Man beginnt das Vorrotieren vernünftigerweise immer nach dem line up, also auf der Piste. Abflugbereit zu sein bedeutet nicht, dass man nach dem Aufrollen sofort Gas geben muss. Ein Echo-Pilot zB setzt dann in Pistenrichtung auch erst einmal seinen Kurskreisel usw. Man muss es einfach so sehen: das Vorrotieren ist Teil der Startprozedur und keine Vorbereitung. Man könnte auch kaum Vorrotieren und 5min lang die 600m Piste entlangrollen bis man so sukzessive die notwendige Rotordrehzahl drauf hat, um Vollgas geben zu können. Das würde aber mehr aufhalten...
Beim MTOsport zB beendet man die Vorrotation bei ca. 200 RPM, das sind fast 2/3 der Flugdrehzahl. Nicht nur das man sofort danach Gas geben will um abzuheben, man möchte mit solch einer hohen Rotordrehzahl weder rumfahren (Kreiselkräfte), noch ist es sinnvoll mehr oder weniger quer zum Wind (nehmen wir mal an Wind in Pistenrichtung) den Tragschrauber auf dem Boden dann "leicht zu machen" (denn im Gegensatz zum Heli mit Pitchverstellung hat der Rotor prinzipbedingt natürlich immer positiven Pitch, selbst wenn der Knüppel ganz vorne ist und erzeugt so schon beim Vorrotieren Auftrieb).
Was heisst hier "das dauert zu lange" !? Wir sprechen nicht vom Frankfurter Flughafen! Wir reden von vielleicht 2-3min. Diese Zeit ist immer vorhanden. Ausnahmslos. Und ich habe kein Verständnis für Piloten (oder Flugplätze) die meinen, andere Piloten mit anderen FLuggeräten und anderen (systembedingten) Prozeduren unter Druck setzen zu müssen.
VG Mike