Moin,
mein BZF I habe ich damals rein autodidaktisch erworben, noch bevor ich überhaupt für eine UL-Ausbildung angemeldet war. Mit dem Buch von Föh/Klös und der Software von Sprick Schütte hat es geklappt, aber: während der Theorieteil noch super lief, sah ich mich in der praktischen Prüfung (simulierter An- und Abflug) schon durchfallen. Keine Theorie hatte mich darauf vorbereitet, bei DELIVERY ein Start-up zu requesten, den Kurs 2-0-0 als zwohundert auszusprechen, souverän auf einen Sonder-VFR fliegenden Rettungshubschrauber von rechts zu reagieren oder auch nur die Flugzeugtypen zu verstehen, die ich melden sollte, um BEHIND landing acrft BEHIND auf die Piste zu rollen. bananenbieger hat ja schon Funkpraxis, dem wird das leichter fallen. Unerfahrenen kann ich nur dringend raten, bei aller Theorie vor allem Sprechgruppen-Sprechgruppen (hihi) zu bilden und fürs Training zu nutzen. Meine Prüfer waren damals gnädig und haben mich bestehen lassen, darauf vertrauend, dass die Praxis wohl noch kommen wird.
Übrigens spiele ich mit dem Gedanken, mein BZF I hinsichtlich der Englisch-Funkerlaubnis verfallen zu lassen, obwohl mir Englisch aus beruflichen Gründen nahe liegt. Fürs mich interessierende Ausland wirds entegegen landläufiger Gerüchte nicht gebraucht (Holland vielleicht? Keine Ahnung. Aber wir haben ohnehin kein ELT an Bord) und hierzulande funke ich Deutsch. Als intellektuelle Herausforderung ist das BZF I eine schöne Sache. Wer Lust darauf hat, soll′s machen. Anderenfalls erstmal prüfen, ob man′s wirklich braucht. Ist aber nur meine persönliche Meinung.
Den Prüflingen viel Erfolg, Gruß
ColaBear