Wie viele Stunden hattet Ihr in der Ausbildung

Forum - Pilotenausbildung (SPL)
  • Finisher schrieb:
    Frage am Rande: wie schafft ihr es eigentlich, beim Platzrundenschrubben - was ich sehr gerne mache! - die genaue Anzahl der Landungen nachzuvollziehen?

    Na irgendwas produktives muss der Kerl auf dem rechten Sitz doch auch zum Flug beitragen. Wenn der pennt, dann bleibt das Zählen der Landungen immer noch die einzig sinnvolle Tätigkeit des Türmers und wenn der auch gerade auf dem Töpfchen sitzt, dann nimm den Ansatz n = Gesamtflugzeit / mittlere_Platzrundenzeit

    Finisher schrieb:
    Naja, Samstag hab ich dann gemerkt, wie übelst schwer, komplex und kompliziert Landungen mit einem ordentlichen Seitenwind sind und weit weg ich noch von sicheren (darauf kommt′s ja schließlich an!) Landungen bin.

    Keine Panik. Das Erlernen eines sauberen Anflugs, Abfangens und Ausschwebens frisst üblicherweise die meiste Zeit. Wenn Du das erst mal automatisiert hast, wirst Du relativ schnell ein Gefühl dafür entwickeln, das Flugzeug auch bei Seitenwind entsprechend auszusteuern.

    Finisher schrieb:
    Flugzeug parallel zum (imaginären) Mittelstreifen ausrichten (komische Pespektive, kommt mir immer vor, als wäre das UL viel zu weit nach rechts ausgerichtet...)

    Na dann passt′s doch! Wer ist nur auf das dämliche Nebeneinandersitzen gekommen... Den "Bleifuß links", wenn das Gehirn im entscheidenden Moment der Logik "Spinner = Mitte" verfällt, muss sich jeder abtrainieren. Wenn Du dann meinst, die Nase kommt beim Aufsetzen viel zu weit rechts, war sie wahrscheinlich letztendlich doch eher einen Tick zu weit links.

    Finisher schrieb:
    Seit diesem Erlebnis bin ich glaube ich ziemlich weit davon entfernt, in der Mindeststundenzahl die praktische Prüfung ablegen zu können.

    Abwarten. Wenn der Groschen erst mal gefallen ist, geht der Rest wie im Flug.

  • Finisher schrieb: Seit diesem Erlebnis bin ich glaube ich ziemlich weit davon entfernt, in der Mindeststundenzahl die praktische Prüfung ablegen zu können. Respekt vor denen, die das geschafft haben und die ihre ersten Soloflüge nach so kurzer Zeit wie oben beschrieben machen konnten!

    Ganz ruhig! Es hängt nicht nur davon ab, wie talentiert jemand ist, es spielen eine Reihe weiterer Parameter eine Rolle, wie "schnell" Du bist.

    Da wäre als erstes das Alter zu nennen, und da Du ja - mit Verlaub - die 20 schon überschritten hast ;-) , zählst Du nicht mehr zu den tendenziell schneller lernenden "jungen Hüpfern".

    Dann wären da weiterhin die Gegebenheiten unseres Platzes und unserer Platzrunde. Die meisten lernen auf Pisten, deren Länge unsere Piste (270 m) deutlich überschreitet. Längere Pisten verzeihen dann schon mal den ein oder anderen Fehler in der Landeeinteilung. Die Ausrichtung unserer Bahn (14/32) lässt uns relativ viele Tage im Jahr Crosswindlandungen trainieren. Unsere Platzrunde, Du hast ja jetzt einige hinter Dir, lässt Dir nicht viel Zeit, alles "aufzuräumen", wie unser gemeinsamer Fluglehrer immer so schön sagt. Wie viel Zeit haben wir beim "Platzrundenschrubben" zwischen Abheben und wieder Aufsetzen? 1 min oder vielleicht 1,5 min? Ich weiß es nicht genau, aber viel mehr dürfte es nicht sein. Und dann gibt es noch die verschärften Platzrunden, die deutlich unter 1 min liegen.

    Ein weiterer Parameter ist natürlich der Fluglehrer, aber dazu hast Du ja schon etwas gesagt, dem ich voll zustimme.

    Also, lass Dich nicht entmutigen, ich habe mehr als 20h bis zum ersten Solo gebraucht und meine praktische Prüfung hat nach der 42. Stunde stattgefunden. Dafür bist Du anschließend gut gerüstet.

    Gruß Eric

  • @Eric

    Stimme Dir voll zu.

    Ich kenne Kollegen, die gerne erzählen, dass sie nach wenigen Stunden alleine gefolgen sind, sich aber in die Hose machen, wenn sie einen Platz anfliegen sollen, der nicht mindestens mit einer 600 - Meter - Bahn aufwarten kann.... Das sagt alles - und die vermeintlichen Rekorde bei der Anzahl der Flugstunden sagen nichts....

  • Also ich habe einen Folierten Zettel wo ich alles mit Wasserlöslichen Stift raufschreibe (startzeit Landezeit)

    Bei Platzrunden mache ich Strichlisten wie aufm Bierdeckel in der Kneipe 4 senkrechte 5 schräg durch

  • Das gegenseitige erfragen wer wieviel Std gebraucht hat ist vielleicht interessant hat aber wenig Aussagekraft.  

    Hinzu benötigt man noch Informationen wie :

    Alter des Piloten ? 
    wie häufig und regelmäßig  wird in der Woche geflogen?
    gab es da längere Pausen dazwischen ? ( durch wetter oder sonstige Umstände?
    hat der Schüler Vorkenntnisse z B Segelflug oder  sonstiges gehabt ?
    Wird viel mit abwechselnden FI in der Schule / Verein geflogen?
    Welches Muster wird benutzt? gibt es Wechsel  der Muster in der Ausbildung ?
    Vielleicht noch weitere Frage die  mir jetzt nicht einfallen. 

    Ich finde nicht die Std Zahl ist so entscheidend sondern das man etwas dranbleibt und man in 4 bis 9 Monaten seinen Schein erreichen sollte. Das  erfordert natürlich Einsatz von beiden Seiten. Die Motivation bleibt dann hoch und der Einsatz wird mit Erfolg belohnt.  Die Anzahl der Std bewegt sich bei so einem Vorgehen dann auch irgendwie um die Pflichtstg- Zahl plus kleiner Aufschlag je nach Talent und Situation.     

      

  • Ein geflügeltes Wort lautete damals "schnell dabei - ist schnell vorbei" . Das gilt auch heute noch. Je kürzer die Pausen zwischen den einzelnen Flügen, desto schneller entwickelst du den nötigen Automatismus.

    Eine kurze Bahn und eine enge Platzrunde zu haben ist prima! Damit kommst du dann auf fast allen Plätzen später zurecht!

    Jetzt die Tücken und Besonderheiten, die dich bei der Landung jetzt herausfordern, in der Ausbildung zu haben, kann für dich auch nur von Vorteil sein. Lass es mal März / April werden, dann lernst du noch Ablösungen un Thermik kennen. Wieder was Neues! Wenn du dich bis dahin dich schon mit dem Kollegen Seitenwind arrangiert hast, lernst du auch damit umzugehen.

    Merke: Niemals gegen die Natur, denn die ist das Maß der Dinge, sondern immer nur mit ihr. Der Wind muss dein Freund werden! Wenn du ihm genau zuhörst, erzählt er dir alles was du wissen willst!

    Tom

  • togo schrieb:
    Jetzt die Tücken und Besonderheiten, die dich bei der Landung jetzt herausfordern, in der Ausbildung zu haben, kann für dich auch nur von Vorteil sein.
    Moin,
    also ich habe meine bisherigen Stunden nicht gezählt und werde es auch nicht tun. Das Landen ist ja nur die eine Sache. Nicht in Streß die Nerven zu verlieren und dann irgendwas zu vergessen die andere. Und da bin ich froh auch schon bei Sichtbedingungen M8 geflogen zu sein, auch wenn es nur die Platzrunde war. Besser jetzt in der Ausbildung die ganz schwere Nummer als andersrum; also jetzt ganz easy und später steht man dann das erste Mal gleich alleine vor dem Problem.

    Und was das "ich habe weniger Stunden gebraucht" angeht: Auch wenn man anstatt der 45 Stunden einiger Vorschreiber die doppelte Zeit benötigt, ist das immer noch billiger als jede Bruchlandung, die man ggf. mit weniger Stunden dann hinlegt.

    Was die Alleinflüge angeht, nun ja. Solange ich in jeder Stunde noch ein Mätzchen reinbaue, fühle ich mich selber nicht bereit dazu. Mätzchen = irgendwas läuft nicht nach Plan, ich gerate unter mehr Streß als üblich und dann fällt irgendwas Wichtiges hinten runter. Also beim Durchstarten nicht die Klappen wieder von Lande- in Startposition zurückgestellt, bei der Landung zu steil reingekommen und dann zu spät zu kräftig abgefangen oder sowas...
    Passiert zwar nur noch bei einzelnen Landungen, aber ist mir trotzdem zuviel, als das ich mich allein reinsetzen würde.

    Und was die Verwandten angeht: Klar fragen die. Bei mir haben die auch schon gefragt. Aber mal ganz ehrlich, bevor ich einen Passagier mitnehme, habe ich mir schon so 100 Flugstunden zum Ziel gesetzt. Wenn ich mich alleine zerschrote ist das eine Sache, aber noch Paxe mit reinzureißen, steht auf einem ganz anderen Blatt.

  • ... bevor ich einen Passagier mitnehme, habe ich mir schon so 100 Flugstunden zum Ziel gesetzt ...

    Sehr ambitioniert, was die Sicherheit angeht! Also ich habe sofort nach Erhalt der Pax-Berechtigung meine Frau mit in den Flieger gesetzt.

    Wenn Du diesen Sicherheitsgedanken in allen Situationen hättest, dürftest Du auch in den ersten Monaten/Jahren nach Führerscheinerhalt niemandem in Deinem Wagen mitfahren lassen.

  • Hallo,

    <OT>
    >
    >  Wie viel Zeit haben wir beim "Platzrundenschrubben" zwischen Abheben und wieder Aufsetzen?
    > 1 min oder vielleicht 1,5 min? Ich weiß es nicht genau, aber viel mehr dürfte es nicht sein.
    >

    Ähmm... eine Standard-Platzrunde an einem 08/15 Landeplatz ist ca. 7 NM lang...
    das sind bei 70-80kts schon ca. 5-6 Minuten  :)


    >
    > Und dann gibt es noch die verschärften Platzrunden, die deutlich unter 1 min liegen.
    >

    Wow!!

    _deutlich_ unter einer Minute?

    Wo?

    Und mit welchem Flieger geflogen?

    </OT>


    BlueSky9
     
    P.S.

    >
    > und die vermeintlichen Rekorde bei der Anzahl der Flugstunden sagen nichts....
    >

    Was soll das Geblubber?
    Es ging hier nie um "Rekorde" - das schreibst _Du_ nur immer.

    Er fragte: Wie viele Stunden seid ihr geflogen bis zum Solo oder bis zur Prüfung.

    Und ja - der Eine braucht mehr, der Andere weniger - trotz alledem sind
    >30h ohne Solo zu viel, wenn die Ausbildung halbwegs normal
    vonstatten geht und der Schüler sich halbwegs normal anstellt...

    Also gibt es m.E. in seiner Ausbildung ein Problem, das gelöst werden
    sollte!

    Nur darum geht es.

  • Siehst du! So kannst sogar du, der doch schon so viel - und meist noch besser - weiss, nochmal was dazulernen!

    1. Es gibt Plätze, die verfügen nicht über eine Standart-Platzrunde, sondern haben eine spezielle. 270m Graspiste ist ja auch nicht gerade standart.

    2. Es gibt UL's, die sind noch langsamer unterwegs und fliegen die Runde auch in dieser Zeit.

    ...wieder was dazugelernt. Wie das genau geht, verrate ich dir in Höxter.

    Tom

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