Howlin′ schrieb:Hallo Howlin′
Leider findet man nirgends mal Bewertungen oder Erfahrungsberichte was Fliegerärzte angeht und es gibt wohl "so′ne und solche"..
warst Du schon beim Fliegerarzt? Erstmal ein unverbindliches Beratungsgespräch! Egal wie nett, kompetent oder kollegial der Arzt ist. Auf keinen Fall gleich eine flugmedizinische Untersuchung! Unabhängig was beim Beratungsgespräch rauskommt solltest Du bevor es ernst wird dir die Diskussion bezüglich LBA und dem Flugmedizinischen Dienst in Deutschland zu Gemüte führen.
Deine Situation ist nicht einfach aber es besteht eine reelle Chanche. Die Chanche dass du ein Medical in Deutschland von einem deutschen Fliegerarzt bekommst ist sehr gering. Alle Deutschen Fliegerärzte stehen unter dem Druck des LBA, lass dir nicht anderes einreden!
Für Dich als UL′er genügt ein LAPL Medical, es unterliegt nicht dem EASA Part-M und es besteht faktisch keine Meldepflicht des Arztes falls er dich ablehnt bzw. kein Medical ausstellt. Und genau hier liegt das Problem. Ein Deutscher Fliegerarzt der zuviele Medicals ausstellt und so gut wie keine Medicals ablehnt riskiert seine Zulassung und steht unter Generalverdacht des LBA. Das sind alle Die, die bisher auch für die schwierigen Fälle bekannt waren (gerne auch ältere Kollegen sie selbst Piloten sind und schon viel gesehen haben und pragmatisch waren), da räumt das LBA seit einiger Zeit rigoros auf.
Wen wird ein Fliegerarzt melden (Ablehnung) - natürlich die Risikopatienten. In Deutschland traut sich kein Fliegerarzt mehr ein Risiko einzugehen. Das führt auch dazu dass die Meldepflicht, die für ein LAPL Medical nicht besteht, von einigen Fliegerärzten trotzdem gemacht wird. Sprich das ruhig an ob dein ausgesuchter Fliegerarzt eine Nichtausstellung des Medicals meldet oder nicht. Wenn er das tun würde, weil er meint er müsste es, dann wäre es das für dich gewesen. Einmal in der Medical-Mühle des LBA und du hast verloren. Du musst auch an später denken. Die ersten 2 Jahre brauchst Du sowieso für die Ausbildung, dann fängt der Spass erst an. Dann braucht du wieder einen Fliegerarzt.
Was ist zu tun: Informieren, Beraten lassen (um Himmels Willen nur beraten lassen) - von mir aus auch von einem deutschen Fliegerarzt. Dann dasselbe im EU Ausland bei einem Fliegerarzt der ein LBA LAPL ausstellen darf - nachfragen ob er auch eine LBA LAPL Erstuntersuchung macht.
Möglicherweise wird der Fliegerarzt, auch wenn im deutschsprachigen Ausland sitzt und nett und pragmatisch ist, in deinem Fall ein Einzelfallgutachten empfehlen, gut ist wenn er auch noch flugmedizinischer Gutachter ist. So hast Du die größten Chanchen.
Bei Dir in der Nähe - das wäre ein 6er im Lotto den ich dir gönne. Hast Du mal den Schein dann willst Du ihn nicht aufgeben nur wegen dem Medical. Jung und gesund - geh hin zu wem du willst. In deinem Fall musst Du taktisch vorgehen und darfst keine Anstrengung scheuen. Ein Medical ist es Wert mal einen Tag auf der Autobahn zu verbringen. Ich weiss wovon ich spreche.
Und für Alle: Es geht nicht darum flugunfähige Piloten durchs Medical zu bringen (was nicht geht geht nicht) sondern fairen Umgang und Respekt dem Piloten gegenüber zu haben, was scheinbar momentan beim LBA in Vergessenheit geraten ist.
Greetings
Howlin′ schrieb:Gut so - melde dich wieder wenn Du mehr weisst, bis dahin viel Erfolg! Wäre schön wenn es in Tschechien klappt, ansonsten habe ich noch einen anderen Tip.
So einfach gebe ich mich nicht geschlagen.
Greetings
Aktuell sind 5 Besucher online.