Anfängerfrage : UL oder PPL ?

Forum - Pilotenausbildung (SPL)
  • sukram schrieb:
    Bei der Abschreibung ist es so, dass man sich natürlich auch bzgl. des in der Zukunft geschätzten Wiederverkaufswert Gedanken machen muss. Denn so schnell verlieren die (gut gepflegten) ULs nun auch nicht an Wert.
    Ob das aber auch noch gilt, wenn die Auflastung kommt und auf einmal eine Vielzahl an Piloten lieber etwas mehr Geld ausgibt, um legal unterwegs sein zu können?

    Könnte mir schon vorstellen, daß die 472kg Vögel dann im Wiederverkaufswert absacken.

  • cbk schrieb:
    Könnte mir schon vorstellen, daß die 472kg Vögel dann im Wiederverkaufswert absacken.
    Wenn die Hersteller nichts unternehmen, wird es für diese Kunden ggf. schmerzhaft. Aber da hilft es sich zusammenzutun und die Hersteller von der Notwendigkeit zu überzeugen. Sowas sehe ich als eine Art Marketinginstrument. Hersteller die auch ältere Modelle auflasten (also formal), tun scheinbar immerhin alles für Ihre Kunden. Warum dann nicht erneut ein Flugzeug dieses Herstellers kaufen?

    Da wird sich die Spreu vom Weizen trennen. Bin sehr gespannt darauf :)

  • Meiner Ansicht nach ab wie vielen Stunden sich eigener (UL) Flugzeug "lohnt" ist nicht nur eine Kostenfrage. Ich finde man sollte auch die nachfolgenden Faktoren berücksichtigen:

    Zeit: Wie oft kann ich fliegen? Wie weit ist der Flugplatz, kann ich mal spontan nach dem Feierabend eine Runde fliegen? Verfüge ich über genügend Freizeit sich um das Flugzeug zu kümmern? Andere Hobbys, wie zeitintensiv sind sie? Nicht zuletzt ist die Frage wie weit ist die Familie/Lebenspartner bereit mitzumachen.

    Verfügbarkeit des Flugzeuges und Kulanz des Vercharteres: Kann ich auch tagesweise oder sogar mal für einen Urlaub das Flugzeug chartern ohne übertriebene Sollstunden Verpflichtung oder irgendwelche Zusatzkosten?

    Natürlich die Kosten: Ich habe mal für mich durchgerechnet. Unter Berücksichtigung von allen Fixenkosten, Hangar, Versicherung ohne Vollkasko, Technischer Unterhalt inkl. Rückstellungen etc. Liegt die Grenze bei ca. 70 Stunden pro Jahr, mit einer Vollkasko Versicherung würden so etwa 10 bis 20 Stunden dazu kommen.

    Und da gibt es noch den "emotionalen" Aspekt, sprich das Gefühl ein eigenes Flugzeug zu besitzen. Dieser Punkt ist nicht messbar, die Emotienen kennen bekanntlich keine Buchhaltung.

    P.S. Die von sukram aufgeführten Argumente und die ganze unklare MTOW Situation sind für mich ein weiterer zusätzlicher Punkt weshalb ich (noch) beim chartern bleibe.

  • für mich immer noch ein Argument für UL: Gesamtrettung,  - ausser man kann sich eine Cirrus leisten ;)

  • Hallo,

    >
    > Wo ist da der Break-Even-Point zwischen Chartern und eigener Maschine?
    >

    Das ist ganz einfach:

    Ab der ERSTEN Sekunde!!

    Das ist *mein* Flieger, ich fliege wann ich will und kann und wohin und wie lange
    ich will. Ich putze ihn wann ich will und ich reise damit durch die Welt oder baue
    aus oder ein was ich will - und wenn ich nicht fliege, dann guck ich ihn mir einfach
    nur an und streichel über den Flügel. Und wenn ich kein Geld mehr habe, dann
    muss ich ihn leider wieder verkaufen.

    Und warum wird hier immer auf "Teufel-komm-Raus" Echo gegen UL "verrechnet"?

    Was soll der Quark?

    Wenn ich es geil finde, eine Mooney zu fliegen, dann schaue ich, ob ich es
    mir irgendwie leisten kann und wenn ja, dann mache ich das!

    Wenn ich es coool finde, in eine C42 zu fliegen, dann schaue ich, ob ich
    es mir irgendwie leisten kann und wenn ja, dann mache ich das

    Ich hätte gerne einen F360 als Zweitwagen - aber bei der "Kostenrechnung" steht
    der Golf besser da!?!?  Was ein Blödsinn ;-)))

    >
    > Welche Lizenz soll ich machen??
    >

    Tip:

    geh′ auf den Flugplatz und schau dir an auf was du Lust hast!
    Schnapp dir die Fluglehrer und dreh′ ein paar Runden in all′
    den Gickeln, die da so verfügbar sind...


    Sunny,  Blanik, AN2 oder R22... alles geil und für jeden was dabei.

    Da ist doch die "Klasse" der Lizenz sch..... egal.  ;-)


    BlueSky9

  • sukram schrieb:
    Bei der Abschreibung ist es so, dass man sich natürlich auch bzgl. des in der Zukunft geschätzten Wiederverkaufswert Gedanken machen muss. Denn so schnell verlieren die (gut gepflegten) ULs nun auch nicht an Wert.
    Die Abschreibung ist bei einem Neuflugzeug sicher ein Punkt, den man beachten sollte.

    Bei einem Gebrauchtflieger hingegen bestimmt in erster Linie der Motor bzw. dessen Laufzeit den Wert des Fliegers. Beispiel: Gebraucht gekauft mit frisch ueberholtem Motor fuer 40.000 und 5 Jahre spaeter wieder mit frisch ueberholtem Motor verkauft wird +/- wieder die 40.000 bringen.

    Ansonsten bin ich ganz bei BlueSky: Ein eigener FLieger ist ein eigener Flieger ist ein eigener Flieger. Ich kann fliegen wann, wo, wohin, wie lange ich will. Einmal in der Luft tut es finanziell nicht weh, statt 1 nun halt, weil es grad so geil ist, 2 Stunden zu fliegen, es fallen zusaetzlich ja nur die Spritkosten an. Das ist einfach ein ganz ganz anderes Gefuehl und keinesfalls mit der Chartersituation zu vergleichen, wo im Hinterkopf immer die Uhr tickt.


    Chris

  • sukram schrieb:
    Hier noch unsere Kalkulation für ein eigenes UL im ULMagazin.
    Etwas OT: Meine "Kalkulation" als angehender Trike Pilot in südlichem Bayern: Trike kaufen, da AFAIK keine Charter Möglichkeiten vorhanden. Leider sind neuen bzw. (fast) neuwertigen Trikes nicht gerade "billig".
  • Ich habe BlueSky einen grünen Daumen gegeben.

    UL fliegen ist ein Hobby. Das betreibt man so wie man will und es sich leisten kann. Ob jemand 200 Stunden im Jahr chartert weil er mit den Verpflichtungen, die der Besitz eines UL mit sich bringt, nichts zu tun haben will oder drei UL hat die nur in der Halle stehen ist da vollkommen egal.

    Sobald wir den Bereich Hobby verlassen ist meiner Meinung nach die Kosten/Nutzung Rechnung angebracht. Aber auch dann eher unter individuellen Gesichtspunkten.

    VG

    Thomas

  • Lindoriel schrieb:
    UL fliegen ist ein Hobby. Das betreibt man so wie man will und es sich leisten kann.
    Moin,

    genau deswegen gucken manche - wie ich - auf die Kosten. Wir leben hier alle in einer Welt aus Alternativen, die man aber nicht aktiv wählt sondern eher abwählt, weil das Budget aus Zeit, Geld, ... einfach endlich ist.

    Da stellt sich dann auch im Hobbybereich einfach die Frage: "Was kann ich mir alles nicht mehr leisten, wenn ich fliegen will und ist es mir das wert?"

    Also z.B.: Mache ich einmal im Jahr eine Weltreise oder gönne ich mir ein eigenes Flugzeug? Oder doch besser ein Porsche?
    Oder saniere ich evtl. dann doch meine Hütte mal so richtig auf den neuesten Stand?
    Das sind alles Alternativen und sobald ich mich für eine entscheide bedeutet das gleichzeitig, daß ich die anderen abwähle. Da mache ich dann auch im Hobby-Bereich eine klare Kosten/Nutzen-Rechnung auf Basis meines ganz eigenen Glücksindexes.

  • cbk schrieb:
    Da mache ich dann auch im Hobby-Bereich eine klare Kosten/Nutzen-Rechnung auf Basis meines ganz eigenen Glücksindexes.
    Was kann gluecklicher machen als Fliegen? ;)


    Chris

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