Flugstunde Übelkeit

Forum - Pilotenausbildung (SPL)
  • Hallo zusammen, 

    kleiner Nachreport: hab nun weitere 3 Flugstunden gehabt die letzten beiden auch jeweils 1Std. und

    1,5 am Stück. Was soll ich sagen ? Ich hatte beide male eine Reisetablette genommen (geringe Dosis, von 

    möglichen 4 Tabletten auf einmal hab ich eine genommen.) Bin aber der Meinung, dass auf Grund der Tatsache,

    dass der Stress geringer wird (da man ein Gefühl für den Flieger bekommt z.B. gehen einem nun Kurvenflug, höhe halten etc. leichter von der Hand) auch die Empfindlichkeit ein wenig abfällt. 

    Darum habe ich für meine nächsten Stunden nur noch die Pads für hinters Ohr... (Hab mir aber auch diese Armbänder von meinem Vorredner besorgt ;) )

    Ich hoffe einfach dass ich demnächst auch einfach mal ohne Hilfsmittel 2 Std. fliegen kann ohne meinen Magen zu merken...

  • Na siehste,....

    würde dir empfehlen möglichst zugig auf die Reisetabletten zu verzichten.

    Übrigens 1,5 am Stück in der Anfängerschulung ist auch schon recht viel.

    Wahrscheinlich für viele schon zuviel um echten Lernerfolg zu generieren.

    Oder anders: Würde die 2h auch nicht unbedingt anstreben

  • ja da muß ich francop beipflichten.

    Flugstunden so um die 1h sind OK aber mehr ist für Schüler eigentlich zuviel. Später wenn du erfahren bist und spezielles Trainig möchtes (z.B. Alpeneinweisung) kann man schon mal 2h fliegen aber ein Fluglehrer wird dich nicht die 2h lang schulen, das ist zuviel, er wird hier und da Tips geben, in den 2h mehr mitfliegen als lehren.

  • Hi,

    ich habe vor kurzem erst mit der UL-Ausbildung begonnen.

    Ich hatte als Kind zeitweise mit Übelkeit auf dem Rücksitz zu kämpfen, und auch heute wird mir binnen Sekunden schlecht, wenn ich im Fahrzeug lese. Wenn ich das Handy/Buch oder was auch immer nicht binnen Sekunden weglege, bleibt die Übelkeit für den Rest des Tages bestehen.

    Aus großem Interesse für die Fliegerei wollte ich zunächst ausprobieren, ob sie mich mitreißt, und konnte in einem Schnupperflug von 30 Minuten diverse Vollkreise selber fliegen. Das Ergebnis war leider ernüchternd. Nachdem das Adrenalin nach der Landung abgebaut war, stellte sich exakt die Form der Übelkeit ein, die ich vom Autofahren kenne, und sie hielt auch für den Rest des Tages an.

    Mir war klar, dass das Fliegen so zur Qual wird und ich sprach den FI darauf an. Er meinte dazu, der Körper sei nicht für das Fliegen gemacht, und müsse sich auf jeden Fall erst einmal daran gewöhnen. Er fügte noch hinzu, dass Fliegen Spaß machen soll und jeder bei ihm sofort die Ausbildung abbrechen kann, was auch immer es ist, das dem Spaß entgegensteht.

    Nach reiflicher Überlegung habe ich mich dann dazu entschieden, es darauf ankommen zu lassen und den Ausbildungsvertrag trotz der Übelkeit nach dem Schnupperflug zu unterschreiben.

    Wie lief es?

    Nach der ersten Flugstunde, 30 Minuten Ausrichtung am Horizont, Höhe halten, Orientierungspunkte suchen und ansteuern, vorsichtige Vollkreise, war die Übelkeit seltsamerweise nur minimal und hielt auch nur wenige Minuten an. Störender war das elektrisierende, drückende Gefühl nach Verlassen des Flugzeuges. Außerdem bemerkte ich starke Vertigo, wenn ich den Kopf in der Kurve drehte.

    Nach der zweiten Stunde gar keine Übelkeit mehr.

    Nach der dritten Stunde war die Vertigo plötzlich weg.

    Nach der sechsten Stunde war das elektrisierte Gefühl nach der Landung verschwunden.

    Ich bin, obgleich für UL-Flugschuler wohl nicht untypisch, aber schon gehobeneren Alters. Insofern bin ich froh, meinem Körper trotzdem eine Chance gegeben zu haben, die Komplikationen zu überwinden, und ich bin regelrecht "stolz" auf ihn, dass er es geschafft hat. Nun gehört dazu sicher auch eine Menge Glück. Vielleicht hilft es, sich nicht auf die Übelkeit zu versteifen oder sie gar zu verdrängen, sondern entsprechend der Aussagen meines FI einfach zu akzeptieren, dass kein Körper die Fliegerei auch nicht in die Wiege gelegt bekommen hat, und einfach zu beobachten, was passiert. Ähnlich wie beim Auto wird für den Körper vieles sicher auch schon deshalb deutlich leichter, wenn das Gehirn selber am Steuer sitzt.

    Was mir so durch den Kopf gegangen ist, als ich lange überlegt habe, ob ich wirklich wissen möchte, ob mein Körper das schafft: Michael Schumacher konnte zu seinem Nachteil gegenüber der Konkurrenz nicht im Simulator trainieren. Die Diskrepanz zwischen optischer und sensorischer Wahrnehmung kann also selbst psychisch und physisch top-situierte Sportler in den Wahnsinn treiben. Gibt also offensichtlich keinen Grund, sich so etwas zu Herzen zu nehmen. Vielleicht wird man dafür ein guter Rallye-Fahrer. :-)

    VG

  • Ich finde 1,5h für eine Schulungflugstunde eindeutig zu viel. Nach meiner Erfahrung reicht die Aufmerksamkeit rund eine 3/3h in der Schulung und alles danach ist eigentlich überflüssig und kommt nicht mehr im Kopf an. Tabletten nehmen um Flugstunden nehmen zu können? Vielleicht mal um eine Aufregung zu dämpfen aber generell plädiere ich für Null-Medikamente soweit es irgend möglich ist. Wie ist da die allgemeine Meinung zu?

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