TMZ wird zur RMZ ? --> NfL 1-1870-20

Forum - Luftrecht
  • Schnickes schrieb:
    Flieg einfach außen rum. 
    Hat nicht Underworld in den 80ern mit "underneath the radar" schon einen musikalischen Tipp gegeben, wie man ansonsten auch damit verfahren könnte? *grins*

    Aber mal im Ernst: Ich bin bei den NfL 1-1870-20 davon ausgegangen, dass man den Code schaltet und schlicht Hörbereitschaft herstellt und nicht unnötig deren Frequenz vollsabbelt. Dadurch hat man sich doch schon zu erkennen gegeben und kann im Bedarfsfall gerufen werden. Da reicht dann doch auch der DualWatch-Mode oder liege ich da völlig falsch?   

    Gruß Lucky

  • Mr. Lucky schrieb:
    Aber mal im Ernst: Ich bin bei den NfL 1-1870-20 davon ausgegangen, dass man den Code schaltet und schlicht Hörbereitschaft herstellt und nicht unnötig deren Frequenz vollsabbelt. Dadurch hat man sich doch schon zu erkennen gegeben und kann im Bedarfsfall gerufen werden.
    Naja, aber wenn Du innerhalb der TMZ die Frequenz wechseln mußt, weil Du nunmal irgendwo landen willst?

    Was mich aber am Meisten bei der ganzen TMZ-Geschichte nervt sind die Punkte 5 und 6 in der NfL:

    • Das Verfahren zu 4.1 (Luftfahrzeug muß von der FIS-Frequenz verlassen und im Funkgerät die TMZ-Frequenz rasten) kommt grundsätzlich in den folgenden TMZs zur Anwendung: Dresden, Leipzig, Memmingen, Nürnberg
    • Das Verfahren zu 4.2 (Luftfahrzeug darf auf der FIS-Frequenz bleiben und behält den FIS-Sqawk) kommt grundsätzlich in den folgenden TMZs zur Anwendung: Hamburg, Hannover, Niederrhein, Dortmund, Münster-Osnabrück, Paderborn, Hahn, Friedrichshafen, Wittmund

    Es geht also wieder mal nicht einheitlich sondern jede TMZ will ihre Extrawurst haben. Und mal ganz nebenbei: Wie erklärt man sowas ausländischen Piloten, die in D auf Durchreise sind? Wildwuchs ohne Ende. :-!

  • Mr. Lucky schrieb:
    Ich bin bei den NfL 1-1870-20 davon ausgegangen, dass man den Code schaltet und schlicht Hörbereitschaft herstellt und nicht unnötig deren Frequenz vollsabbelt. Dadurch hat man sich doch schon zu erkennen gegeben und kann im Bedarfsfall gerufen werden. Da reicht dann doch auch der DualWatch-Mode oder liege ich da völlig falsch?
    Hörbereitschaft ist zu halten. DualWatch reicht aus!

    Das Problem ist hier einfach, dass man es - mal wieder - nicht hätte bürokratischer regeln können, zumal das tatsächlich notwendige Wechseln auf die TMZ-Frequenz und den Squawk nur für Dresden, Leipzig, Memmingen und Nürnberg, also in vier Fällen, notwendig ist. In sage und schreibe neun anderen Fällen (das sind ja mehr als doppelt so viele) gilt die Empfehlung (nach Absprache) auf FIS zu bleiben.

    Man hätte daher vielleicht auch einfach eine Art FMZ (Flight Information Service Mandatory Zone) erfinden und einrichten können. Also eine Zone, in der man zwangsläufig mit FIS Kontakt halten muss. Dann hätte es vermutlich weder Verwirrung noch eine deutliche Mehrbelastung auf den Frequenzen gegeben, da die meisten ohnehin mit FIS fliegen. Aber das wäre ja zu einfach gewesen.

  • raller schrieb:
    P.S. die meisten Kontakte am Funk sind nicht nur nett, sondern sehr nett, das lohnt sich schon allein wegen der Karma-Punkte...
    Das habe ich bei der späteren Landung auf einer der Inseln ganz anders kennengelernt.

    • In der TMZ Code 7000 gerastet und Funkkontakt mit dem Flugplatz aufgenommen, auf dem ich landen wollte. Damals war es ja noch erlaubt mit Code 7000 eine TMZ zu durchfliegen, es wurde nur dringend empfohlen den Transpondercode zu wechseln und Hörbereitschaft (in dem Fall mit Wittmund Radar) herzustellen.
    • Bei der Landung, ich hatte das Bugrad noch nicht am Boden, kam das Donnerwetter vom Flugleiter von wegen TMZ Wittmung. Ich solle unverzüglich mit sämtlichen Unterlagen auf den Turm kommen. Wittmund wäre am Telefon, er hätte einen Transponder Hex-Code bekommen und wollte wissen, ob das meiner wäre. Es war meiner.
    • Nach der Landung in Wittmund angerufen und den nächsten Einlauf bekommen, was mir denn einfallen würde mit Sqwak 7000 durch die TMZ zu fliegen. Wie es stattdessen gehen solle, wollte mir aber auch niemand sagen. Soll ich also demnächst die TMZ in FL 55 bzw. 65 überfliegen und dann über den Inseln von oben in die Platzrunde rein kurbeln?
    • Beim Rückflug wollte ich dann außen um die TMZ Wittmund rum. Von dem Theater hatte ich zumindest an dem Tag gestrichen die Schnautze voll. Genug Benzin für den Umweg hatte ich auch im Tank.
    • Über den Inseln habe ich die FIS gerufen. Die Freuquenz war mal wieder total überfüllt. Irgendwann forderte mich die FIS dann auf Ident zu drücken, weil sie auf dem Radar die ganzen Punkte wohl nicht auseinander halten konnten. Allerdings dauerte es so ca. 20 Sekunden, bis ich Ident drücken konnte, weil im gleichen Moment ein anderes Flugzeug von links kam und vor mir auftauchte, also ein Ausweichmanöver angesagt war. Der andere Pilot konnte mich nicht sehen, für den kam ich direkt aus der Sonne. Gab wieder Genöle am Funk warum ich der Aufforderung erst so spät nachgekommen wäre.
    • Bedingt durch das Umrunden der TMZ Wittmund ging es jetzt allerdings in FL 65 mittig über den Flughafen Bremen. Fand die FIS auch ganz toll, wohl weil dort auch nicht gerade wenig Verkehr unterwegs war.

    Also vor 100 Jahren war das Fliegen irgendwie einfacher als heute.

  • Moin,

    @CBK: Man kann natürlich aus Allem eine Wissenschaft machen, da Du ja Wangerooge ansprichst, warum fliegst Du nicht gleich in 800ft unter der TMZ durch denn die Platzrunde ist in 800ft,

    oder Du meldest Dich vorher bei FIS ab, drehst den Code von der TMZ rein, gehst während des Fluges runter auf unter 2500ft, machst dann den 7000 rein und meldest Dich bei Wangerooge an.

    So richtig verstehe ich Dein Problem nicht denn das kann man sogar mit einer Handquetsche ohne Dualwatch machen.

  • cbk schrieb:
    es wurde nur dringend empfohlen den Transpondercode zu wechseln und Hörbereitschaft (in dem Fall mit Wittmund Radar) herzustellen.
    Mal ernsthaft gefragt:
    Warum bist Du der o.g. Empfehlung nicht einfach nachgekommen?
  • @cbk

    Ich bin sehr häufig auf den Inseln unterwegs und hatte noch niemals eines der von dir geschilderten Probleme. Die äußere TMZ Wittmund beginnt bei 2.500 Fuß und kann daher ganz bequem unterflogen werden. Man muß ja ohnehin runter, wenn man auf den Inseln landen möchte.

    Mal grundsätzlich: Hast du dich eigentlich schon mal gefragt warum du häufig Probleme hast, die außer dir niemand hat?

  • Nordseepilot schrieb:
    Mal grundsätzlich: Hast du dich eigentlich schon mal gefragt warum du häufig Probleme hast, die außer dir niemand hat?
    Hehe, berechtigte Frage! :)


    Chris

  • sukram schrieb:
    Warum bist Du der o.g. Empfehlung nicht einfach nachgekommen?
    Weil die dringende Empfehlung den Sqawk zu wechseln und die Hörbereitschaft mit Wittmund Radar herzustellen für mich eine "Soll-Bestimmung" ist. Man muß es also machen, wenn man es kann. Ich kann es aber aus den unten aufgeführten Gründen nicht.

    Andererseits ist die Ansage vom Flugplatz (z.B. Wooge Info) eine Muß-Bestimmung. Da steht im Sichtanflugblatt: "Funkkontakt ist mindestens 5NM vor der Insel oder an der Festlandküste mit Wooge Info aufzunehmen."

    5NM vor der Insel ist aber in der TMZ Wittmund. Da dort "mindestens" steht und ich ggf. Wooge Info mehrfach rufen muß, rufe ich schon 10NM vor der Insel. Dann bin ich aber noch mitten in der TMZ.

    Die TMZ zu unterfliegen ist für mich aus Sicherheitsgründen keine Option:

    Zum Einen fliegt man dann voll durch das Vogelschutzgebiet und so einen Einschlag einer Möwe ins Cockpit kann ich nicht gebrauchen. Zum Anderen ist mein Vertrauen in den 912 Rotax vor mir doch sehr begrenzt. Da ich für den kleinen Hüpfer übers Wasser auch keine Schwimmweste angelegt habe und unser UL eh nicht notwassern kann, will ich mit so viel Höhe übers Wasser gehen, daß es bei einem Motorausfall noch gleitend zurück bis an die Festlandsküste oder zu einer der Inseln reicht.

    Das heißt dann aber, daß ich mit ca. 3000ft msl über die Küstenlinie fliegen muß und entsprechend voll durch die TMZ und das mit Funkkontakt zum Zielflugplatz und nicht mit Wittmund-Radar, der FIS oder dem Papst.

    Nordseepilot schrieb:
    Mal grundsätzlich: Hast du dich eigentlich schon mal gefragt warum du häufig Probleme hast, die außer dir niemand hat?

    Also wenn ich an manche Piloten denke, die ich persönlich kennengelernt habe, kenne ich die Antwort. Da gilt vor dem Start schon: "Wir sind zu zweit eh illegal überladen unterwegs. (Da ist der Rest dann auch egal.)"

    Und genau da kommen dann so Ansagen wie in der anderen Disukussion (SSR Pflicht) hoch: "Wir haben einen Transponder an Bord, aber mach ihn gefälligst wieder aus." Oder: "Steck den Sicherungspin der Rettung wieder rein, wir wollen ja nicht, daß die Rettung im Flug unbeabsichtigt losgeht."

    Wenn man natürlich so rangeht, hat man mit gar nichts mehr ein Problem. Wenn man zumindest versucht legal zu bleiben, kommt man bei dem Wust der Vorschriften in die Probleme.

  • @cbk

    Meine Empfehlung: Suche dir ein einfacheres Hobby. Fliegen ist einfach nichts für dich. Zu kompliziert.

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