Verhalten in TMZ

Forum - Luftrecht
  • onkelmuetze schrieb:
    Das man - wenn es schon eine veröffentlichte Frequenz gibt - diese auch abhört, steht zumindest für mich natürlich außer Frage.
    Das ist bei der TMZ Wittmund aber leider praktisch unmöglich. Wenn ich z.B. nach Wangerooge fliegen will, soll ich schon vor Überqueren der Küste Kontakt mit Wooge Info aufnehmen. So steht es auf dem Sichtanflugblatt. Ich bin dann also weder bei der FIS noch bei Wittmund Radar sondern habe Squawk 7000 gerastet und Wooge Info ins Radio eingedreht, wenn ich durch die TMZ fliege, eben weil eine TMZ nur "dringend empfohlen" ist.

    Mit den anderen Inseln ist es ähnlich. Die TMZ geht genau bis an die Küstenlinie und zur eigenen Sicherheit (Motorausfall überm Wattenmeer) will ich schon vor Überfliegen der Küste die Frequenz des Flugplatzes eingedreht haben, um ggf. noch eine Mayday-Meldung vor der Notwasserung absetzen zu können, auf das die DGzRS mich rausfischt. Wittmund Radar stört da nur.

  • Bleib doch einfach unter der TMZ oder flieg dran vorbei.

  • Unten drunter durch geht praktisch nicht, die geht runter bis 1000ft und die Windräder, dessen Radarstörungen da untersucht werden sollen, sind nicht gerade klein. Außen rum ist auch recht schwer, weil die TMZ schon etwas größer ist. Oben drüber würde gehen, aber ob man dann die Küstenlinie wirklich in FL65 überfliegen will, wenn man wenige km dahinter auf einer der Inseln landen will?

    --> https://www.lsv-hude.de/wp-content/uploads/TMZ-Wittmund-Sommer-2019-1000x642.jpg

  • In der TMZ kannst doch ohne probleme auch mit der 7000 durch. TMZ heist nur das die Kiste an sein muss. Wenn du bei FIS bist hast du deren squawk. Wenn du auf der Listening frequenz bist dann hast du die 44xx und wenn du nichts hörst, oder wo anders hörst ( z. B. Wooge) dann rastest du die 7000. Es geht beim Listening squawk nur darum das die Lotsen sehen können wo du evtl. erreichbar bist. 

  • cbk schrieb:
    Unten drunter durch geht praktisch nicht, die geht runter bis 1000ft und die Windräder, dessen Radarstörungen da untersucht werden sollen, sind nicht gerade klein. Außen rum ist auch recht schwer, weil die TMZ schon etwas größer ist.
    Den äußeren Trichter kannst du doch bequem in 2300 ft unterfliegen.

    Oben drüber würde gehen, aber ob man dann die Küstenlinie wirklich in FL65 überfliegen will, wenn man wenige km dahinter auf einer der Inseln landen will?

    Dann musst du dir wenigstens keine Sorgen wegen einer Notwasserung machen ;-)

  • Danke Euch für die Antworten. Meine Frage wurde beantwortet.

  • cbk schrieb:
    Das ist bei der TMZ Wittmund aber leider praktisch unmöglich. Wenn ich z.B. nach Wangerooge fliegen will, soll ich schon vor Überqueren der Küste Kontakt mit Wooge Info aufnehmen. So steht es auf dem Sichtanflugblatt. Ich bin dann also weder bei der FIS noch bei Wittmund Radar sondern habe Squawk 7000 gerastet und Wooge Info ins Radio eingedreht, wenn ich durch die TMZ fliege, eben weil eine TMZ nur "dringend empfohlen" ist.
    Zumindest wenn das Funkgerät ein deiner Mühle Dual Watch hat (mir ist kein 8,33er Gerät ohne bekannt...), ist das doch stressfrei. Wechsel die Frequenz halt noch in der TMZ, lass die RADAR- oder FIS-Frequenz auf DW mitlaufen. Solltest du zufällig einen an dich gerichteten Funkspruch durch RADAR oder FIS nicht hören, weil du dich grad bei Wooge anmeldest wird man dich auch nochmal rufen. Niemand verklagt dich, wenn du dich nicht innerhalb von zwei Sekunden am Funk meldest - man darf einen Controller auch mal kurz warten lassen, wenn nötig. Im Leitspruch "Aviate - Navigate - Communicate" steht Communicate nicht umsonst am Ende der Prioritäten...

    Schau dir als Beispiel mal das hier an: https://www.youtube.com/watch?v=6hBVF4vOfMc&t=341s

    Da gehts zwar um IFR-Training, hat aber die gleiche Botschaft.

  • Moin CBK,

    ich fliege auch viel hier oben mit einem über 20 Jahre alten Rotax, über Wasserflächen. Letzten Sonntag noch "direct" von Föhr nach Leer an Helgoland vorbei.

    Auf einem Flug nach Helgoland hin habe ich Wittmund Radar gebeten, auf mich "aufzupassen", mit der Bemerkung,

    dass wenn ich in den Tümpel falle, dann die wirklichen Vollprofis loslegen und mich rausfischen. Wenn ich über FIS einen Notruf

    absetzen müsste, dann hätte ich bedenken, dass die stark belegte Frequenz genau die 1,5 Minuten zugedröhnt ist

    bis ich endgültig in den Bach gefallen bin oder das irgendein "Franzmann" nicht rafft, dass da gerade ein Ostfriese zum

    Segelflieger mit schlechter Gleitzahl geworden ist und munter weiter quatscht.

    Die Jungs und Mädels von der Luftwaffe waren sehr hilfsbereit und haben auch ungefragt Verkehrsinformationen geliefert.

    Sie waren zwar überrascht, dass ich sie "um Begleitung" gebeten habe, waren aber sofort bereit dazu, wobei der Funkverkehr recht

    entspannt und extrem freundlich geführt wurde. Insgesamt habe ich die Luftwaffe immer als echte Unterstützer kennengelernt.

    Ebenso wie FIS, die leider manchmal mit Arbeit komplett zugeschüttet werden.

    Habt keine Scheu, die Luftwaffe zu kontakten. Arschlöcher habe ich nur auf den zivilen (kleinen) Türmen kennengelernt.

    Glücklicherweise nur wenige.

    LG

    Edgar

  • Moin,

    ...In der TMZ (Transponder Mandatory Zone), die Teil von Luftraum E ist, besteht für alle Luftfahrzeuge Transponderpflicht. 

    • zusätzlich dringende Empfehlung zur Hörbereitschaft in Verbindung mit Schaltung eines individuellen TMZTranspondercodes (Code und Frequenz auf ICAO-Karte veröffentlicht). 
    • Wenn vor Einflug in eine TMZ sich der Pilot bei FIS anmelden möchte oder bereits Funkkontakt mit FIS besteht, entscheidet der Pilot, ob er sich auf der FIS-Frequenz anmeldet bzw. angemeldet bleibt und mit Transponderschaltung (Code7000 oder gegebenem Code) die TMZ durchfliegt, oder der Empfehlung folgt und die TMZ-Frequenz rastet. In diesem Falle ist dann auch der individuell veröffentlichte TMZSquawk zu rasten und sich bei FIS abzumelden...

    Quelle: VFR Pilot Info 01/2019

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