Moin,
interessante Diskussion. Aus meiner Sicht als Fluglehrer sind die 200km Überlandflüge zum Erhalt der Passagierberechtigung ein Stresstest. Ich konfrontiere die Piloten während der Flüge also mit Situationen wie sie real auch vorkommen können, z.B. Abbruch einer Landung oder eines Starts, außerplanmäßige Landung auf einem fremden Platz, wenn möglich Seitenwindlandungen, Landungen in der Dämmerung, Landung auf einem Airport (CTR), Ausfall des Navis und was die Flugroute und das Wetter halt so hergibt. Ein wichtiger Punkt ist auch das Verhalten des Piloten bei Stress mit dem Fluggast. Also was mache ich als Pilot, wenn der Mitflieger Angst bekommt, ausrastet oder körperliche Symptome zeigt? Wie kann ich beruhigen, welche Maßnahmen sind zu ergreifen usw. Der Aspekt wird leider oft vernachlässigt, nicht nur bei UL Piloten. Kurz gesagt, ich halte die 200km Flüge mit FI zum Nachweis der Stressfestigkeit für ein wichtige Sache. Wir Fluglehrer sind allerdings gefordert dieses Mittel auch richtig zu nutzen.
Allzeit gute Landungen, Michael