Dafür brauche ich keine Kirche. (Den Satz, der hier bis eben stand, habe ich nach kurzer Überlegung ersatzlos gestrichen.)
Du hast Recht, Sukram. Der Rotor ist auch m.E. kein Rettungssystem. Schon gar nicht, wenn er einem um die Ohren fliegt (passiert in Spanien, Wartungsdefizit, PIC zum Glück "nur" verletzt). Bei der Zulassung der ersten Gyros in D 2003 konnte man sich wohl nicht entscheiden, ob die Rakete durch den Prop, oder besser durch den Rotor gehen soll ;-) Aber: ALLE Unfälle mit Gyros in D wären auch durch ein GRS nicht zu verhindern gewesen. Dennoch wird grad eines entwickelt und ich bin der Zweite (nach dem Hersteller), der es sich einbaut. Und sei es nur aus Zweckpessimissmus. LG G.
Klar, die letztendliche Wirkung eines solchen Rettungsgerätes steht wieder auf einem anderen Blatt Papier. Keine Frage. Ich finde es nur immer recht witzig, dass 95% der Tragschrauberpiloten ihren Passagieren weis machen wollen, dass ein Rettungsgerät nicht notwendig sei, weil der Rotor ja selbst ein Rettungsgerät ist. Das ist schlichtweg falsch.
Das mit dem Rotor und dem Prop ist natürlich wirklich ein Problem. Den Rotor abzusprengen wäre m. E. unverantwortlich. Aber man könnte das Abschießen des Rettungsgerätes sicherlich irgendwie mit einem gleichzeitigen Lahmlegen der Zündung des Motors kombinieren. Das wäre zumindest eine erste Idee. Oder man bringt das Rettungsgerät am Ende des Leitwerks, also weit hinter dem Prop (z.B. beim MTO-Sport) an. Immerhin ist das Alurohr tragend. Trotzdem müsste man sich noch irgendwas für den Rotor überlegen. Der reicht mit seinen Spitzen leider locker bis zum Leitwerk...
Ich bin mal gespannt auf das Rettungsgerät bzw. die Technik, die sich die Tüftler dazu einfallen lassen. Oder gibt es da schon Hinweise zu?
Jetzt gibt der
"Neue" im Forum gleich ein Kommentar ab ohne sich überhaupt
mal vorgestellt zu haben. Nun da ich mich fast in der gleichen
Situation befinde wie der Verfasser dieses Threats komme ich immer mehr ins grübeln
nachdem ich diese Diskussion gelesen habe
Ich habe nun alle
Papiere für eine Anmeldung zusammen, einschließlich der ärztlichen Untersuchung
und weiß nicht, was ich machen soll!?!?!
Auf den Gedanken bin
ich über die Gyrocpter gekommen, welche des Öfteren über unser Dorf kreisen.
Nach einer Kontaktaufnahme mit Jochen Steinbeck ein Hersteller von Gyrocopter,
welcher in Kaufbeuren seine Maschinen testet und mir auch freundlicher Weise
seine Firma zeigte, war ich vollends von diesem "sicheren Fluggerät"
überzeugt. Sogar meine "noch verhaltene" besser Hälfte war zu überzeugen.
Nach mehreren Probeflügen bin ich mir aber im Klaren, dass es nie
ein absolut sicheres Fluggerät gibt. Ist es beim einen
ein Abfall in den -G Bereich, ist es beim anderen der
Strömungsabriss. Nun die Frage, wo kann mir noch geholfen werden? Beim Gyro
die Hoffnung, beim UL der Fallschirm...bitte korrigiert mich,
aber so sind nun meine Gedanken.
Das kurze Landen ist
ein tolles Gadget - aber wird es wirklich benötigt??, in D muss eigentlich
immer auf Flugplätzen gestartet und gelandet werden. Was bringt mir dann dieser
Vorteil? Eventuell ist mal bei stärkerem Wind ein Hoovern möglich, tolles Feeling,
aber wie oft kommt es vor? Ich möchte die Gyros nun aber nicht schlecht reden,
da ein ruhigeres und unspektakuläres Fliegen wie in ein Gyro habe ich noch
nicht erlebt habe. Kein hoppeln und ruckeln bei Luftturbulenzen,
immer mit Druck aufden Pobacken verschafft es natürlich auch meiner Frau ein
sehr sicheres Gefühl. (ich liebe es ein leeren Magen zu haben ;-)
Ich bin mir wirklich
noch nicht im Klaren, wohin mein fliegerischer Weg gehen soll. Es ist schwierig
hier Abzuwägen, da alle Arten von Maschinen im UL vor und Nachteile haben. Ich
hoffe, Ihr könnt mir eventuell bei der Entscheidung behilflich sein. Einerseits
sind die Vorteile des langsamen Fliegens, andererseits würde ich aber auch
gerne die Möglichkeit nützen, mein künftiges Hobby ab und zu auch mal beruflich
zu nützen (auch als Argument für meine Frau!! ;-) Da ich im Außendienst tätig
bin und mindestens zweimal im Monat nach Italien muss (nun ich wohne im Allgäu,
da ist es nicht so weit!), hätte sich die Frage Gyro oder UL eigentlich schon
erledigt…
Mein Fazit, man muss
sich im Klaren sein, wie und was man machen möchte. Reisen und evt neue Länder
kennen lernen? ..oder in Nachbarsgrundstücke reinschauen...
andererseits würde ich aber auch
gerne die Möglichkeit nützen, mein künftiges Hobby ab und zu auch mal beruflich
zu nützen (auch als Argument für meine Frau!! ;-) Da ich im Außendienst tätig
bin und mindestens zweimal im Monat nach Italien muss (nun ich wohne im Allgäu,
da ist es nicht so weit!),
Ich freue mich natürlich auf andere Argumente!
Alles kann ich dir nicht beantworten, aber die Hoffnung ein UL (oder Gyro) beruflich zu nutzen (auch wenn es nur ab und zu mal sein soll) würde ich ganz schnell wieder begraben. Es ist und bleibt ein Hobby, es sei denn du verdienst dein Geld als Flugleher, Prüfer, UL-Hersteller oder ähnliches. Das Problem (gerade bei Alpenüberquerungen) ist das Wetter, die solche Flüge nicht planbar machen, sondern spontane Entscheidungen erfordern.
Du hast Dir ja fast alle Argumente schon aufgezählt. Die Entscheidung selbst kann Dir aber niemand abnehmen :-))
2 Sachen aus eigener Erfahrung:
Je länger ich bei der Fliegerei war umso "weiter weg" wurden die Flugziele gesteckt... ich wollte halt immer "mehr" sehen und da wurden "Reichweite" und "Geschwindigkeit" schon ein Thema.
Man kann ein UL durchaus hin und wieder beruflich nutzen - das mache ich auch, wenn es das Wetter hergibt. Habe ich einen Besprechungstermin wir alles für′s Auto geplant und wenn das Wetter passt, einfach kurzfristig(!) auf das UL umgestiegen. Ich plane wichtige Termine jedoch nie *ausschliesslich* mit dem UL!!
(z.Zt. bin ich bei einer Rate von ca. 3-4 x Auto zu 1 x UL - das kann man aber m.E. nicht verallgemeinern und das muss jeder für sich individuell herausfinden)
Bin gespannt, für was Du Dich entscheidest - auf jeden Fall: In die Luft!! :))
Je länger ich bei der Fliegerei war umso "weiter weg" wurden die Flugziele gesteckt... ich wollte halt immer "mehr" sehen und da wurden "Reichweite" und "Geschwindigkeit" schon ein Thema.
Die ist genau der Punkt, woran ich auch denke. Dies sehe ich als einer der Hauptargumente. Der Horizont geht halt immer noch ein wenig weiter!
Man kann ein UL durchaus hin und wieder beruflich nutzen - das mache ich auch, wenn es das Wetter hergibt. Habe ich einen Besprechungstermin wir alles für′s Auto geplant und wenn das Wetter passt, einfach kurzfristig auf das UL umgestiegen. Ich plane wichtige Termine jedoch nie *ausschliesslich* mit dem UL!!
Perfekt, so kann/hatte ich mir das auch vorgestellt. Ich bin zwar noch Fußgänger, jedoch nicht so naiv zu glauben ich könnte meine 90.000km im Jahr nur noch im Flieger abdecken (Auch wenn´s schön wäre ;-)
Bin gespannt, für was Du Dich entscheidest - auf jeden Fall: In die Luft!! :))
Ich gebe bescheid!! Klar doch...ehrensache
BlueSky9
gelöschter User am 26.09.2012 um 13:49 Uhr
Also beruflich Fliegen geht sogar sehr gut, finde ich. Es gibt nur sehr wenige Wetterlagen, wo man überhaupt nicht fliegen kann. Klar ist der Himmel nicht immer wunderschön blau, aber VFR ist doch schon sehr häufig möglich, häufiger als man denkt. Über die Alpen ist aber ein Sonderthema. Ich plane grundsätzlich erst mal alle Strecken die über eine Stunde mit dem Auto liegen, zu fliegen. Wenn man sich etwas mit dem Wetter beschäftigt, dann lernt man sehr schnell das auch richtig einzuschätzen. Sollte es schlechter werden als Vorhergesagt, muß man aber auch von vornherein bereit sein, den Flug, wo auch immer abzubrechen oder erst gar nicht zu starten. Passiert aber ganz selten und meist wußte ich vorher, dass es knapp werden würde. Man braucht aber auch nen passenden Flieger. Der muß schon einigermaßen schnell sein und zuverlässig. Wer hier mit nen Skywalker liebäugelt, der sollte lieber Autofahren;-) Also den beruflichen Nutzen grundsätzlich auszuschließen, würd ich so nicht stehenlassen wollen.
Carlson, der am letzten WE wieder rd. 3 Stunden beruflich mit dem UL unterwegs war und das Auto stehen lassen konnte.
> Der Horizont geht halt immer noch ein wenig weiter!
ja - bis Du "einmal rund" bist... ;-)))
BlueSky9
P.S.
Bei Meetings immer wieder ein schöner Dialog:
- "Wie war denn die Fahrt, ich hoffe Sie sind ohne Stau durchgekommen."
- "Alles bestens, ich bin geflogen. :)"
- "Wohin?? Zu uns nach Würzburg??"
- "Ja"
- "Welche Fluglinie fliegt denn hier nach Würzburg?"
- "Meine eigene... :-)"
- "Wie, Sie haben ein Flugzueg??? Erzählen Sie doch mal!... "
- "Ja - aber nur so ein kleines..."
- "das ist ja interessant!! Fliegen Sie das selbst?"
- "Ja"
- "Toll! Und wie ist das mit ... Wetter?... Zeit?... Kosten?... Geschwindigkeit?... Reichweite?.... Und dürfen Sie einfach fliegen wohin Sie wollen??...."
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