@exPlorer: Unabhängig davon gibt es PPL-A-Lehrer, die, so unglaublich es klingen
mag, UL-Lehrberechtigungen erteilt bekommen haben, ohne dass sie davor
jemals in einem UL gesessen haben :) Das find ich persönlich weitaus
krasser. Piloten die ihre UL-Pflichstunden z.B. auf E-Klassen
erfliegen, halte ich dagegen für wenig bedenklich, da eine
beispielsweise sich eine C150 flugtechnisch kaum von einem UL
unterscheidet.
Das ist natürlich Quatsch. PPL-Fluglehrer müssen einen Dreitägigen-Erweiterungskurs machen. Dort werden sie (zumindest bei Gewissenhaften Anbietern) auf die speziellen Belange der UL-Fliegerei geschult. Abschließend müssen diese PPL-Lehrer noch eine theoretische u. praktische Prüfung (eine Stunde Flug!) vor einem Prüfungsrat abhalten.
Das eine C150 wie ein UL fliegt ist auch nicht ganz richtig. Bei ner 150 kann ich schon mal die Landung in drei Meter Höhe beenden (wenn ichs nicht drauf hab). Beim UL hättest Du da massive Probleme und würdest aus einem Flieger steigen, der kaum noch als solches "Erkennbar" sein wird. Meiner Erfahrung nach, sind es grade die "Gestandenen Motorflieger" die die größten Probleme beim Umschulen auf UL haben. Sie kommen damit nicht klar, das Queruder sehr direkt wirken können. Ebenso das Höhenruder. Das man eben nicht wie "wild" rumrühren darf, wenn man bei der Landung ist. Außnahmen bestätigen die Regel. (Meistens haben die aber noch ne Segelfluglizenz). Grade die Leute, die sonst nur Cessna fliegen, sollten sich wirklich überlegen, ohne übung mit dem UL zu fliegen.
Sicherlich gibt es Ausnahmen und darf nicht pauschal betrachtet werden. Das sind nur meine Erfahrungen als UL-FI in den vergangenen 5 Jahren.
Grüße vom
Carlson