ich fürchte, das Unterschreiten der Sicherheitsmindesthöhe ist eine der eher häufigeren Unfallursachen. "Controlled Flight into Terrain" nennt man das wohl auch.
Ist noch nicht lange her, dass einer der Brockenturm entlackt hat. Und ich erinnere mich an einen Unfallbericht über einen Crash bei Porta Westfalica: mit "go to" auf dem GPS unterhalb der Windkraftihöhe über die norddeutsche Tieflandsbucht und dann ungebremst in den Gebirgsrücken hinein.
Vorschriften beachten bringt einen vermutlich meistens weit auf die sichere Seite.
Noch besser ist sicher, die Vorschriften in Grenzsituationen mit Verstand auszulegen und ihrem Sinn nach zu beachten.
Bei Richard Bach (ein begeisterter Flieger, der diesen Autoren noch nicht kennt, hat etwas nachzuholen) gibt es eine Geschichte, in der ein Flugschüler abends bei aufziehendem Nebel verunglückt, weil er krampfhaft versucht, zum Platz zurück zu kehren, statt eine von den 99 geeigneten
Aussenlandeflächen zu nehmen, die auf seinem Weg liegen. Querdenken, Grenzsituationen üben und nicht zu ängstlich an Vorschriften kleben, kann helfen.
