Medical jetzt 5 Jahre gültig

Forum - Fliegerische Tauglichkeit
  • Hallo zusammen


    Ich habe mich eben nach 2 Jahren wieder beim Fliegerdoc gemeldet um das Medical zu verlängern/erneuern. Der hat mir nun gesagt es hätte sich etwas geändert und mein neues Medical, dass ich heute erhalten werde wird nun sogar für 5 Jahre anstatt wie früher 2 Jahre gültig sein.


    Ist wohl irgendwie an mir vorbei gegangen. Cool trotzdem.


    Gruss Steve

  • Je nach eigenem Alter stimmt das auch so...
    Ab 2013 sind die Dinger sogar beim Hausarzt verlängerbar...

    Das coole: Ich muss ende 2013 hin :)
  • Wie ist das eigentlich, wenn ich jetzt mein Medical mache, aber erst Ende nächsten Jahres die Ausbildung beginne?


    Gibt es beim Medical eigentlich sowas wie "permanent Fluguntauglich", also Feststellung der Fluguntauglichkeit nach der ersten Untersuchung und dann keine Möglichkeit mehr, das Medical zu wiederholen?


    Viele Grüße


    Sebastian

  • Wann Du Dein Medical machst ist eigentlich völlig egal. Du brauchst es das erste Mal spätestens zum Soloflug. Das Medical bleibt je nach alter sehr lang oder auch nur kurz gültig:

    • Alter bis 30 Jahre: 5 Jahre gültig
    • Alter bis 50 Jahre: 2 Jahre gültig
    • Alter ab 50 Jahre: 1 Jahr gültig

    Solltest Du kein Medical bekommen, so hat der Fliegerarzt die Pflich das negative Ergebnis zum LBA zu schicken. Das heißt, dass Du erstmal raus bist aus der Fliegerei, bis Du bei einem AMC Deine Gesundheit erfolgreich nachweisen kannst (glaube ich).

    Natürlich gibt es beim Medical auch diverse Einschränkungen. Wenn also wirklich was sein sollte, kann es sein, dass du zwar fliegen darfst, jedoch z.B. nur am Tage oder nur mit Sicherheitspilot oder wat weiß ich.

    Solltest Du wirklich das Gefühl haben etwas einschränkendes zu haben, ist mein Tipp sich vor dem Medical vom normalen Hausarzt durchchecken zu lassen. Wenn der grünes Licht gibt, kommst Du auch durchs Medical.

    Alles weitere steht übrigens in der JAR-FCL 3

    Da steht auch genau drin was wann wo und wie untersucht werden muss. Es ist also alles ganz genau vorgeschrieben. Schau es Dir einfach an. Ich habe damals über mein Medical ebenfalls geschrieben.

    Teil 1: Augenarzt
    Teil 2: Fliegerarzt
  • Vorher werde ich eh noch mal zur JNP beim Hausarzt und beim Augenarzt sein. Dann werde ich mal danach fragen, wie es denn so aussieht. Aber eigentlich sollte nix schief gehen, da ich auch ein Tauch-Medical habe :-)
  • Ich persönlich fand die Tauchsportlichkeitsuntersuchung sogar etwas extremer (Hochleistungs-EKG etc.). Nur brauchte man hierfür nicht zum Augenarzt und ich habe zum tauchen schon seit Jahren keine Nachuntersuchung mehr gemacht. Zuhause brauche ich es nicht und im Urlaub fragt keiner danach.


    Die Verlängerung des Medicals zum fliegen beim Hausarzt finde ich persönlich etwas doof. Ich weiss nicht wirklich ob ein Hausarzt richtig beurteilen kann/will, ob man gesund genug fürs fliegen ist.


    Ein Kumpel von mir hat auch das Tauchmedical erhalten, obwohl er unter Epilepsie leidet. Er kannte halt den Arzt ganz gut. Es ist dann auch wirklich etwas passiert. Ich habe Ihn als Guide während seiner Ausbildung unter Wasser begleitet und er hat promt einen Anfall bekommen. Keiner wusste von seiner Epilepsie. Ich auch nicht. Ein riessen Stress mit Wasserschutzpolizei, Krankenwagen, Notaufnahme. Jedenfalls hat er es Gott sei Dank überlebt.


    Nun meine kritische Frage zu dem Thema. Was wenn er sich damals zum fliegen angemeldet hätte. Klar er muss das erste mal zum Fliegerdoc. Wenn er den aber überwunden hat, sind für die Zukunft mit dem normalen Hausarzt fast alle Grenzen offen.


    Naja, ich persönlich finde es nicht so gut. Da zahl ich lieber wieder 200.- Euro für die Untersuchung beim Fliegerarzt und weiss, ich darf dann auch wirklich fliegen.


    Gruss Steve

  • Nur scheint das JAR-FCL Medical hier in Deutschland ziemlich übertrieben zu sein. Soweit ich gelesen habe, wären etliche US ATPL-Piloten in Deutschland nicht in der Lage, einen Segelflugzeugschein zu bekommen, weil sie nicht durch das Medical kommen würden.

    Andererseits bin ich natürlich auch der Meinung, dass man sich nur im entsprechenden körperlichen Zustand unter Wasser oder in die Luft begeben sollte. Hab schon genug Tauchunfälle von Leute mit einer "es wird schon irgendwie gehen"-Einstellung miterlebt. Mir wäre es einfach nicht Wert, einen Tauchgang/eine Flugstunde gegen mein Leben einzutauschen.
  • Also ob man das Medical nun beim Hausarzt oder beim Fliegerarzt macht. Die müssen sich genaustens an die JAR FCL 3 halten und haben prinzipiell keinen Spielraum. Wenn nun ein Pilot seinen Arzt gut kennt und das auszunutzen vermag, dann hapert es meiner Meinung nach auch an der Eigendisziplin des Piloten, welche ein jeder Pilot mitbringen sollte.

    Des Weiteren würde der Arzt im Falle das Falls sicherlich ganz genau beobachtet, wenn mehr oder weniger Medical-Fälschung im Spiel ist würde er sogar seinen Job verlieren. Also ganz so einfach stelle ich mir das nicht vor.

    In den USA ist so oder so alles anders. Da kann man auch eine Waffe ganz normal im Supermarkt kaufen und die wundern sich über die hohe Mord- und Kriminalitätsrate. Es gibt eine Website, welche sich ganz klar gegen die übertriebenen JAR FCL 3 bestimmungen stellt: jarcontra. Dort ist auch mal das Beispiel gefallen, dass man in Deutschland noch lange nicht Segelfliegen darf nur weil man in den USA von Beruf Astronaut ist.
  • Sorry, aber das Wort Eigendisziplin existiert für mehr Leute als du dir vorstellen kannst nicht. Ich habe einen wirklich nur kurzen Blick auf den Link geworfen, den du hier geposted hast.


    Mir stellen sich die Nackenhaare zu Berge. Naja, das ist vielleicht alles eine Sache der Perspektive. Wer weiss wie wir in wirklichkeit reagieren würden, wenn uns unser Arzt das fliegen verbieten würde? Wären wir dann froh es wäre alles etwas lockerer?


    Aber wo endet das am Schluss? Vielleicht könnte man dann ja auch die Promillegrenze beim fliegen etwas hochschrauben, so dass man irgendwo zu einer Party fliegt, sich ein paar Bier und Korn reinpfeift und danach nach VFR die schöne Aussicht der beleuchteten Städte bei Nacht geniest, wärend man alkoholisiert nachhause fliegt?


    Klar, das ist alles weit hergeholt und total übertrieben. Ich kenne auch die Statistiken in z.B. US nicht. Gibt es es da durchschnittlich mehr Flugunfälle als bei uns? Wenn es zahlen gibt, die das belegen, ist Deutschland doch auf dem richtigen Weg, oder.


    Gruss Steve

  • Also wenn mich ein Arzt grounden würde, würde ich mir direkt eine zweite Meinung vom Hausarzt o.ä. holen und später evtl. versuchen die negative fliegerärztliche Untersuchung beim nächsten AMC aufheben zu lassen.

    Geschlagengeben tut man sich sicher nicht so einfach, wenn allerdings alle Stricke reißen und man wirklich auf MSL verweilen muss, kann man eben nichts machen. Klar können wir uns alle beschweren, aber ob das in der Bürokratiewüste Deutschland was bringt wage ich zu bezweifeln...
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