Pilotenausbildung (SPL) Diskussion

Frage zur BZF I-Zusatzprüfung

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  • Wenn es sich um eine *Höhenangabe* nach QNH (nicht FL) handelt,
    dann gehört das Wörtchen "Altitude" natürlich immer dazu!!

    in meiner Nfl steht es in Anlage 6 andersherum:

    (2) für Höhen über NN ist der Höhenangabe das Wort Fuss/Feet anzufügen. Es kann der Höhenangabe die Bezeichnung Flughöhe / Altitude vorangestellt werden.

    (3) für Flugflächen ist der Höhenangabe die Bezeichnung Flugfläche / Flight Level voranzustellen.

    Das heißt das man bei Flughöhe Altitude voranstellen kann (also optional), bei Flugflächen muss Flight Level vorangestellt werden. Von QNH steht da aber tatsächlich nix.

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  • Ich habe ja keinen blassen Schimmer, auf welche Ausgaben Ihr Euch bezieht. Ich beziehe mich auf Unterlagen die meiner Meinung nach die aktuell gültigen Vorschriften in der Bundesrepublik netsprechen. Wenn mir jemand eine neuere Version mit anderen Angaben liefert, dann korrigiere ich mich gerne. Wenn nicht, lernen die anderen hoffentlich etwas.

    Das sind meine Quellen:
    Luftfahrthandbuch Deutschland AIP Germany, GEN 3,4-7, vom 18.11.2010
    auf der Grundlage der NFLI-226/10


    Dort steht klar und deutlich unter 8.(3) 1.f)
    Höhenanweisungen: 
Anmerkung:
 Wird die Flughöhe eines Luftfahrtzeuges in Relation zum Standardluftdruck 1013,2 hPa gemeldet, sollen die Worte Flugfläche / Flightlevel dem Höhenwert vorangestellt werden. Wird die Flughöhe in Relation zu QNH/QFE soll dem Höhenwert das Wort FUSS/FEET folgen.

    Wie da einer so laut auf die Idee kommen kann, dass meine Ausführung falsch ist und der andere in dem Text nix von QNH findet, bleibt mir verborgen. Auch scheint es nicht jedem klar zu sein, dass Flughöhen auf QNH immer Altitude bedeuten und nie Flightlevel sind.
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  • Bevor daraus wieder eine so Diskussion wird, die es schafft, den eigentlich nützlichen Inhalt des Threads hinter Auseindersetzungen zu verbergen, die es von Angesicht zu Angesicht niemals gäbe:

    Im Prinzip ist doch alles klar: Die Zitate aus NFL I 226/10 sind alle korrekt und widersprechen sich nicht. Dass eine Luftfunkstelle ein QNH nennt (das kein Readback ist), ist sehr ungewöhnlich und in keiner Veröffentlichung zu Funkverfahren zu finden (wie von BlueSky9 schon angemerkt). Darüber hinaus halte ich es auch für problematisch, weil ich als Dritter am Funk eigentlich davon ausgehen darf, dass ein genannten QNH richtig ist.

    MCRider
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  • MCRider schrieb:. Darüber hinaus halte ich es auch für problematisch, weil ich als Dritter am Funk eigentlich davon ausgehen darf, dass ein genannten QNH richtig ist.

    MCRider
    Du als Dritter am Funk hast mit dem QNH, das ich gerastet habe nix zu tun. Wir werden vielleicht auf der selben Frequenz gedealt, bewegen uns aber möglichwerweise in unterschiedlichen QNH Lufträumen. Diese QNH-Werte werden deshalb von der Flugsicherung in der Kommunikation den Luftfunkstellen mitgeteilt, meist mit dem Bezugspunkt.
    Werde ich in einem kontrollierten Luftraum von dem Controller zur nächsten Frequenz weitergeschickt, gehe ich davon aus, dass diese weiß, dass ich komme. Befnde ich mich z.B. in diesem Moment im Sinkflug, melde ich mich mit der Information welche Höhe ich passiere, basierend auf welchem QNH. Stimmt dass, wiederholt der Controller das QNH. Fertig ist der Kuchen. Oder er nennt ein neues. Was Du als Dritter mit meinem "QNH" machst, das bleibt deiner fliegerischen Qualifikation überlassen.....

    @Bluesky9
    Du magst meine Funkverhalten als nicht "professionell" bezeichnen. Gerne. Ist auch nicht mein Beruf. Aber meine fliegerische Erfahrung hat mich damit dicke Fliegerbücher füllen lassen. Und das istb alles im Rahmen der definierten Ziele im NFL. Deshalb ist es mir auch egal, wie Du das beurteilst. Da oben in de Luft kommt es darauf an, wie man das einschätzt...
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  • Hallo!

    > ...melde ich mich mit der Information welche Höhe ich passiere, basierend auf welchem QNH.
    > Stimmt dass, wiederholt der Controller das QNH. Fertig ist der Kuchen. Oder er nennt ein neues.

    es ist genau wie Du schreibst:  "er sagt Dir ein QNH"  oder  "er sagt Dir ein QNH"

    Vollkommen egal, ob du ihm "Dein" QNH nennst.  :-)

    Lässt Du es weg, dann verkürzt und enwirrst Du den Funkverkehr.


    > Aber meine fliegerische Erfahrung hat mich damit dicke Fliegerbücher füllen lassen.

    wow - respekt!


    Bluesky9
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  • QNH; Melden und Anweisen von Flughöhen
     - Es ist nämlich ein mehr als entscheidender Unterschied,
     - ob Du gesagt bekommts:

     - Tower: "D-MXYZ, decent tri-tausend feet"

     - oder

     - Tower: "D-MXYZ, decent ALTITUDE tri-tausend feet"

    Wo soll da der Unterschied sein? Falls du meinst, ein Lotse fordert dich mit letzterem auf, um dreitausend Fuß zu sinken, bist du sicherlich im Irrtum. Als Sichtflieger habe ich es bisher noch nicht erlebt, dass mir eine neue Höhe zugewiesen wurde. Im IFR Verkehr ist es häufig, und dort stellt die neue Höhenangabe (sei es nun FL oder altitude) immer ein "clearance limit" dar, also: descent 3.000 feet heißt runter auf 3.000 ft; climb FL 90 heißt steigen Sie auf Flugfläche neun null. Der Lotse kann noch eine Steigrate vorschreiben: climb FL 150 at 1000 feet per minute or less. Aber wann erleben wir so was als Sichtflieger? Unterhalb 5.000 ft vieleicht bei einer SVFR Freigabe zum Ausflug aus einer CTR. Wer hat das schon mal gemacht? Ich noch nicht.
    Thema Meldung von Flughöhen: die Zitate aus NfL 226/10 widersprechen sich nicht, wenn man genau liest.
    Thema QNH: Das fängt mit § 31 LuftVO an. Das QNH des nächstgelegenen Verkehrsflughafens erfährt man entweder über ATIS (falls man′s über Funk kriegt, es gibt für manche Plätze auch eine Telefonnummer) oder über VOLMET oder bei FIS. Als Pilot lese ich das QNH nur zurück, wenn ein Lotse es mir gesagt hat.
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  • Zwischen diesen Beiträgen liegen mehr als 3 Monate.
  • ikaros schrieb:
    QNH; Melden und Anweisen von Flughöhen
     - Es ist nämlich ein mehr als entscheidender Unterschied,
     - ob Du gesagt bekommts:

     - Tower: "D-MXYZ, decent tri-tausend feet"

     - oder

     - Tower: "D-MXYZ, decent ALTITUDE tri-tausend feet"

    Wo soll da der Unterschied sein? Falls du meinst, ein Lotse fordert dich mit letzterem auf, um dreitausend Fuß zu sinken, bist du sicherlich im Irrtum. Als Sichtflieger habe ich es bisher noch nicht erlebt, dass mir eine neue Höhe zugewiesen wurde. Im IFR Verkehr ist es häufig, und dort stellt die neue Höhenangabe (sei es nun FL oder altitude) immer ein "clearance limit" dar, also: descent 3.000 feet heißt runter auf 3.000 ft; climb FL 90 heißt steigen Sie auf Flugfläche neun null. Der Lotse kann noch eine Steigrate vorschreiben: climb FL 150 at 1000 feet per minute or less. Aber wann erleben wir so was als Sichtflieger? Unterhalb 5.000 ft vieleicht bei einer SVFR Freigabe zum Ausflug aus einer CTR. Wer hat das schon mal gemacht? Ich noch nicht.
    Thema Meldung von Flughöhen: die Zitate aus NfL 226/10 widersprechen sich nicht, wenn man genau liest.
    Thema QNH: Das fängt mit § 31 LuftVO an. Das QNH des nächstgelegenen Verkehrsflughafens erfährt man entweder über ATIS (falls man′s über Funk kriegt, es gibt für manche Plätze auch eine Telefonnummer) oder über VOLMET oder bei FIS. Als Pilot lese ich das QNH nur zurück, wenn ein Lotse es mir gesagt hat.
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  • Aktuell ist die NFL I 247-2012. Aber auch hier hat sich diesbezüglich nichts geändert.

    Es ist eben KEIN unterschied in "descend tri-tausend feet" und "descend ALTITUDE tri-tausend feet". Es gibt keine "steigen Sie UM ... ft" Angaben, weder in deutsch noch in English. das wäre viel zu verwechslungsgefährdet, insbesondere, da das wort "to" mit "two" verwechselt wird. Eine Höhenangabe in einer Anweisung bedeutet also IMMER eine endgültige Flughöhe.

    Die Angabe eines QNH klingt meines Erachtens absolut nicht unprofessionell, genauso wenig wie die Angabe des Rollweges am Rollhalt, der laut NFL auch nicht gefordert wird. In der BZF-Prüfung werden ohnehin extrem unprofessionelle Sachen verlangt, wie das vollständige Zurücklesen aller Angaben. Dies wird dann auch entsprechend gelehrt. Das Nennen eines zusätzlichen QNH nimmt keine 3s in Anspruch kann aber einen Höhenfehler von mehreren hundert Fuss bedeuten. Auch sind nicht alle Sprechgruppen 100%ig vorgeschrieben. Es gibt Standardredewendungen für Standradsituationen die wo möglich verwendet werden sollen. Für viele Situationen müssen dann doch eigene Phrasen verwendet werden, bei denen man sich besser an den entsprechenden Standardphrasen orientiert.

    Generell ist das Vermeiden von möglichen Verwechslungen und Unklarheiten wohl kaum als "unprofessionell" zu bezeichnen.

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  • Rteissen schrieb:
    Du als Dritter am Funk hast mit dem QNH, das ich gerastet habe nix zu tun. Wir werden vielleicht auf der selben Frequenz gedealt, bewegen uns aber möglichwerweise in unterschiedlichen QNH Lufträumen. Diese QNH-Werte werden deshalb von der Flugsicherung in der Kommunikation den Luftfunkstellen mitgeteilt, meist mit dem Bezugspunkt.
    Werde ich in einem kontrollierten Luftraum von dem Controller zur nächsten Frequenz weitergeschickt, gehe ich davon aus, dass diese weiß, dass ich komme. Befnde ich mich z.B. in diesem Moment im Sinkflug, melde ich mich mit der Information welche Höhe ich passiere, basierend auf welchem QNH. Stimmt dass, wiederholt der Controller das QNH. Fertig ist der Kuchen. Oder er nennt ein neues. Was Du als Dritter mit meinem "QNH" machst, das bleibt deiner fliegerischen Qualifikation überlassen.....

    Das ist doch in der Situation eigentlich unproblematisch, denn eingeschalteter Transponder vorausgesetzt wird jeweils die auf Standardwert (1013) basierte Bezugshöhe übermittelt, so daß das örtliche QNH sich nur in der individuellen Höhenmesseranzeige widerspiegelt. Bei Diskrepanzen wird der Controller ohnehin gültiges QNH und gegebenenfalls ensprechende Höhenanweisung erteilen.

    Gruß aus Köln
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