Hallo,
zunächst möchte ich die Gelegenheit nutzen, um mich vorzustellen. Ich bin letztes Jahr 30 geworden und wollte seit ich denken kann immer Pilot bei der Lufthansa werden. Ok, zwischenzeitlich wollte ich Astronaut werden, aber das hat sich dann ganz schnell wieder gelegt ;) Ich bin seit meiner Kindheit viel geflogen, hatte während des Gymnasiums Kontakte zu vielen LH Piloten und dadurch auch des öfteren die Gelegenheit bei Start und Landung einer Linienmaschine im Cockpit zu sitzen. Es gab für mich nichts anderes als Fliegen. Es war also ganz klar, dass ich mich nach meinem ABI bei der LH bewerbe und Pilot werde.
Während des Zivildienstes, als die große Frage Berufswahl dann immer näher rückte, habe ich mich immer intensiver mit der ganzen Thematik auseinander gesetzt. Under anderem hatte ich das Glück im Rahmen des Zivildienstes eines berufsfördernde Maßgabe gesponsert zu bekommen. Damals habe ich mich für ein Vorbereitungsseminar für den LH Einstellungstest entschieden. Gleichzeitig habe ich einige Bücher zum Thema Beruf Pilot gelesen und mich mit LH Piloten unterhalten. Ich wollte einfach wissen, wie es wirklich sein würde, Berufspilot zu sein. Ich habe versucht die oft rosarote Brille abzusetzen und das ganze - auch wenn es schwer gefallen ist - etwas nüchterner zu betrachten. Nach langem hin und her bin ich zu ver Überzeugung gekommen, dass Berufspilot nicht das richtige für mich war. Ich liebe die Fliegerei und ich konnte mir immer gut vorstellen, eine großen Jet zu fliegen... Was mich jedoch bei dieser Vorstellung gestört hat, war die Tatsache, dass man als Berufspilot nichts anderes macht, als seinen Dienstplan abzufliegen, den man am Anfang des Monats vorgelegt bekommt. Ich hätte mir damals sehr gut vorstellen können, 5 Jahre lang Berufspilot zu sein. Aber für den Rest meines Lebens? Ich wollte mich nicht binden. Ich wollte jeden Morgen aufstehen können und selbst entscheiden, was ich will. Daher habe ich mich damals - vor 10 Jahren - für einen anderen Weg entschieden. Ich habe BWL studiert. Das war nämlich neben der Fliegerei die zweite Sache, die mich interessiert und fasziniert hat. Ich hatte mich dann schon meines Studiums mit einem Schulfreund, den ich seit der 3. Klasse kenne, selbständig gemacht. Das Studium selbst fand ich nie sehr interessant. Sehrwohl fand ich es jedoch aufregend, mein eigenes Ding zu machen. Nach dem Studium haben wie beide unsere kleine Firma weiter aufgebaut und sind vor ein paar Jahren in Berlin gelandet. Die Firma läuft ganz gut - naja sagen wie einmal, wie können davon leben - wir haben in der Zwischenzeit sogar Angestellte, für die wir verantwortlich sind und ich liebe meinen Job. Ich mag es, jeden Tag selbst bestimmten zu können wohin geht. Ich mag die Unabhängigkeit.
Nichts desto trotzt, bekomme ich jedes Mal noch immer weiche Knie, wenn ich ein Flugzeug sehe. Wenn ich mit meiner Freundin in den Urlaub fliege bin ich wie ein kleines Kind, das unbedingt am Fenster sitzen möchte. Meine Freundin muss dann endlose Erklärungen über diesen und jenen Flugzeugtyp über sich ergehen lassen... Letztes Jahr haben wir zusammen mit einem Freund einen ganzen Tag an einer Aussichtsplattform des FFM verbracht, direkt in der Einflugschneise. Für mich unbezahlbar.
Bevor das ganze jetzt ausufert und noch länger wird. Die Fliegerei hat mich seit ich klein bin nicht wieder losgelassen. Die letzten 10 Jahre habe ich meine Energie intensiv auf andere Sachen gelenkt. Jetzt möchte ich jedoch aktiv werden. Ich wollte - auch nach der Entscheidung gegen die Laufbahn eines Berufspiloten - schon immer meinen privaten Flugschein machen. Bisher haben mich die Kosten eines PPL abgehalten. Jetzt habe ich mich etwas näher mit der UL-SPL auseinander gesetzt und siehe da, es ist preislich gar nicht so unerreichbar und als Einstieg genau das Richtige. Die Ausbildungskosten sind überschaubar, die UL-Flugzeuge nicht mehr das, was sie vielleicht früher einmal waren und die Charterkosten kann man sich auch zusammen sparen.
So jetzt noch kürzer:Ich möchte meinen UL-SPL machen. Dieses Jahr. Als mögliche Flugplätze bzw. Flugschulen habe ich mir aufgrund der Erreichbarkeit zum Wohnort (Berlin, Prenzlauer Berg) die Flugschule von Ralf in EDBF (Fehrbellin) und Aero Light Club in EDAY (Strausberg) rausgesucht. Nach einer ersten Recherche im Netz tendiere ich gefühlsmäßig eher zu Fehrbellin, weil es dort wohl etwas familiärer zugeht. Hab mich jedoch bei weitem noch nicht entschlossen.
Habt Ihr denn dazu ein paar Tipps bzw. Erfahrungsberichte? Auf was muss ich achten? Wie wähle ich die passende Flugschule für mich aus?
Ich freu mich hier zu sein. Und ich freu mich auf die UL-SPL. Und eines Tages werde ich die A380 fliegen ;)
Viele Grüße
Manuel