francop schrieb:Alltagstauglich für den Aussichtsflug am Kirchturm. Aber nicht alltagstauglich um Strecken zurück zu legen.
so weit ist Pipistrel von einer echt alltagstauglichen Lösung nicht weg
Das Problem ist, dass sich die "Lösung" aus dem Automobilbau, einfach eine große tonnenschwere Batterie in hochpreisige Fahrzeuge zu verbauen nicht auf die Luftfahrt übertragen lässt. Es lässt sich bestimmt ausrechnen was die systembedingt maximale Reichweite einer fliegenden Li-Ionen Batterie ist, selbst wenn der Flieger dru mrum und der Pilot nichts wiegen.
Zur Ausgangsfrage:
1) Geringe Stückzahlen. Im Automobilbau werden von einer Motorenserie locker mehrere Millionen Stück gebaut - pro Jahr. Und auch da liegt der wirkliche Produktzyklus eines Motors bei vielleicht 10 Jahren.
2) Akzeptanz hoher Kosten und Verbräuche.
3) Lange Lebensdauer der Produkte, damit noch mal Akzeptanz veralteter Technologie und ein Druck, alte Technologie länger zu bauen. Inzwischen halten Autos zwar locker 15 Jahre, aber ein Flugzeug der allgemeinen Luftfahrt wohl eher 40, 50 Jahre.
4) Technikverliebtheit der Benutzer, Akzeptanz geringer Benutzerfreundlichkeit. Das Gemisch im Auto nachstellen wäre undenkbar. Da hat man den Startknopf und das Gaspedal und das war′s.
5) Hohe Ansprüche an die Zuverlässigkeit, gepaart mit 1)
6) Ansprüche an regelmäßige und tiefgreifende Wartung.
Ist alles am Ende aber schade und erbärmlich. Ich denke mit moderner Technik wären locker 20-40% Spritersparnis drin. Und es ist schade dass man allein für einen veralteten Saug/fmotor mit Vergaser mehr ausgibt als für mein gesamtes Auto, welches ein weitaus fortschrittlicheres und leistungsfähigeres Aggregat hat. Und in grob 1.500 Betriebsstunden hat der Motor meines Autos auch noch nie gezuckt, obwohl der nur alle 2 Jahre mal mit Öl- und filterwechsel und Anstecken des Diagnosegeräts gewartet wird und in deutlich unangenehmeren Betriebszuständen läuft (Kurzstrecken, Pässe hoch heizen, heiß abstellen und kalt im Winter mit Motorbremse runter, Start-Stop, ...).