Du beschreibst das damalige Gefahrengut aus Oehna mit "Wenn sie zu stark ist, dann..." Ein starker, aber dummer und menschenverachtender Spruch !!
Du verniedlichst wieder, zweifelst Aussagen an, argumentierst zur Ablenkung in eine andere Richtung. Zum Schluß dann noch: "Jeder macht Fehler, warum sollen das nicht auch in diesen Fällen simpele Pilotenfehler gewesen sein?"
Frag mal den Geschäfts-Partner von A. Machinek, Walter Eisele, wie der darüber denkt !!
Genau so sollen die wahren Verantwortlichen entlastet werden und man vernebelt so jede ehrliche Aufklärung. Du fragst immer so scheinheilig nach Urteilen, wohl wissend, dass die Verfahren teilweise in 2. Instanz sind. Dass da jede Menge Strafanzeigen gestellt (und teilweise leider auch eingestellt) wurden.
Wer damit näher zu tun hat, fasst sich an den Kopf und zweifelt am Rechtsstaat. Der Staat hat Leute damit beauftragt, die Sicherheit und Kontrolle in der UL-Luftfahrt zu gewährleisten. Diese Leute werden fürstlich für diese Tätigkeit bezahlt.
Leider sind einige in entscheidenden Positionen weder fachlich noch moralisch für diese Aufgabe geeignet !
Es hat Tote gegeben, die eindeutig auf Versäumnisse zurück zu führen sind, die sowohl beim Hersteller FlämingAir als auch bei der Zulassungsstelle LSG-B zu suchen und zu finden sind. Die BFU-Aussage ist da eindeutig.
Deine Frage nach eigener und persönlicher Erfahrung - und daraus ableitend "die da argumentieren haben alle keine Ahnung" - kann ich damit beantworten, dass ich den üblichen 1-Std. Überprüfungsflug mit einer Smaragd machen musste.
Ich mochte den Vogel damals schon nicht, bin eingestiegen und habe nur gestaunt, was das für ein hibbeliges und unruhiges Ding war. Ich hatte den Eindruck, der Schwerpunkt ist ein JoJo-Männchen. Im Verhältnis zu den Flugeigenschaften z.B. einer Fasci BK, kam ich mir wie in einem Traktor älterer Bauart vor.
Der Fluglehrer, bei dem ich den PPL-A gemacht habe auf C 172 u. Morane, ein alter erfahrener Hase, erzählte mir, wie anläßlich eines anderen Überprüfungsfluges mit einem ebenso erfahrenen Fluglehrer - allerdings in großer Höhe - ihnen die Mühle abschmierte und die beiden Piloten aus dieser Spiralbewegung nur mit Mühe und Not, mit totalem Einsatz und erst nach verdammt langer Zeit, sie die Maschine wieder unter Kontrolle bekommen haben.
FlämingAir hat dann sehr schnell diverse Maßnahmen an dem Vogel vorgenommen, so dass man danach normal damit fliegen konnte. Das war aber vor den anderen Abstürzen !!
FlämingAir hat bitterböse Prügel für diese Flugzeuge bekommen. Sicherlich auch völlig zu Recht.
Der Hund liegt eben in der Zeit um 1995/2000 begraben, als man mit reichlich eigenartigen Methoden, zus. mit dem inzw. verstorbenen C. Sebesta, einen Vogel kopieren und zulassen konnte, (!!!) als die agraische Erfahrung noch größer als die aerodynamische gewesen sein mag.
Das waren so die "Sturm- u. Drangzeiten" agiler UL-Konstrukteure, als man in Braunschweig noch meinte, alles wird (irgendwann) schon noch legalisert, "baut mal munter drauf los". Das hat sich einer wie Dallach natürlich nicht zweimal sagen lassen...
Übrigens: Inzw. hat der o. erw. Fluglehrer die Maschine bei einem böigen Landeanflug völlig zerlegt. Pilot ok.
Zu Gunsten der FlämingAir sei erwähnt, dass der Verein dort, trotz der ganzen miesen Geschichten und Erfahrungen, die mit diesem Muster verbunden sind, einen Neukauf einer Smaragd-Nachfolgerin ins Auge fasst.
Aber Oehna hat - glaube ich - inzwischen wohl auch viel getan um aus dieser Misere heraus zu kommen.