Den Blick zur Seite kann ich nur sehr empfehlen. Ich musste ihn bereits in der PPL-A-Ausbildung z. B. bei der C172 anwenden, dann überhaupt bei den Spornradflugzeugen und auch bei meiner eigenen Remos G3/600 mit dem hohen, eckigen Panel.
Ich persönlich halte eine Landung mit Schleppgas nicht für günstig. Der Abfangbogen ist ja dafür da, sicher auf dem Hauptfahrwerk zu landen - und keine 3-Punkt-Landung hinzulegen. (Spätestens wenn Du mal einen Motoraussetzer hast und nicht auf Asphalt sondern auf einem Acker landest, knickt Dir das Bugrad weg, wenn Du nicht sauber auf dem Hauptfahrwerk landest. Bugradschäden sind relativ häufig - auch auf Asphalt.) Mach Dir einen Spaß draus, nach dem Aufsetzen das Bugrad noch möglichst lange in der Luft zu halten. Davon bekommst Du noch mehr Gefühl. Lieber mal etwas zu früh abfangen und einen halben Meter "runterfallen", als eine Dreipunktlandung zu machen. Das optimale Timing kommt mit der Übung (und den Tipps aus den anderen Beiträgen) von selbst.
bin selbst sicher kein "Schleppgaslander" - allenfalls manchmal im Anflug, aber sicher nicht mehr hinter der Schwelle - habe davon vielleicht eine falsche Vorstellung. Ich hab′s anders gelernt. Einer der Vorredner beschreibt das für mich so, als käme da eben kein Abfangbogen heraus, bei dem das Bugrad schön in der Luft bleibt. Aber klär mich gerne auf, vielleicht probier ich′ s dann auch mal aus.
wenn Du etwas Gas stehen lässt, kannst Du bei der C42 die aerodynamische Güte etwas kompensieren. Damit verlängerst Du den Abfangbogen und kannst sogar mit höherem Bugrad aufsetzen (bei geringerer Fahrt). Bei der Spornrad FK9 konnte ich mit Schleppgas zuerst mit dem Sporn aufsetzen, ohne Gas nur in Dreipunktlage.
Extreme Kurzlandungen sind ebenfalls möglich, das ist aber ein anderes Thema (eher was für Buschflieger als für uns).
am Ende bleibt jedes Abfangen - so simpel es von außen auch aussieht - ein hochkomplexes Manöver. Den Bogen steuern, die Fläche gerade halten, Flugzeug um die Hochachse ausrichten...bei all den äußeren Einflüßen die da sind und vielleicht der eigenen Anspannung.
Für mich völlig klar, dass man da eins braucht: Erfahrung...und die kommt vom üben und zwar nicht nur bei 5kn Wind auf der Nase.
Es wird viele Tips geben, nur "erfährst" du nur, was du erfliegst...wenn du gerade hakst, mag vielleicht auch mal ein anderer Fluglehrer helfen (andere Sicht auf die Dinge)
Ich selber bin kein wirklicher Freund vom Schleppgas, spätestens über der Schwelle (und dann hab ich mich schon vertan) ist Leerlauf um mich voll auf das Abfangen zu konzentrieren
Die C42 halte ich nicht für schwierig, aerodynamisch sicher kein Wunderwerk - aber ehrlich. Laß dir also nix einreden sondern kläre und erflieg mit deinen Lehrern.
Und: Weil es so komplex ist das Landen, dauert es bis es sitzt, also geb dir selbst die Zeit und Stress dich nicht...wird schon ;-)
So kurios es klingen mag : Landungen muss man mögen :-) Dann ist es kein Stress und dann klappt es auch einwandfrei. Das Landen ist für mich mit das Schönste am Fliegen. Ich finde es grandios, immer wieder neue Plätze anzufliegen oder mir bei bekannten Plätzen "etwas vorzunehmen" ( z.B. möglichst kurze Landung, lange Landung, Ziellandungen, verkürzte Platzrunde, langer Endanflug, Endanflug mit Slip, Endanflug mit Schleppgas ....). Das übt und macht Spaß dazu.
gelöschter User am 18.11.2015 um 19:48 Uhr
Hirnklempner schrieb: Ich persönlich halte eine Landung mit Schleppgas nicht für günstig
Soll das heißen, Leerlauf vom Verlassen der Platzrundenhöhe bis zum Aufsetzen?
Michael
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