Flymap L Anwender hier im Forum?

Forum - Technik & Flugzeuge
  • Du,

    ich bin zu 100% bei Dir. Ich hab das Ding jedoch für einen Preis geschossen < eines iPads inkl. Modem und AHRS. War hier in der Börse. Wenn ich das heute Ausbaue und in eine andere Börse packe, geht es für 1200,-- weg Garantiert.

    Die Idee mit der Tastatur kannste vergessen. Da ist kein externer Anschluss..... Das Ding hat nach aussen nur den GPS BNC und den Stecker für die Schnittstellen. Auf der Platine hatte ich mal geschaut, da sind USB Ports frei.... 

    Meinem technischen Spieltrieb folgend habe ich mir das zugelegt weil mich auch das Display immer überzeugt hatte wegen der Helligkeit. Im Tiefdecker wirklich ein Faktor! Ich kann z.B. diese OLED Displays der beiden Funkwerks im Flug NICHT ablesen! Das ist nur eine gelbe Fläche.... Ich muß da immer die Hand drüber halten zwecks Schatten. Selbst das TM250 ist eher mies ablesbar. Eigentlich ne Frechheit sowas als "Fluginstrument" zu verkaufen obwohl es von vornherein klar ist das diese Displays untauglich sind bei Sonneneinstrahlung im Tiefdecker, ja eher sogar eine Gefahrenquelle. 

    Aber wir sind es selbst schuld, wir kaufen so nen Quatsch anstatt dem Hersteller klar zu machen, Junge, Bananaware kannst in Deiner Werkstatt haben aber nicht im Anwenderumfeld wenn Du es nicht vernünftig bauen kannst.

    Ich kaufe das Zeug deswegen nur noch Online mit 14 Tagen Rückgaberecht. Dann kann ich zumindest Strom drauf geben es in die Sonne halten und schauen ob es ablesbar ist. Was nicht ablesbar ist geht konsequent zurück.

    Deswegen fliegen die auch demnächst raus. Ich lasse beide auf LCD umrüsten oder aber gehe auf das neue Kombigerät von Air Avionics. 

    Ich fliege navigatorisch eh eigentlich mit dem iPad und Skydemon. DAs ist wesentlich flexibler. Aber als Backup iist das Flymap halt drin.

  • Hi,

    wegen NMEA:ja, das Flymap hat - bei entsprechender Konfiguration - einen NMEA Ausgang, der inzwischen auch die nötigen Datensätze liefert.

    Als Alternative: es gibt im Bootszubehör gekapselte GPS-Empfänger: "Strom rein, NMEA raus". Die Baud-Rate muss nur passen (habe es noch nicht erlebt, dass es Probleme gab, da ja meistens 9600 oder 11500 genutzt wird). Man muss etwas suchen, um noch welche mit seriellem Ausgang zu finden. 

    Ich habe einen von Evermore, der funktioniert tadellos (da ich anfangs nicht die passende Lizenz auf dem Flymap L hatte).

    BTW: eigentlich müsste doch ein Front-USB für den Updatestick da sein (habe aber noch nie eine Tastatur ausprobiert, da das Gerät noch Windows CE o.XP läuft)....

    Bezüglich OLED: völlig deiner Meinung,  m.E. ungeeignet, wenn das Licht direkt auf das Display fallen kann. Bei mir ist es wenigstens nur Funk und Transponder, bei anderen sogar Fahrt- und Höhenmesser. Aber wie heißt es so schön: die Funktion folgt der Form oder so :-D

    Gruß

    Arwed

  • Als langjährige Nutzerin eines Flymap L möchte ich aus meiner Sicht kurz über die Vor- und Nachteile berichten:

    Das Flymap L gehörte zum Zeitpunkt der Markteinführung zu den umfangreichsten und fortschrittlichsten Navigationssystemen, das für den Echo- und Mike-Flieger gerade noch finanzierbar war. Der Preis hat sich seit der Markteinführung kaum verändert - er ist unverändert hoch, um nicht zu sagen, viel zu hoch. Remos hat mein Flugzeug, das als eigene Vorführmaschine 2007 in Pasewalk gebaut und konfektioniert wurde, damit ausgerüstet. Seit 2007 gab es keinen einzigen Ausfall des Systems.

    Mit bis zu 1700 cd/m2 ist der matte Touchscreen bislang ohne Konkurrenz und einzigartig in der Ablesbarkeit. Das Gerät ist fest eingebaut, d.h. es läuft beim Einschalten des Avionics Master Switch - punctum. Fest verkabelt ist es mit einem TRX-1500. Updates zum Betriebssystem und zu den Karten erfolgen über den USB-Port, der auch dazu dient, aktuelle NOTAMS, die Wetter-Meldungen des DWD und die erstellten Flugrouten zu laden. Ebenfalls kann über den Port das Flugbuch auf einem USB-Stick gespeichert werden. Alle Flüge der Maschine einschließlich des allerersten Werkstattflugs wurden und werden seitdem auf dem Flymap L dokumentiert. Über die weiteren freien Seriellen Schnittstellen lassen sich bei Bedarf ein Gerät für den Empfang mobiler Daten und ein AHRS-Modul anschließen. Die Erreichbarkeit und der Support des Herstellers Flymap Marc Stauff sind ausgezeichnet.

    Zu den Nachteilen gehört sicherlich das relativ große Gewicht von ca. 1 kg, das in einem UL eine signifikante Masse bedeutet (Schwerpunkt, Gesamtgewicht etc.). Auch liegt der Stromverbrauch meiner Beobachtung nach über den angegebenen 35 W. Wird der Bildschirm nämlich auf höchste Helligkeit gestellt, und beginnt der Lüfter zu arbeiten, werden schnell das Doppelte an Leistung und sogar noch mehr benötigt. Dieser Umstand stellt leider relativ hohe Anforderungen an das Bordnetz und wird oft nicht beachtet. 

    Die Abonnements für die ICAO- oder Intellimaps-Karten sowie die Sichtanflugkarten befinden sich preislich summa summarum auf gleichem Niveau wie bei anderen Anbietern von Navigationssystemen (Festeinbau oder portabel).

    Bei einer grundsätzlich anderen Konfiguration meiner G3/600 mit aktuellen Avionic-Komponenten (z.B. Garmin G3X oder Dynon SkyView) wäre das Flymap L wohl verzichtbar. Aber in meinem Fall gilt: Never change a winning team. 

    In diesem Sinne: Happy landings
    Conny

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