FlyingFriese schrieb:Nanoampère? Es ist eher unwahrscheinlich, daß ein Entwickler einen Eingang derart hochohmig auslegt. Weil er weiß, daß dann selbst ein wullewinziger Kriechstrom, auch bereits die Luftfeuchtigkeit, ungewollte Schaltvorgänge auslösen könnte. Überleg mal, jeder in der Tat fast beliebig hochohmige Eingang eine FETS muß ja zunächst mal auf das Potential ′inaktiv′ gezogen werden. Falls Du wirklich mit nA (10hoch-9 A) schalten wolltest, müßte ein grob dazu passender pull-down Widerstand ja 10hoch9 Ohm = 1 Gigaohm haben.
Gleichzeitig kommt es öfters vor, dass die Schaltströme hochohmiger Eingänge an irgendwelchen Controllern im µA-Bereich liegen. So kann z.B. ein kräftiger Lüfter über einen MOSFET-Input gesteuert werden. Der Schaltstrom ist dann so gering (nA), dass er unter dem "Mindest-Frittstrom" der jeweiligen Schaltkontakte liegt.
Kann man für Spezialanwendungen schon kaufen, sogar als SMD. Will in furztrockener Umgebung betrieben werden, sonst hat man schnell einen 10-100fach niederohmigeren Nebenschluß.
Also zurück zur Realität, sagen wir um 4 Größenordnungen: dann hast Du 100K Eingangswiderstand und brauchst > 10uA zum Schalten. immer noch ziemlich wenig, denn der Flieger ist ja kein Reinraum, hinterm Panel sowieso nicht. Nehmen wir für bessere Zuverlässigkeit lieber noch weniger Eingangsimpedanz, und brauchen dann entsprechend mehr Schaltstrom.
Natürlich gebe ich Dir Recht was selbstreinigende Kontakte angeht.
Grüße!
@pepino: solche Kontakte sind in der Regel aus Cu, mit paar µ Silber drauf. Diese hier haben allerdings einen massiven Kopf aus Silber:


Stückpreis allerdings -.31, bei 4000 Stk., in 2018. Nicht der ganze Schalter, sondern nur der Kontakt.
M.
