Was der ärztliche Kollege schreibt ist leider absoluter Mist.
ich fliege seit 12 Jahren mit Gleitsicht bei einer Sehleistung von 30% ohne Brille und 100% mit. Gerade die Fernsicht im Anflug ist m.E. völlig problemlos. Hier habe ich tatsächlich eine teurere Gläservariante gewählt (nicht von Zeiss - aber auch leider nicht billiger) Hier schon an anderer Stelle beschrieben: Das Nahfeld war bei mir beim 1. Versuch auch für mich "zu hoch" eingebaut, so dass es bei "Geradeaussicht" bereits im horizontalen Bereich zu verschwimmen begann. Das wollte mein Optiker zunächst nicht glauben - nachdem ich ihm demonstrierte, dass ich mit der anderen Brille in seinem Geschäft die kleine Schrift in der Entfernung lesen kann, mit "seiner" aber nicht, hat er mir neue Gläser mit tieferem Lesefeld angefertigt.
Ein Vorteil der Gleitsicht ist für mich inzwischen, dass es ja einen Übergangsbereich zwischen Nah und Fern gibt, in dem ich die Instrumente scharf sehe, die weder ganz weit weg sind, noch in der Nähe meines Kniebretts /IPad auf dem Knie. So habe ich die drei Bereiche: "weit" zum rausschauen, "Medium" für die Instrumente in etwa Armlänge und "nah" für die eigenen Notizen - ohne dass ich den Kopf groß rotieren muss, sondern einfach mit den Pupillen durch meine Brille "wander".
Also: nicht entmutigen lassen, sondern den Arzt wechseln.
Bernhard