LAPL mit 120kg UL Lizenz erhalten ?

Forum - Pilotenausbildung (SPL)
  • Hallo Forum,

    eigentlich war der SPL schon letztes Jahr geplant, wegen der andauernden Betreuung unseres Zwerges ist das leider nichts geworden.

    Jetzt will ich es neu angehen, sobald das möglich ist.

    Ich sehe mich eher in einem 120kg Flieger der mir gehört, möchte mir aber Lizenztechnisch keine Wege verbauen. Meine Erfahrung sagt mir, dass es meist anders kommt als man denkt.

    Deshalb denke ich jetzt darüber nach den LAPL zu machen + Erweiterung auf SPL und später trotzdem einen 120kg Flieger anzuschaffen.

    Macht das so Sinn? Kann man den LAPL mit den Flugstunden eines 120kg Fliegers erhalten?

    Danke!

  • Ob 120kg oder 600 müsste egal sein, da die beiden auf Basis der LuftPerV ausgegeben werden....dürfte also gehen.

    Ist praktisch gesehen aber eher kein Thema. Wenn du z.B. ein Weller 120kg fliegst und dann eine PA28 fliegen möchtest wird dich der Verein/Vercharter fragen was du geflogen bist und sicher auf einen Checklflug bestehen....und bestimmt werden dann ein paar Trainingseinheiten folgen. (Andersherum genau so übrigens :-) wobei das sicher schwieriger wird geeignete 2 Sitzer zu finden)

    Was sind denn deine Überlegungen zu 120kg? Da gibt es total spannende Geräte.

    Glaube du bist noch recht neu dabei und vielleicht hilft die ein oder andere Perspektive

  • c_a schrieb:
    Macht das so Sinn? Kann man den LAPL mit den Flugstunden eines 120kg Fliegers erhalten?
    Formal nur von den Stunden her ja, wenn die Regelung in D durch ist, dass UL Stunden in den LAPL zählen.

    Den Fluglehrerflug/Befähigungsüberprüfung musst Du aber auf SEP fliegen.

    Falls Du Befähigungsüberprüfung auf SEP wählst, ist es sowieso egal, das toppt Stunden in SEP, TMG, UL und man muss nicht mehr Fluglehrerflug auf UL machen. 

    Was den Erfahrungsschatz betrifft, sehe ich das wie francop, nach längerer Zeit einfach wieder in ein Echo hüpfen wird nicht sinnvoll sein, wenn man sonst nur 120kg fliegt. (das sehe ich aber bei vielen >120kg ULs genauso).

    Aber ich denke, das versteht sich aus eigenem Überlebenstrieb von selbst ;-)

  • Steffen_E schrieb:
    Formal nur von den Stunden her ja, wenn die Regelung in D durch ist, dass UL Stunden in den LAPL zählen.
    https://www.aerokurier.de/praxis/umsetzung-hat-begonnen-mit-ul-stunden-den-ppl-erhalten/

    Also, der Aerokurier berichtet, dass der DAEC Referent berichtet, dass die für Lizenzen zuständige Bund-Länder-Arbeitsgruppe Ende September getagt und die Umsetzung auf Basis der europäischen Vorschriften abgesegnet hat... :-)

    Finde es irgendwie schräg, dass es da keine offizielle Kommunikation zu gibt...manche Länder ändern die Formblätter, aber irgendwie wäre ja ein offizielles Statement zur Bund-Länder-Arbeitsgruppe  nice

    Mit der Befähigungsüberprüfung ist übrigens ein guter Tipp. Mach ich auch manchmal so...wobei ich letztes Jahr den Ride auf einen Breezer gemacht hab, weil ich einfach Bock drauf hatte mal Breezer zu fliegen und dümmer wird man ja nun nicht davon regelmäßig mit Lehrer zu fliegen.

    Aber: Davor steht ja erstmal den Schein überhaupt zu kriegen....und das wäre eigentlich der nächste Tipp: Fokussiere dich erstmal darauf. Was und wie du hinterher fliegst ergibt sich und vielleicht ist dann sehr bald 120kg kein Thema mehr (oder eben genau doch aus sehr guten Grund, nur wissen tust du es ja jetzt noch nicht)

  • Ich sach ja: wenn es durch ist. :-)

    Persönlich wende ich es schon an, aber ich habe keinen PPL sondern LAPL und da brauche ich ja kein Verlängerungsformblatt.  

    Zudem fliege ich ja immer Befähigung.

    Wenn ich jetzt noch einen CRE/FE hätte, der auch FAA-FI wäre, das wär cool...

  • Danke für die Infos.

    Ja, ich bin recht frisch in dem ganzen Thema und über ein VTOL Projekt vor 2 Jahren überhaupt erst auf die Fliegerei gekommen.

    Hatte mich eigentlich voll auf die SPL eingeschossen und jetzt ein Experimental in England gefunden, dass ich mit eben dieser nicht fliegen dürfte, sondern der LAPL bräuchte.

    Das man die Flugzeuge / Luftsportgeräte nicht einfach so wechseln kann wie ein Auto ist mir vollkommen bewusst. Ich weiß aktuell auch gar nicht ob das regelmäßige Chartern einer Echo Maschine dann wirklich in Frage kommt.

    Ich bin in 98673 und in 96450 Coburg ist der nächste Platz samt Flugschule für die LAPL, etwas weiter weg gibt es noch einen Verein und dann war es das im näheren Umkreis auch schon.

    Soweit ich es bisher verstanden ist die SPL halt eine Sackgasse was die Erweiterung an geht, weswegen in vielen Themen auch hier im Forum zum LAPL / PPL geraten wird. Mir sind aber die Folgen nicht ganz klar, was mit der Lizenz passiert und was für finanzielle Konsequenzen das zum Schluss hat.

  • Hallo, Finanzielle "Folgen" kann ich dir nur am Beispiel meiner Ausbildung geben.

    Segelflug und TMG habe ich in meinem Verein gemacht die Kosten waren sehr überschaubar (TMG Stunden aktuell nass 48€)

    Für den SPL UL war ich in der Flugschule das machte 170€ pro Stunde mit FI

    In der selben Schule habe ich später noch den Lapl A gemacht, da waren wir schon bei 210€ pro Flugstunde.

    Das nur zu meinen Erfahrungen in Sachen Schulungskosten, ich glaube du musst dir klar werden, welche Möglichkeiten in deinem Umfeld überhaupt gegeben sind und was du brauchst.

    Ich würde heute jedem raten, der sich alle Möglichkeiten offen halten will, erstmal TMG zu fliegen, kosten sind überschaubar, Flugleistung ist je nach Modell gleich oder besser wie bei einem UL und der größte Vorteil ist, dass dir jede Tür danach offen steht. In 3 flugstunden erwirbst du von da aus bei gutem Übungsstand den SPL UL oder auch den LAPL-A. Alle Stunden und Übungsflüge werden anerkannt und du wirklich jederzeit mit sehr geringem Aufwand umsteigen.

    Gruß Kurt

  • Volle Zustimmung was Kurt schreibt....die Summen sind überall leicht anders aber in der Tendenz passt es.

    Guck gerne mal welche Vereine es bei dir gibt und spreche mit denen. 

    Wenn es die Kosten sind weswegen du 120kg möchtest glaube ich rechnest du verkehrt.

    LAPL auf TMG ist die aus meiner Sicht günstigste Möglichkeit zum Einstieg. 

    Gibt hier in der Suche einige Beiträge 

  • Als Ergänzung es gibt den LAPL TMG und den SPL TMG letzterer ist erst seit letztem Jahr wieder als direkte Ausbildung möglich. Wenn das für dich in Frage kommt guckst du am besten bei Segelflugvereinen, die haben meist alle ein TMG rumstehen womit sie Schulen.

    Hast dann zwar insgesamt etwas mehr Aufwand, weil′s nen Verein ist, dafür gewinnst du aber aus meiner Sicht jede Menge Erfahrungen und kannst auch noch einiges neben der Fliegerei lernen. 

    Gruß Kurt



  • Gibt ja einige Plätze dort bei dir in der Gegend....würde da mal nach den Vereinen googlen und mit denen sprechen.

    TMG auf Basis der Segelfluglizenz finde ich auch am besten wenn du dir Vereine vorstellen kannst. Super flexible was du daraus machen kannst bei gleichen kosten.

Jetzt anmelden

Passwort vergessen

Umfrage Archiv

Seid Ihr aufgrund von Corona im Jahr 2020 mehr oder weniger geflogen als im Jahr zuvor?

weniger
51.4 %
gleich viel
29.7 %
mehr
18.9 %
Stimmen: 111 | Diskussion
Anzeige: Roland Aircraft
Statistik Alle Mitglieder

Aktuell sind 53 Besucher online, davon 4 Mitglieder und 49 Gäste.


Mitglieder online:
Günter N  bushflyer  fliegerrudi  r1 

Anzeige: VFR Sprechfunk Simulator


Anzeige: Pocket FMS