Ausbildungsvertrag - Worauf achten

Forum - Pilotenausbildung (SPL)
  • Hallo zusammen,

    habe mich für eine UL-Ausbildung (Dreiachser) entschieden, eine Flugschule ausgesucht und stehe nun vor der Unterzeichnung des Ausbildungsvertrags. Mich würde interessieren, ob es dabei Fallstricke gibt bzw. Dinge, die auf die (Un)Seriosität der Flugschule hindeuten. V.a. beim Thema Versicherungen/Selbstbeteiligung, Kündigungsmöglichkeiten und Zahlungen bin ich nicht ganz sicher, worauf man achten sollte.

    Viele Grüße,

    Andrea

  • Hallo! 

    Pauschal fällt mir nur die Vollkaskoversicherung der Flieger ein, eine solche sollte unbedingt vorhanden sein! 

    Grüße und viel Spaß in der Ausbildung! 

  • Also in den meißten Verträgen finden sich zum einen eher Spielregeln des miteinanders (für die man nicht zwingend einen Vertrag braucht) aber - und da wird es wichtig - die Versicherungen wieder.

    Die Schulen müssen zwar die die meißten Versicherungen haben, aber Transparenz darüber ist wichtig.

    Es braucht:

    Halter Haftpflicht & Passagier Haftpflicht (wird auch teil zusammen als CSL bezeichnet)

    Sitzunfallversicherung (da ist gesetzlich recht wenig vorgeschrieben, meine 20000€, da vielleicht noch nach der Höhe fragen)

    Kaskoversicherung (da ist auf die Selbstbeteiligung zu achten, üblich sind maximal 5000€)

    ...vielleicht noch den Fluglehrer nach einer Fluglehrerhaftpflicht fragen

    Zu Versicherungen könnte man bestimmt noch seitenlang schreiben - und ich denke das werden noch einige tun.

    Gut für dich zu wissen wäre auch, ob die Ausbildung nach DAeC oder DULV läuft (Beides gleich gut, nur für die Transparenz wichtig)

    ....

    Unabhängig vom Vertrag:

    Die Chemie muss stimmen, guck dir die Schule an und schaue, ob du mit den Charakteren klar kommen wirst

    Hat die Schule ausreichende Kapazitäten, um dich zügig auszubilden? Nix ist doofer, als lange Ausfallzeiten...z.B. ausschließlich ein betagtes seltenes Ausbildungsmuster, nur 1-2 Fluglehrer und ein Grasplatz, den im Winter absäuft, sind sicher schlechter als eine Schule, die Rahmenbedingungen liefern kann

    Wohnortnah? Anfangseuphorie überbrückt oft eigentlich nervige Anfahrtszeiten am Anfang. Aber auf Dauer ist das eben nervig 

    Theorie: Wie bilden die aus? Gibt es Kurse? (auch an das Sprechfunkzeugnis denken)

    Viel Erfolg

  • Achte darauf, ob nach Betriebs- oder Flugzeit abgerechnet wird.

    Bei manchen Schulen/Vercharterern beginnt der Zähler zu laufen, sobald der Hauptschalter an ist, bei anderen erst wenn die Maschine bspw. 50 km/h erreicht. Das kann schon den ein oder anderen Euro ausmachen - grad im Winter, wenn der Motor lang warmlaufen muss bis er Temperatur erreicht hat. Oder weil man aus sonst welchen Gründen für die man nichts kann lange am Rollhalt warten muss (Segelflugstarts, viele Maschinen im Anflug oder in Wartestellung vor dir,...)

  • Hallo Andrea.

    Vielleicht noch ein Aspekt:

    Ich hatte die Wahl zwischen der "günstigeren" Schule mit älteren Lehrern und "einfachen" Flieger (nur Ikarus C42) und eine etwas teurere Schule mit jungem Team und etwas moderneren Flieger (Tecnam P92 MK2, Pioneer P200, P300, FK9).

    Ein kleiner Vorteil ist, das man am Ende der Ausbildung auch gleich auf mehreren Mustern eingewiesen ist.

    Ansonsten kann man für eine Einweisung auf ein zukünftiges Charter-Muster gut 200€ rechnen.

  • onkelmuetze schrieb:

    Achte darauf, ob nach Betriebs- oder Flugzeit abgerechnet wird.

    Bei manchen Schulen/Vercharterern beginnt der Zähler zu laufen, sobald der Hauptschalter an ist, bei anderen erst wenn die Maschine bspw. 50 km/h erreicht. Das kann schon den ein oder anderen Euro ausmachen - grad im Winter, wenn der Motor lang warmlaufen muss bis er Temperatur erreicht hat. Oder weil man aus sonst welchen Gründen für die man nichts kann lange am Rollhalt warten muss (Segelflugstarts, viele Maschinen im Anflug oder in Wartestellung vor dir,...)

    Einspruch:
    Wenn beide Minutenpreise gleich wären, dann wäre natürlich eine Abrechnung nach Flugzeit prima!

    Aaaaaber: wer zahlt denn die Kosten für die restliche Zeit in der der Motor läuft und somit seiner TBO immer näher kommt? Ich, als Vercharterer? Im leben nicht! Die Diskussion hatten wir auch in einem Verein letztens, da kam auch einer auf die Idee, man solle doch die Abrechnung nach Flugzeit ändern. Klar, kein Problem, werden die Minutenpreise eben erhöht.
    Mhhh, komisch dass das dann keiner wollte. Die Motorzeit muss aber nunmal bezahlt werden, ob in der Luft oder nicht.

    Ich kann den Jungs bei uns an der Tanke ja auch nicht sagen, von den 50 Litern bezahl ich nur 45, weil ich ja 5 für's rollen, warmlaufen und den Magnetcheck brauche und noch nicht fliege.
  • Geht es beim Verchartern nicht darum, dass mit dem Flugzeug(motor) ordentlich umgegangen wird und man den Motor vernünftig warm laufen lässt, anstatt schnellstmöglich zu starten? 


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