese Untersuchung darf nicht ein Allgemeinmediziner, landläufig der Hausarzt, machen, sondern nur zugelassene Untersuchungsstellen. Wie in der Luftfahrt.  
  • Würden hier in Deutschland nicht so viele Arbeitsplätze und Wählerstimmen vom Autobau abhängen, hätten schon längst die hälfte der Deutschen keinen Führerschein mehr...
  • Achtung: Zwischen diesen beiden Beiträgen liegen mehr als 6 Jahre.
  • Boah, is der Thread alt. Mach aber keinen neuen auf.

    Hab mir heute ein neues Medical gekauft - für 100,-. Vor 5 Jahren, bei meiner Erstuntersuchung, waren′s noch 50,-. Dafür ist es jetzt viiieeel abgespeckter, was die Untersuchung angeht. Aber doppelt so teuer. Die 50,- waren wohl nur zum Anfüttern in die Droge Fliegerei. War schon etwas überrascht, aber die Mädels meinten das andere Praxen / Praxisse / Praxine aussen rum teurer wären.

  • Bedank Dich bei den Schwachmaten vom LBA und drück die Daumen, dass deren Paranoia nicht noch weiter auswuchert, sonst liegen wir fürs Medical bald alle auf der Couch.

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