Neuling aus OWL braucht Hilfe (SPL für Tragschrauber)

Forum - Pilotenausbildung (SPL)
  • Hallo,

    ich bin neu hier und der Begriff "Neuling" im Betreff ist wohl immer noch etwas übertrieben, denn ich stehe bei "0" und habe weder etwas vorzuweisen noch bin ich vorbelastet. :)

    Kurz zu mir: Mein Name ist Stefan, ich bin 28 Jahre alt und ich komme aus Ostwestfalen-Lippe, genauer gesagt: Lügde

    Wie gesagt, ich habe noch keinerlei Flugerfahrung, sondern bisher nur großes Interesse und das Engagement durch dieses Interesse etwas Neues zu erleben. So ging es wohl den meisten hier. ;)

    Interesse am Fliegen war nicht immer da, vermutlich weil es für mich immer so unerreichbar war. Im Laufe der Jahre ist mein Interesse etwas gestiegen und auf den Tragschrauber bin ich schon vor vielen Jahren kurz aufmerksam geworden, als er als Neuheit in Deutschland vorgestellt/zugelassen wurde.

    Mittlerweile sind ein paar Jahre vergangen, ich habe Lust auf etwas Neues, Aufregendes und das Fliegen in der Form wie es hier diskutiert wird ist für mich erschwinglich geworden.

    Nachdem ich mich in den vergangenen Tages etwas aufgeschlaut habe und ziemlich schnell die PPL-A Lizenz für mich aufgrund der hohen Kosten ausschließen konnte, bin ich auf die SPL aufmerksam geworden und habe mich auch wieder an mein Interesse für den Tragschrauber erinnert. Da ich ohnehin etwas mehr auf Hubschrauber denn auf klassische Flugzeuge stehe, ist das für mich ein perfekter Einstieg in die Welt des Fliegens - so denke ich zumindest im Moment. "Einstieg" ist keinesfalls abwertend gemeint!

    Mein aktuelles Problem: Ich bin mir nicht sicher, wo ich am besten einen Schnupperkurs mache und welcher Flugschule oder welchem Verein ich mich am besten anvertraue. Leider scheint es hier nicht all zu viele Möglichkeiten zu geben.

    Wer hat Tipps für mich im Raum OWL sowie Hameln-Pyrmont?

    Die zweite Frage: Wie lässt sich dieses Hobby ausüben? Suche ich mir einen Verein? Wie verhält es sich dann mit den Kosten (Mitgliedschaft, Fliegen) und den Verpflichtungen im Rahmen des Vereinsleben? Gibt es Vereine in meiner Nähe?

    Vielleicht kommt auch einer von euch Piloten aus meiner Nähe und man kann sich mal treffen, darüber unterhalten und vielleicht auch eine kleine Runde fliegen!? ;)

    Ich würde mich über Antworten sehr freuen und hoffe, dass ich für mein erstes Posting nicht schon zu viele Fragen gestellt habe.

    Viele Grüße
    Stefan aus Lügde
  • Hallo Stefan,


    wenn du aus Lügde kommst, dann solltest du mich schon mit meinem Tragschrauber über Lügde oder Bad Pyrmont gesehen haben.


    Ich habe seit gut 2 Jahren einen Tragschrauber und bin am Flugplatz Bad Pyrmont beheimatet.


    Schick mir mal eine PN mit deiner Telefonnummer dann können wir uns mal am Flugplatz treffen und eine Runde gemeinsam Fliegen.


    Schöne Grüße


    Harald

  • Hey Harald,

    vielen Dank für Dein super nettes Angebot. Das ist natürlich ein toller Zufall, darauf komme ich gerne zurück. Meine Nummer schicke ich Dir per PN. 
    Dein gelber Tragschrauber wirkt tatsächlich vertraut auf mich. Hier bei uns am Sonnenhof sind allerdings überwiegend Paraglider (!?) zu beobachten.

    Bin gespannt!

    Viele Grüße Stefan
  • Hallo Stefan,

    nun, nichts gegen die Tragschrauber-Kollegen,
    aber ich würde mich da auch in der Richtung Dreiachs oder Trike umschauen (wenn es von den Kosten her ein Faktor ist).

    Das "Problem" an den Tragschraubern ist nämlich, dass diese nicht wirklich günstig sind und man (glaube ich) im Verein bislang sowas noch nicht bekommt. Das bedeutet dann, teuer in der Flugschule chartern oder selbst so ein Teil kaufen.

    Ein 3-achser ala C42 ist aber sehr oft auch im Verein vorhanden und kann günstig gechartert werden. Trike fliegen ist natürlich noch günstiger - aber wieder eine ganz andere Fliegerei.

    Du solltest Dir natürlich vorher das alles mal anschauen und Dir dann eine Flugschule bzw. den Verein Deines Vertrauens suchen.
    Ich würde Dir eine "klassische" 3-achs Ausbildung empfehlen (typischerweise eben auf C42 oder ähnlich). Die Maschinen sind gutmütig, einfach zu bedienen, robust und einigermassen flott.

    Vorteile zur Ausbildung im Verein sind: - Kosten - alles in der Rgeel wesentlich günstiger
    Nachteile: Meistens machen die Vereinskollegen dies ehrenamtlich - man muss sich also an die Zeiten halten, die vorgegeben werden. Das ganze macht die Ausbildung in der Regel länger. Ausserdem muss man natürlich Vereinsstunden ableisten.
    Bei einer kommerziellen Flugschule hast Du das natürlich nicht so streng. Hier kannst Du in der Regel sagen, daß Du dann und dann fliegen willst und das sollte dann auch so klappen. Ist aber natürlich etwas teurer.

    Aber ich kann es Dir nur empfehlen - aber auch warnen: Es ist ein Hobby, welches einen nicht mehr loslässt. Und (zumindest bei mir) alle anderen Hobbys (z.b. Motorrad fahren) nach hinten verdrängt. ;-)

    - Sascha -
  • Hey Sascha,

    vielen Dank für Deinen Beitrag.

    Das Tragschrauber eher selten anzutreffen sind habe ich schon bemerkt, ich habe mir also auch schon Gedanken über die von Dir vorgeschlagene Variante gemacht. Zudem die Möglichkeit zur Dreiachs-Ausbildung bei mir wohl quasi vor der Haustür in einem Verein möglich zu sein scheint.

    Mit welchem finanziellen Aufwand kann man denn später eine bestehende Lizenz erweitern, zum Beispiel dann für Tragschrauber wenn man schon eine Lizenz für Dreiachs hat?

    Ich bin gespannt, welchen Weg ich gehen werde...hauptsache einen neuen. ;)

    VLG
    Stefan
  • Hallo Stefan,

    Glückwunsch zum "Fliegen-Wollen" Willen  :-))

    Ich muss allerdings auch Sascha zustimmen:

    Tragschrauber sind cooool  ... das war′s dann aber auch schon
    und ihre Vorteile enden hier.  ;-)

    Wenn Du wirklich bei der Fliegerei bleiben willst, dann
    ist es sehr wahrscheinlich, dass Du irgenwann doch auch
    "etwas schneller" und "etwas weiter" möchtest.

    (ausser Du lebst auf einer kleinen Insel, am Ende der Welt,
     verloren im Indischen Ozean...   ;-)))

    Tragschrauber haben bei Weitem nicht das Einsatzspektrum
    wie es durchschnittliche 3-Achser haben.


    > Wie lässt sich dieses Hobby ausüben?

    Nach dem Schein erstmal eine Weile Chartern, evtl. dabei auch
    verschiedene Modelle ausprobieren.

    Im Verein kommt man (zeitlich oft etwas eingeschränkt) günstig in die Luft.
    Jedoch beschränkt sich das dann leider recht häufig auf: Ich bin das ganze
    Wochenende auf dem Flugplatz und fliege dann mal 0,5 - 1,5 h um den
    Platz herum...  "auf Strecke" geht es nur selten. (Es gibt natürlich Ausnahmen)

    Eine m.E. bessere Methode ist eine Haltergemeinschaft mit einem
    eigenen UL auf einem Flugplatz mit Öffnungszeiten auch unter der Woche.
    Mit 2-5 Leuten sind die Kosten dann sehr überschaubar und es ist
    "Dein" Flieger - und Du fliegst, wann Du es willst!   :-))


    BlueSky9
  • Hallo Stefan,

    ich bin Fluglehrer-Assi und fliege sowohl Dreiachser(C42) als auch Tragschrauber (offen und geschlossen).

    Da Du noch keinerlei Erfahrungen auf diesen Maschinen hast ist es wichtig, einen eigenen Eindruck vom Flugverhalten dieser, doch sehr unterschiedlichen Luftfahrzeuge, zu bekommen.
    Daher empfehle ich zwei bis drei Stunden, in Testflüge auf den verschiedenen Mustern, zu investieren.

    Der Tragschrauber hat gegenüber der Fläche den großen Vorteil von mehr Stabilität in der Luft. Er ist unempflindlicher gegenüber Windböen. Das zeigt auch die max. zulässige Seitenwindkomponente. Das ist, meiner Erfahrung nach, für deine zukunftigen Begleiter von Interesse.

    Die Kosten sind, wie schon erwähnt, beim Dreiachser insgesamt geringer.

    Haltergemeinschaft???? Das muss streng reglementiert sein, sonst ergeben sich oftmals Reibungspunkte bei Mängeln am Gerät. (Haftungsfragen ect.)

    Eine Flugschule in der sowohl Dreiachser als auch Tragschrauber zur Verfügung stehen, dort kann sicherlich am ehesten geholfen werden.

    Alles Gute für Dich und allzeit happy Landing.
    Guido
  • Hallo!

    Noch ein Gedanke dazu:

    Gyros haben kein Rettungsgerät.

    Die Rettung ist eine Sache, die meine
    Mitflieger bisher schon deutlich interessiert hat...      ;-))



    BlueSky9
  • BlueSky9 schrieb:

    Die Rettung ist eine Sache, die meine
    Mitflieger bisher schon deutlich interessiert hat...      ;-))

    Das muss ich leider auch bestätigen. Das Rettungsgerät war bei mir damals ein ausschlaggebender Faktor der zur Entscheidung beigetragen hat, ULs fliegen zu wollen.

    Auch Fluggäste, die das erste mal mit mir an Board sind, sieht man die eintretende Entspannung an, wenn man beim Erklären der Instrumente zum roten Griff für das Rettungsgerät kommt.

    Allerdings muss ich gestehen, noch nie im Gyro mitgeflogen zu sein. Wenn die Dinger jedoch in den Wald fallen, sehen sie genauso scheisse aus, wie ein UL bei dem man das Rettungsgerät nicht ausgelöst wurde.

    Steve

  • Jetzt muss ich auch meinen Senf dazugeben!
    Bezeichnenderweise kritisieren wiedermal diejenigen an den Gyros rum, die offensichtlich keine oder nur wenig Ahnung davon haben! Kein Rettungsgerät? Stimmt. Wozu auch. Ein Gyro besteht halt nicht aus Sperrholz und Zewa und kann im Falle des Antriebsausfalls punktgenau (d.h. ohne/kaum Rollstrecke!) gelandet werden.
    Gyros sind cooool? Oh ja! Und ihr "Einsatzspektrum" geht deutlich über das der (UL-) Dreiachser hinaus. Sie können alles, was die Flächen können. Und viel drüber hinaus! 20-30m Startstrecke. 0-10m Landestrecke. 20km/h Mindestgeschwindigkeit (der Flächenpilot hat da schon den Brandhahn zu, die Rakete draussen und die Hose voll). Okay, die allerschnellsten sind wir nicht (VNE 170-180), aber dafür mit richtig Spass! Denn so wendig und sportlich wie ein Tragschrauber, ist kein anderes Fluggerät! (ausser Heli natürlich).
    Hör lieber auf Pitri, probier alles aus und entscheide dann, was das Richtige für Dich ist.
    Motorrad oder VW-Bus.
    So.
    Ring frei.
    Ich geh Popkorn-Aktien kaufen.
    Gruss
    G.
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