Kleiner Zusatz, um wieder auf den (fliegenden UL-) Teppich zu kommen:
ULs wurden aus der Einsicht geboren, auch Normalverdienern das Fliegen (mit Motor) zu ermöglichen. Also legte man anfangs realistische 150 kg Leergewicht fest und nur Sprit für ca. 2 Stunden und nur 1 Person, nämlich den Piloten als Zuladung. Dazu gehörte auch, den Motor frei wählen zu dürfen; Lärmbegrenzungen gab es (noch) nicht, auch noch keine UL-Segelflugzeuge.
Es lag auf der Hand, daß die großvolumigen zertifizierten und allein dadurch teuren amerikanischen "Trecker"-Motoren - abgesehen von ihren exorbitanten Preisen - nicht zu verwenden waren, da sie mit 150 kg leichtgewichtigen Holzgerüsten oder dünnen stoffbespannten Metallröhrchen - Zelle genannt - als Widerlager ihrer hohen Drehmomente unmöglich harmonieren konnten. Aus der Idee des *un*zertifizierten Motors, der genau deshalb jederzeit ausfallen durfte, ging die deutsche Zwangsrettung per Raketenunterstützung des Fallschirmauszugs zur Rettung von Pilot samt Flugzeug hervor
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u n d
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eine festgeschriebene Mindestgeschwindigkeit, die das Landen nach Motorausfall auf dem nächsten freien Gelände jederzeit sicher möglich machen sollte, z.B. Vermeidung von ÜBerschlägen etc. durch zu hohe Landegeschwindigkeit in unbekanntem Gelände. Anfangs waren das mal 50 km/h, aus denen die heutigen 65 km/h wurden.
Die Technik schritt fort, und also entwickelten sich untraleichte Rennflugzeuge mit enormem Steigvermögen und Kraft-Reserven. Aber: Das wurde mißbraucht, weil die nun ebenfalls erlaubten aerodynamischnen Hilfen zur Erlangung bzw, Einhaltung dieser Mindestgeschwindigkeit immer zusammen mit der an sich gar nicht mehr zur Verfügung stehenden Motorleistung erflogen wurden.
Als die FUNKs (FK) dann als erste ein Laminarprofil in einem UL einsetzten, dachte man anfangs ernsthaft und äußerst strittig darüber nach, eine drehzahl- und leistungsbegrenzende Einrichtung auf den Motor zu schrauben. Alle Dämme brachen, als schließlich der ROTAX 912 mit 80 PS erstmals zugelassen und schnell zum Standard wurde, als Doppelsitzer zur Schulung gebraucht wurden, zu dessen Begünstigung die deutschen Beauftragten extra eine Lex-Rotax-Lärmprüfung beschlossen, die schnell steigende ULs begünstigte, also diejenigen, die nach Start am Flugplatzrand möglichst hoch waren, der wahrnehmbare und letztendlich ge- bzw. zu messende Lärm also gering. Deutschland sollte die leisesten "grünen" ULs ever bekommen, auch wenn die Lärmhysterie und behauptete zunehmende Schwerhörigkeit weit eher exzessiven Musikgenusses als behauptetem Fluglärm geschuldet war, nicht zuletzt den öfffentlichen Medien mit ihrem eindeutig kommerzorientiertem und somit stets Aufmerksamkeit heischnenden Lärm durch überlaute rhythmische "Musik". Es gab ULs (z.B. die SUNRISE II mit VISA-Motor des unvergessenen Wolfgang Dallach), die so leise waren, daß man sich 8 m neben einem startenden Exemplar noch ohne Anheben der Stimme unterhalten konnte. Durch die moderne Lärmprüfung kam sie nicht, der Rotax 912 sehr wohl.
Gruß hob